Konferenz der Religionspädagog*innen
an bayerischen Universitäten

Hinweise & Links

Bayerischer Lehrplan für katholische Religionslehre

Grundschule

JGS1234

Mittelschule

56M7R7M8
R8M9R9M10 

Realschule

5678910

Gymnasium

5678
9101112

Förderschulen

12345
6R7R8R9 

Klausurthemen im Staatsexamen

Prüfungstermin: Frühjahr 2022

Thema Nr.1

Subjektorientierung ist ein zentrales Charakteristikum des Religionsunterrichts.

1. Stellen Sie anhand der Ergebnisse empirischer Studien und anhand entwicklungspsychologischer Theorien dar, wie es gegenwärtig um die Religiosität von Grundschulkindern bestellt ist!

2. Erläutern Sie unter Einbezug theologischer und pädagogischer Begründungen, was unter „Subjektorientierung“ verstanden werden kann, und entfalten Sie drei zentrale Leitlinien für eine subjektorientierte Gestaltung religiöser Lern- und Bildungsprozesse im Religionsunterricht!

3. Entfalten Sie eine subjektorientiert ausgerichtete Religionsunterricht-Doppelstunde zu einem Aspekt des Lernbereichs „Nach Gott fragen – Gottesvorstellungen und biblische Glaubenszeugnisse“ (LehrplanPLUS Grundschule Bayern) und veranschaulichen Sie daran Ihre Darlegungen zu Teilaufgaben 1. und 2. !

Thema Nr. 2
Der Einsatz von Bildern der Kunst ermöglicht im Religionsunterricht der Grundschule vielfältige Chancen für ein religiöses Lernen.

1. Erläutern Sie religionsdidaktische Grundsätze für die Erschließung von Bildern!

2. Skizzieren Sie Kompetenzfelder, die Sie anhand eines Umgangs mit Bildern der Kunst bei den Kindern im Religionsunterricht fördern können!

3. Zeigen Sie anhand eines selbst gewählten Bildes auf, wie Sie die dargestellten didaktischen Grundsätze und Ziele praktisch im Unterrichtsverlauf konkretisieren würden!

 

Thema Nr. 3
Im Religionsunterricht soll durch ästhetische Objekte und Vollzüge die religiöse „Tradition anschaulicher, emotionaler und erfahrungsorientierter vermittelt werden, als dies Lehr- und Sachtexte vermögen „
(Claudia Gärtner: Ästhetisches Lernen, 2021, S. 267; In: Handbuch Religionsdidaktik, Ulrich Kropac, Ulrich Riegel (Hrsg.), Kolhammer GmbH, Stuttgart).

1. Stellen Sie Prinzipien und Inhalte ästhetischen Lernens im Religionsunterricht der Grundschule dar!

2. Diskutieren Sie den Beitrag, den ästhetisches Lernen für religiöse Lernprozesse leisten kann! Formulieren Sie Chancen und Grenzen!

3. Skizzieren Sie eine Doppelstunde für den Religionsunterricht der Grundschule, in der ästhetisches Lernen durch die Integration von Musik den Lernprozess prägt!

Prüfungstermin: Herbst 2021

Thema Nr.1
Das Kennenlernen anderer Religionen und eine anfangshafte Auseinandersetzung mit ihnen sind im konfessionellen Religionsunterricht in der Grundschule unverzichtbar.


1.    Erläutern Sie Ausgangslagen und Herausforderungen eines Aufwachsens von Grundschulkindern in einer religiös pluralen Lebenswelt!

2.    Beschreiben Sie zwei Ansätze interreligiösen Lernens und bewerten Sie diese in ihrer Relevanz für den katholischen Religionsunterricht an Grundschulen!

3.    Konzipieren Sie eine dreistündige Unterrichtssequenz für die Thematisierung des Islams oder des Judentums! Wenden Sie dazu einen der in Bezug auf Teilaufgabe 2. beschriebenen Ansätze an, formulieren Sie Kompetenzerwartungen und beschreiben Sie konkrete Lehr- und Lernschritte!

 


Thema Nr. 2
„Es zeigt sich [ … ], dass eine Korrelationsdidaktik, die ihren Blick auf die einzelne Unterrichtsstunde oder Lerneinheit verengt, viel zu kurz greift. Der Zeithorizont, in dem Glaube und Leben zusammenfin­den, ist ungemein länger und weiter.“ (Hans Schmid (2010): Unterrichtsvorbereitung – eine Kunst)


1.    Erläutern Sie, was „Korrelation“ einerseits in theologischer und andererseits in didaktischer Hin­sicht bedeuten kann!

2.    Entfalten Sie Argumente, die für und gegen eine korrelative Didaktik im Religionsunterricht spre­chen, und nehmen Sie begründet zu Schmids Position Stellung, dass die korrelative Idee nicht „auf die einzelne Unterrichtsstunde oder Lerneinheit verengt“ werden darf

3.    Zeigen Sie an einer Unterrichtsstunde zum Lernbereich „Jeder Mensch – einmalig und gemein­schaftsbezogen“ (LehrplanPLUS Bayern, Grundschule, Katholische Religionslehre, 1.-4. Jahr­gangsstufe) auf, wie sich menschliche Erfahrungen im Religionsunterricht ergründen lassen, ohne Glaube und Leben überhastet zu verknüpfen!

 


Thema Nr. 3
„Der Religionsunterricht erschließt auf der Grundlage der Glaubensüberlieferung Maßstäbe ethischen Urteilens, motiviert zum bewussten Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöp­fung und leistet einen wichtigen Beitrag zur schulischen Werteerziehung.“
(LehrplanPLUS Bayern, Grundschule, Katholische Religionslehre)

1.    Schildern Sie ausgehend von gesellschaftlichen Entwicklungen die Bedeutung des ethischen Ler­nens im Religionsunterricht und klären Sie das Verhältnis von Religion und Ethik!

2.    Erörtern Sie verschiedene Modelle der Wertebildung! Diskutieren Sie die Potenziale und Heraus­forderungen dieser Wertebildungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung des Entwicklungsstandes der Kinder in der Grundschule!

3.    Entwerfen Sie unter Berücksichtigung eines Modells der Wertebildung eine
Unterrichtsdoppel­stunde, die in der 3. Jahrgangsstufe im Lernbereich „Die Größe und die Vielfalt der Welt- Schöp­fung Gottes“ (LehrplanPLUS Bayern, Grundschule, Katholische Religionslehre) angesiedelt ist!

Prüfungstermin: Frühjahr 2021

Thema Nr.1 

Neutestamentliche Gleichnisse sind „Rätseltexte, die herausfordern“ (Ruben Zimmermann). 

1. Legen Sie dar, was Erzählungen überhaupt und neutestamentliche Gleichnisse im Besonderen ausmacht und warum letztere im Religionsunterricht thematisiert werden sollten! 

2. Stellen Sie zwei bibeldidaktische Konzeptionen in ihren Vorannahmen, Zielen und unterrichtspraktischen Konsequenzen vor und erörtern Sie Chancen sowie Grenzen dieser beiden Ansätze! 
3. Entfalten Sie eine Unterrichtsstunde, die sich an einer der von Ihnen in Teilaufgabe 2. dargestellten Konzeptionen orientiert, um Schülerinnen und Schülern im katholischen Religionsunterricht an der Grundschule ein neutestamentliches Gleichnis als herausfordernden „Rätseltext“ zugänglich werden zu lassen!

Thema Nr. 2 
„Der Religionsunterricht macht mit Formen gelebten Glaubens vertraut und ermöglicht Erfahrungen mit Glaube und Kirche.“ (Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz: Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 2005). 

1. Erörtern Sie unter Berücksichtigung kirchlicher Dokumente und religionssoziologischer Studien Ziele und Aufgaben des heutigen Religionsunterrichts!

2. Verbinden Sie das Anliegen des obigen Zitates mit religionsdidaktischen Überlegungen zum performativen Religionsunterricht und diskutieren Sie sowohl Chancen als auch Grenzen dieses Ansatzes!

3. Entwerfen Sie eine Unterrichtsdoppelstunde für den katholischen Religionsunterricht an Grundschulen, die unter Berücksichtigung der religionsdidaktischen Überlegungen performatives Lernen ermöglicht, und diskutieren Sie, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler dabei entwickeln können!

Thema Nr. 3 
Mit Kindern im Religionsunterricht der Grundschule das christliche Kirchenjahr erleben und feiern. 

1. Skizzieren Sie im Hinblick auf die heutige Schülerschaft, inwiefern Heranwachsende „Kinder ihrer Zeit“ – insbesondere auch in Bezug auf Religion und Religiosität – sind und wie sie Zeit erleben! 

2. Zeigen Sie Chancen, aber auch Schwierigkeiten auf, wenn Heranwachsende im Religionsunterricht Feste und Bräuche im Kirchenjahr nicht nur kennenlernen, sondern auch miterleben sollen!

3. Skizzieren Sie zwei Unterrichtsbausteine, an denen deutlich wird, wie das Kirchenjahr im Religionsunterricht der Grundschule Eingang finden kann und muss!

Prüfungstermin: Herbst 2020

Thema Nr. 1
,,Symbole sind die Sprache der Religion!“

1. Skizzieren Sie, was unter Symbol und Zeichen verstanden werden kann!

2. Skizzieren Sie zwei religionsdidaktische Entwürfe einer Symboldidaktik und diskutieren Sie die Vor- und Nachteile der beiden Konzepte für die Grundschule!

3. Entwerfen Sie für den katholischen Religionsunterricht an der Grundschule eine Unterrichtsdoppelstunde, die ein Lernen an Symbolen, wie unter den Teilaufgaben 1 und 2 beschrieben, ermöglicht!

Thema Nr. 2
Die Bibel – kein Buch für Kinder?

1. Begründen Sie, warum die Bibel durchaus ein Buch ist, mit dem es sich im Religionsunterricht der Grundschule zu beschäftigen lohnt!

2. Legen Sie aus entwicklungspsychologischer Sicht dar, wie Kinder biblische Texte lesen und verstehen! Stellen Sie einen Ansatz biblischen Lernens ausführlich vor, der die spezifischen Lesarten von Kindern produktiv aufnehmen kann!

3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen zu Teilaufgabe 2 an einer Unterrichtsstunde zu Lk 15,1-7 für die 1./2. Jahrgangsstufe des katholischen Religionsunterrichts: Beschreiben Sie dazu, wie Kinder aufgrund ihrer Verstehensvoraussetzungen dieses Gleichnis vermutlich deuten werden, und entwerfen Sie darauf aufbauend in didaktisch begründeter Weise einen dazu passenden Lernweg für Lk 15,1- 7!

Thema Nr. 3
Religiöse Lehr- und Lernprozesse ereignen sich an sehr unterschiedlichen Orten.

1. Erläutern Sie am Beispiel „Erstkommunion“, auf welche unterschiedliche Weise sich Kinder in den Lernorten Familie, Gemeindekatechese und Religionsunterricht mit diesem Thema
auseinandersetzen können!

2. Der performative Ansatz im Religionsunterricht findet in der Religionspädagogik Befürworter und Kritiker. Zeigen Sie am Beispiel des Themas „Erstkommunion“ die unterschiedlichen Positionierungen dazu auf und schildern Sie in begründeter Weise Ihren Standpunkt!

3. Entwickeln Sie für den katholischen Religionsunterricht an der Grundschule eine Doppelstunde zum Thema Erstkommunion, in der Sie Ihren Standpunkt hinsichtlich des performativen Religionsunterrichts in geeignete unterrichtliche Maßnahmen umsetzen und mögliche Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler aus anderen Lernorten miteinbeziehen!

Prüfungstermin: Frühjahr 2020

Thema Nr. 1
Die Aufgaben und Ziele des Religionsunterrichts müssen sowohl theologisch als auch schulpädagogisch verantwortbar sein. (vgl. Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 2005, 9)

1. Erläutern Sie Aufgaben und Ziele des Religionsunterrichts und beschreiben Sie bildungstheoretische Begründungen für den Religionsunterricht als ordentliches Schulfach in der Grundschule!

2. Klären Sie den Begriff „ästhetische Bildung“ in Bezug auf den Religionsunterricht und zeigen Sie auf, wie durch ästhetisches Lernen die bildungstheoretische Begründung des Religionsunterrichts realisiert werden kann!

3. Skizzieren Sie eine am LehrplanPLUS orientierte Unterrichtsdoppelstunde für die Grundschule, die ästhetisches Lernen im katholischen Religionsunterricht ermöglicht!

Thema Nr. 2

1. Beschreiben Sie die sozioreligiöse Situation, in der Kinder gegenwärtig aufwachsen, und skizzieren Sie davon ausgehend Aufgaben für den Religionsunterricht in der Grundschule!
2. Zeigen Sie auf, welchen Beitrag eine „Didaktik der Religionen“ zu diesen Aufgaben leisten kann! Stellen Sie im Anschluss einen Ansatz interreligiösen Lernens in seinen Vorannahmen, Leitlinien und unterrichtspraktischen Impulsen sowie in seinen spezifischen Chancen und Grenzen vor!
3. Konkretisieren Sie den von Ihnen gewählten Ansatz interreligiösen Lernens anhand einer Doppelstunde zum Inhalt „Menschen auf der Suche nach Gott: ausgewählte Elemente der Glaubenspraxis in anderen Religionen“ (LehrplanPLUS für Katholische Religionslehre an den bayerischen Grundschulen; Jahrgangsstufe 1/2, Lernbereich 10: Menschen anderer Religionen und Weltanschauungen begegnen)!

Thema Nr. 3
Der LehrplanPLUS für die Grundschule sieht für die dritte/vierte Jahrgangsstufe eine Unterrichtseinheit vor zum Thema „Gottesvorstellungen und biblische Glaubenszeugnisse“. Als Kompetenzerwartung wird formuliert, dass die Kinder „aus der Perspektive alttestamentlicher Gestalten vielfältige Erfahrungen der Begegnung mit Gott zum Ausdruck“ bringen.
1. Zeichnen Sie aus entwicklungspsychologischer Sicht nach, in welcher Hinsicht das Alte Testament für Schülerinnen und Schüler der Grundschule besonders gut dazu geeignet ist, Zugänge zu biblischen Gottesbildern zu erschließen!
2. Skizzieren Sie Chancen und Grenzen des korrelativen Zugangs zum Alten Testament! Verdeutlichen Sie Ihre Ausführungen anhand eines für das Thema besonders relevanten Beispiels!
3. Zeigen Sie anhand einer exemplarisch skizzierten Unterrichtsstunde auf, wie der katholische Religionsunterricht an der Grundschule die Erfahrung der Begegnung mit Gott anhand der gewählten Zugangsfigur sensibel und lebensbedeutsam thematisieren kann! 

Prüfungstermin: Herbst 2019

Thema Nr.1
Biblische Erzählungen sind ein wesentlicher Bestandteil des katholischen Religionsunterrichts an Grundschulen.

1. Benennen Sie bildungstheoretische und theologische Gründe für die Notwendigkeit biblischen Lernens im Religionsunterricht!

2. Erläutern Sie zwei aktuelle bibeldidaktische Ansätze und diskutieren Sie deren Chancen und Grenzen für die Grundschule!

3. Entwerfen Sie für den katholischen Religionsunterricht der Grundschule eine lehrplankonforme Doppelstunde zu einer biblischen Erzählung! Wenden Sie dabei einen der beiden in Teilaufgabe 2.dargelegten bibeldidaktischen Ansätze an!

Thema Nr. 2
Im Religionsunterricht soll „durch eine Begegnung mit der Fremd- und Andersartigkeit anderer Religionen [ .. . ] ein tieferes Verständnis der eigenen christlichen Kultur“ geweckt werden. (Grundlagenplan für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule, München 1998, S. 12)

1. Beschreiben Sie die Chancen und Schwierigkeiten von Begegnungslernen für den Religionsunterricht in der Grundschule! Berücksichtigen Sie dabei soziologische und entwicklungspsychologische Aspekte!

2. Skizzieren Sie aufgrund der Darstellungen zu Teilaufgabe 1. allgemeine didaktische Leitlinien für die Behandlung des Islam im Rahmen des konfessionell ausgerichteten katholischen Religionsunterrichts an den Grundschulen in Bayern!

3. Zeigen Sie auf und begründen Sie, welche unterrichtlichen Schritte Ihnen zur methodischen Umsetzung dieser didaktischen Leitlinien besonders geeignet erscheinen!

Thema Nr. 3
,,Bildung zielt auf die Entwicklung der eigenen Person und ihres Verhältnisses zur Welt und ermöglicht dadurch Orientierung und eigenverantwortliches Handeln.“ (Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 17)

1. Begründen Sie die Notwendigkeit des ethischen Lernens im Religionsunterricht in Anbetracht aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen!

2. Stellen Sie drei Modelle ethischen Lernens vor und wägen Sie deren Vor- und Nachteile für die Grundschule ab!

3. Entwerfen Sie eine auf den gültigen Lehrplan für katholischen Religionsunterricht an bayerischen Grundschulen bezogene und didaktisch-methodisch durchdachte Doppelstunde, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, verantwortungsvoll ethisch handeln zu lernen!

Prüfungstermin: Frühjahr 2019

Thema Nr. 1

Die Frage nach Gott im Religionsunterricht thematisieren.

1. Stellen Sie in Rückgriff auf entwicklungspsychologische Theorien und empirische Daten dar, was Kinder im Grundschulalter über Gott denken!

2. Entfalten Sie die Dimensionen einer Kindertheologie. Arbeiten Sie anschließend heraus, welche Chancen und Herausforderungen sich für die Thematisierung der Gottesfrage im Religionsunterricht der Grundschule ergeben, wenn man das Konzept einer Kindertheologie ernst nimmt!

3. Entwerfen Sie zum Lernbereich 3 „Nach Gott fragen- Gottesvorstellungen und biblische Glaubenszeugnisse“ des Lehrplans für katholischen Religionsunterricht an bayerischen Grundschulen eine Doppelstunde, die kindertheologische Leitlinien berücksichtigt!

Thema Nr. 2

Kinder wachsen gegenwärtig in einer Gesellschaft auf, die in religiöser Hinsicht zunehmend pluraler wird.

1. Charakterisieren Sie im Rekurs auf eine passende religionssoziologische Theorie und unter Einbezug empirischer Befunde verschiedene Aspekte von religiöser Pluralität, mit denen Grundschulkinder konfrontiert sind!

2. Erläutern Sie zentrale Bildungsaufgaben, die hinsichtlich eines angemessenen Umgangs mit religiöser Pluralität im Grundschulreligionsunterricht berücksichtigt werden sollten!

3. Veranschaulichen Sie an einer dreistündigen Unterrichtssequenz zu einem Thema Ihrer Wahl, inwiefern Religionsunterricht in der bayerischen Grundschule einen Beitrag zu interreligiöser Kompetenz leisten kann!

Thema Nr. 3

,,Infolge der veränderten religiösen Situation der Kinder und Jugendlichen ( … ) sind die Religionslehrerinnen und Religionslehrer in der Schule für viele Schülerinnen und Schüler die wichtigsten Ansprechpartner in Glaubens- und Lebensfragen.“ (Die deutschen Bischöfe: Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 2005)

1. Beschreiben Sie die im Bischofspapier angesprochene „veränderte religiöse Situation“ der Kinder in der Grundschule! Welche Herausforderungen ergeben sich hieraus für den katholischen Religionsunterricht?

2. Welche Kompetenzen sollte eine Religionslehrerin bzw. ein Religionslehrer an der Grundschule besitzen, um der Rolle als „wichtigster Ansprechpartner in Glaubens- und Lebensfragen“ gerecht werden zu können?

3. Zeigen Sie am Beispiel einer lehrplankonformen Unterrichtsstunde zur Thematik „Glaubens- und Lebensfragen“ auf, wie diese Kompetenzen im katholischen Religionsunterricht an bayerischen Grundschulen zum Einsatz kommen können!

Prüfungstermin: Herbst 2018

Thema Nr. 1

Man kann die Symboldidaktik als spezifische Ausfaltung der Korrelationsdidaktik auffassen.

1. Zeigen Sie auf, inwiefern zwischen beiden didaktischen Prinzipien enge sachliche Verflechtungen bestehen!

2. Diskutieren Sie drei symboldidaktische Entwürfe in der Religionsdidaktik im Blick auf Vorzüge und Schwächen! Für welche symboldidaktische Konzeption plädieren Sie? Begründen Sie Ihre Entscheidung!

3. Entwerfen Sie, angelehnt an den LehrplanPLUS der Grundschule, für den katholischen Religionsunterricht eine Unterrichtssequenz zum Symbollernen im Umfang von drei Schulstunden, in der Sie demonstrieren, wie der von Ihnen gewählte symboldidaktische Ansatz Korrelationen zwischen der Erfahrungswelt der Grundschulkinder und dem christlichen Glauben herzustellen vermag!

Thema Nr. 2

„Eine wachsende Zahl der Schülerinnen und Schüler, die am Religionsunterricht teilnehmen, macht kaum noch Erfahrungen mit gelebtem Glauben ( … ). Auch das Kirchengebäude oder die sonntägliche Liturgie sind den meisten fremd.“ (Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen 2005, 13)

1. Beschreiben Sie die Lebenswelten der Kinder heute und die sich damit ergebenden Herausforderungen für den konfessionellen Religionsunterricht!

2. Erklären Sie die Prinzipien und Ziele des performativen Lernens! Skizzieren Sie zudem Chancen und Grenzen dieser religionsdidaktischen Zugangsweise.

3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen zum performativen Lernen, indem Sie eine Sequenz von 3-4 Stunden zu einem Thema des Religionsunterrichts an der bayerischen Grundschule entwerfen!
Stellen Sie darin eine Exkursion zu einer Kirche mit konkreten Methoden der Kirchenraumpädagogik vor!

Thema Nr. 3

Biblische Texte sind – dem Religionspädagogen Joachim Theis zufolge – nicht lediglich „die Verpackung für theologische Inhalte“. Texte der Bibel sind vielmehr mehrdeutig und offen für unterschiedliche Interpretationen!

1. Entfalten Sie Argumente, die grundsätzlich dafür sprechen, dass die Bibel auch heute als „Bildungsbuch“ wertgeschätzt werden kann, das im schulischen Religionsunterricht zu erkunden lohnt!

2. Beschreiben Sie vier interpretative Zugänge zur Bibel (z.B. linguistisch, historisch-kritisch, wirkungsgeschichtlich, .. . ) und umreißen Sie jeweils knapp deren Chancen und Grenzen für den Religionsunterricht in der Grundschule!

3. Skizzieren Sie für den katholischen Religionsunterricht der Grundschule eine lehrplankonforme Unterrichtsstunde zu einem selbst gewählten Bibeltext, die Kinder dazu anregt, der Vieldeutigkeit desselben auf die Spur zu kommen!

Prüfungstermin: Frühjahr 2018

Thema Nr. 1

Vielfach werden biblische Texte im Religionsunterricht moralisierend auf die Frage verengt, „wie die biblische Überlieferung dem Handeln und Verhalten von Menschen Richtung und Halt gibt“. (LehrplanPLUS Grundschule KR 3/4 Lernbereich 5)

1. Entfalten Sie Argumente, die grundsätzlich dafür sprechen, dass eine schulische Auseinandersetzung mit der Bibel der Bildung heutiger Kinder förderlich ist!

2. Zeigen Sie begründet auf, inwiefern eine Moralisierung biblischer Texte problematisch ist!

3. Stellen Sie eine bibeldidaktische Konzeption in ihren Vorannahmen, Zielen und Konsequenzen vor, die solche Moralisierung vermeidet, und konkretisieren Sie besagte Konzeption am Beispiel einer Unterrichtsdoppelstunde zu einer Erzählung aus dem Neuen Testament!

Thema Nr. 2

Grundschule heute bedeutet: Kinder unterschiedlicher konfessioneller und religiöser Herkunft lernen und leben in einer Klasse zusammen.

1. Entwerfen Sie ein Bild von den Lebenswelten heutiger Kinder unter besonderer Berücksichtigung der konfessionellen bzw. religiösen Situation!

2. Klären Sie die zentralen Begriffe ,Religion‘ und ,Konfession‘ und entfalten Sie Grundaspekte interkonfessionellen und interreligiösen Lernens in der Grundschule! Stellen Sie dar, inwiefern sich diese beiden Lerntypen unterscheiden!

3. Zeigen Sie an einem Thema Ihrer Wahl aus dem aktuell gültigen Grundschullehrplan in Bayern im Umfang einer Doppelstunde, wie interkonfessionelles oder interreligiöses Lernen in der Grundschule realisiert werden kann!

Thema Nr. 3

„Im katholischen Religionsunterricht können Schülerinnen und Schüler ihren Fragen nach dem Woher, Wozu und Wohin ihres Lebens und insbesondere der Frage nach Gott Raum geben.“ (LehrplanPLUS Grundschule, Fachprofil)

1. Beschreiben Sie die Aufgaben und Ziele, die der katholische Religionsunterricht in der Grundschule verfolgt!

2. Stellen Sie das Prinzip des ästhetischen Lernens im Religionsunterricht dar und skizzieren Sie, wie die Aufgaben des Religionsunterrichts durch ästhetisches Lernen erreicht werden können!

3. Veranschaulichen Sie Ihre Überlegungen in einer Unterrichtsstunde, in der ästhetisches Lernen der Schülerinnen und Schüler angeregt wird!

Prüfungstermin: Herbst 2017

Thema Nr.1

Die Schülerinnen und Schüler „beschreiben an ausgewählten Lebensbildern, wie die biblische Überlieferung dem Handeln und Verhalten von Menschen Richtung und Halt gibt“ (LehrplanPlus für Katholische Religionslehre an den bayerischen Grundschulen, 2014, S. 38).

1. Legen Sie dar, warum und wie die Lebensbilder von Vorbildern und Leitfiguren eine besondere Chance für den Religionsunterricht darstellen!

2. Diskutieren Sie die Chancen des durch Vorbilder und Leitfiguren möglichen biographischen Lernens in der Grundschule! Berücksichtigen Sie dabei soziologische Erkenntnisse der aktuellen Kindheitsforschung sowie entwicklungspsychologische Aspekte!

3. Konkretisieren Sie Ihre Ausführungen anhand eines Beispiels aus dem Bereich von Vorbildern oder Leitfiguren Ihrer Wahl! Zeigen Sie exemplarisch auf, warum, mit welchen Zielen und mit welchen methodischen Bausteinen der Blick auf das ausgewählte Lebensbild im Religionsunterricht möglich und sinnvoll werden kann!

Thema Nr.2

Nicht selten wird der Religionsunterricht als das ,,Wertefach“ angesehen.

1. Erläutern Sie, wie sich moralische Vorstellungen von Kindern entwickeln und welche lebensweltlichen Kontexte dabei besonders prägend sind!

2. Stellen Sie dar, welche Aufgaben der Grundschul-Religionsunterricht im Sinne eines Beitrags zur ethischen Bildung der Kinder zu leisten hat, und überprüfen Sie ausgehend von diesen Aufgaben drei Konzepte/Modelle ethischer Bildung auf ihre religionsdidaktische Eignung hin!

3. Entfalten Sie zwei Unterrichtsbausteine, aus denen hervorgeht, wie eine altersgemäße Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen im Grundschul-Religionsunterricht initiiert werden kann!

Thema Nr. 3

„Durch die Kompetenzorientierung trägt der Religionsunterricht wesentlich zu den allgemeinen Bildungs- und Erziehungszielen der Schule bei.“ (Vorwort zum LehrplanPlus für Katholische Religionslehre an den bayerischen Grundschulen)

1. Schildern Sie die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen, die zur Kompetenzorientierung des schulischen Unterrichts geführt haben, und zeigen Sie anhand der Definition von „Kompetenz“ charakteristische Merkmale eines kompetenzorientierten Unterrichts auf!

2. Angesichts der weitreichenden Veränderungen in der religiösen Sozialisation sollen Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht mit Formen gelebten Glaubens vertraut gemacht werden. Das Konzept des performativen Lernens versucht dies umzusetzen, wird aber kontrovers diskutiert. Erläutern Sie sowohl das Konzept als auch die Einwände dagegen!

3. Entwickeln Sie auf der Grundlage der in 1 und 2 dargebotenen Erkenntnisse am Beispiel der Inhalte „Grundgebete“ und „Gebetshaltungen“ ein Plädoyer für oder gegen performatives Lernen im kompetenzorientierten Unterricht!

Prüfungstermin: Frühjahr 2017

Thema Nr. 1

Religiöse Bildungsprozesse finden an verschiedenen Lernorten statt.

1. Stellen Sie in Bezug auf Ergebnisse empirischer Studien und in Bezug auf religionssoziologische Theorien dar, wie es gegenwärtig um die religiöse Sozialisation von Grundschulkindern bestellt ist!

2. Vergleichen Sie den Religionsunterricht mit den beiden religiösen Lernorten „Familie“ und „Katechese“: Charakterisieren Sie in diesem Zusammenhang Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten hinsichtlich der jeweiligen Intentionen, Ausgangslagen und Möglichkeiten, wenn es darum geht, Kindern religiöse Bildung zu ermöglichen!

3. Zeigen Sie an zwei Unterrichtsbausteinen, in welcher Hinsicht Grundschulreligionsunterricht mit einem der beiden in Teilaufgabe 2 charakterisierten religiösen Lernorte zusammenarbeiten kann!

Thema Nr. 2

„Der Religionsunterricht macht mit Formen gelebten Glaubens vertraut und ermöglicht Erfahrungen mit Glaube und Kirche“ (Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen 2005)

1. Erläutern Sie, inwiefern die oben genannte Forderung eine zentrale Aufgabe des Religionsunterrichts darstellt! Berücksichtigen Sie dabei auch die Umstände, unter denen Kinder heute aufwachsen!

2. Legen Sie dar, was unter performativem Lernen verstanden wird! Erläutern Sie dabei auch Chancen sowie mögliche Schwierigkeiten!

3. Zeigen Sie anhand von zwei Unterrichtsbeispielen auf, wie in der Grundschule performativ gelernt und gearbeitet werden kann!

Thema Nr. 3

Fragt man Studierende nach Inhalten aus dem Alten Testament, welche sie noch aus der Grundschule kennen, wird oft die Josefserzählung genannt.

1. Erläutern Sie theoretische Grundlagen biblischen Lernens!

2. Stellen Sie auf dieser Grundlage Zielsetzungen dar, die mit dem Einsatz der Josefserzählung im Religionsunterricht der Grundschule verbunden werden können!

3. Verdeutlichen Sie diese Zielsetzungen anhand von zwei Unterrichtsbausteinen!

Prüfungstermin: Herbst 2016

Thema Nr. 1

„Religion verstehen bedeutet, ihre Symbolsprache zu verstehen.“

1. Erläutern Sie, ausgehend von dieser Aussage, die Bedeutung eines Lernens mit Symbolen in der Grundschule, indem Sie theologische und anthropologische Perspektiven berücksichtigen!

2. Der Umgang mit Symbolen erfordert didaktische Sensibilität. Diskutieren Sie zwei symboldidaktische Entwürfe in der Religionsdidaktik und rekurrieren Sie dabei auch auf entwicklungspsychologische Eckdaten! Für welche symboldidaktische Konzeption plädieren Sie? Begründen Sie Ihre Entscheidung!

3. Demonstrieren Sie am Beispiel eines religiös relevanten Symbols, wie ein Brückenschlag zwischen der Lebenswelt heutiger Grundschülerinnen und -schüler und der Welt des christlichen Glaubens in einer Unterrichtssequenz von drei Stunden gelingen kann! Zeigen Sie dabei die Wirksamkeit eines von Ihnen gewählten symboldidaktischen Konzepts auf!

Thema Nr. 2

Eine wichtige Zielperspektive des Religionsunterrichts an Grundschulen ist, die Frage nach Gott wachzuhalten.

1. Erläutern Sie anhand der Ergebnisse ausgewählter empirischer Studien sowie im Rekurs auf die „Stufen der Entwicklung religiöser Urteilskraft“ (Oser/Gmünder) charakteristische Merkmale der Gottesvorstellungen von Grundschulkindern!

2. Stellen Sie dar, was es gemäß der verschiedenen Facetten von Kindertheologie als „Theologie von/für/mit Kindern“ jeweils bedeuten kann, die Gottesfrage im Religionsunterricht der Grundschule wachzuhalten! Bewerten Sie die jeweilige Facette hinsichtlich damit verbundener Chancen und Grenzen!

3. Konzipieren Sie eine Unterrichtsstunde, die Ihre Darlegungen zu Teilaufgabe 1. berücksichtigt und gemäß einer „kindertheologischen Facette“ Grundschulkinder zur Auseinandersetzung mit der Frage nach Gott auffordert!

Thema Nr. 3

„In der Verkündigung der Propheten, im Buch Hiob und vor allem in den Evangelien ist die Rede von Gott (…) untrennbar mit der Aufdeckung der Fragwürdigkeit und Begrenztheit menschlicher Sinnkonstruktionen verbunden. Nur so vermag der Glaube dem Menschen etwas zu sagen, was er nicht sowieso schon weiß. Ein Religionsunterricht, der der biblischen Rede von Gott verpflichtet ist, wird die Schülerinnen und Schüler zur Wahrnehmung dieses „ganz Anderen“ hinführen.“

(Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 22)

1. Skizzieren Sie verschiedene Begründungsfiguren für biblisches Lernen!

2. Beschreiben Sie zwei verschiedene bibeldidaktische Konzepte, die die „Wahrnehmung dieses ,ganz Anderen`“ ermöglichen wollen und diskutieren Sie deren Vor- bzw. Nachteile für die Grundschulen!

3. Entwerfen Sie eine Unterrichtsstunde zu einer konkreten biblischen Erzählung Ihrer Wahl, die ein von Ihnen bezüglich Aufgabe 2 erläutertes bibeldidaktisches Konzept aufgreift!

Prüfungstermin: Frühjahr 2016

Thema Nr. 1

Kindertheologie: pädagogischer Romantizismus oder neues Paradigma?

1. Schildern Sie Besonderheiten des religiösen Lernens von Kindern, indem Sie auf zwei entwicklungspsychologische Modelle zurückgreifen und jeweils die für die Grundschule relevanten Stufen präzise darstellen!

2. Entfalten Sie auf dieser Grundlage das Konzept der „Kindertheologie“!

3. Konkretisieren Sie Ihre Einsicht an einem Unterrichtsbeispiel zum Theologisieren mit Kindern im Zusammenhang mit der Gottesfrage!

Thema Nr. 2

„Die Bedeutung der Sprach- und Ausdrucksformen des Glaubens“ erschließt sich „nicht hauptsächlich in distanzierter Betrachtung, sondern in ihrem Vollzug, im Probieren“. (Die deutschen Bischöfe: Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 2005, S. 25)

1. Welche Konsequenzen für den Religionsunterricht an Grundschulen ergeben sich aus dieser zentralen Vorgabe? Welche Chancen, welche Grenzen der Umsetzung sehen Sie?

2. Beziehen Sie die genannte Äußerung auf Erkenntnisse der aktuellen soziologischen (Kindheits-)Forschung!

3. Verdeutlichen Sie anhand eines thematischen Beispiels Ihrer Wahl, wie es didaktisch-methodisch gelingen kann, die im Zitat benannte Vorgabe konkret im Religionsunterricht der Grundschule umzusetzen!

Thema Nr. 3

Das Kennenlernen anderer Religionen und eine anfangshafte Auseinandersetzung mit ihnen sind im konfessionellen Religionsunterricht in der Grundschule unverzichtbar.

1. Erläutern Sie Ausgangslagen und Herausforderungen eines Aufwachsens von Grundschulkindern in einer religiös pluralen Lebenswelt!

2. Beschreiben Sie zwei Ansätze interreligiösen Lernens und bewerten Sie diese in ihrer Relevanz für den Religionsunterricht an Grundschulen!

3. Konzipieren Sie eine dreistündige Unterrichtssequenz für die Thematisierung des Islams oder des Judentums! Wenden Sie dazu einen Ansatz an, formulieren Sie Kompetenzerwartungen und beschreiben Sie konkrete Lehr- und Lernschritte!

Prüfungstermin: Herbst 2015

Thema Nr. 1

„Die Gottesfrage ist das Rückgrat des Religionsunterrichts.“

1. Beschreiben Sie aus religionssoziologischer Perspektive die Voraussetzungen, denen sich der Religionsunterricht in der Grundschule heute stellen muss!

2. Erarbeiten Sie Eckpunkte eines religionspädagogisch – d.h. theologisch und pädagogisch-didaktisch – angemessenen Umgangs mit der Gottesfrage in der Grundschule!

3. Veranschaulichen Sie an einem Thema aus dem Lehrplan der Grundschule, wie die Gottesfrage angesichts der unter 1. und 2. formulierten Rahmenbedingungen unterrichtlich bearbeitet werden könnte (Umfang: max. drei Unterrichtsstunden)!

Thema Nr. 2

Gebet, Liturgie, Spiritualität – Themen und Handlungsformen im Religionsunterricht?

1. Begründen Sie, wieso die Fähigkeit zum Umgang mit Gebet und Liturgie theologisch nötig ist, um die christliche Religion zu verstehen!

2. Diskutieren Sie die Chancen, Grenzen und Ziele eines Umgangs mit diesen Themen im Religionsunterricht!

3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen und skizzieren Sie entsprechende aufbauende unterrichtliche Vorhaben!

Thema Nr. 3

Biblische Erzählungen sind ein wesentlicher Bestandteil des Religionsunterrichts und zählen zum lebensbedeutsamen Grundwissen, das die Schülerinnen und Schüler kennenlernen sollen.

1. Benennen Sie bildungstheoretische und theologische Gründe für die Notwendigkeit biblischen Lernens im Religionsunterricht!

2. Beschreiben Sie kritisch ein bibeldidaktisches Modell!

3. Skizzieren Sie eine Unterrichtsstunde zur Bibel, die lebensrelevant für Schülerinnen und Schüler der Grundschule sein kann!

Prüfungstermin: Frühjahr 2015

Thema Nr. 1

„Warum gibt es verschiedene Religionen? Was ist bei ‚meiner‘ Religion anders als bei anderen Religionen? Wieso streiten die Angehörigen unterschiedlicher Religionen?“ Solche oder ähnliche Fragen stellen Grundschulkinder angesichts der Pluralität von Religionen.

1. Erläutern Sie – unter anderem im Rückgriff auf religionssoziologische Erkenntnisse – verschiedene Zusammenhänge, an denen deutlich wird, dass die Pluralität von Religionen bereits für Grundschulkinder eine Herausforderung darstellt!

2. Es gibt verschiedene religionstheologische Modelle, um das Verhältnis der christlichen Religion zu anderen Religionen zu beschreiben und ausgehend davon mti Wahrheits- und Absolutheitsansprüchen umzugehen. Legen Sie entsprechende Modelle in ihren Annahmen sowie Konsequenzen dar und zeigen Sie auf, warum es entscheidend ist, von welcher religionstheologischen Idee her interreligiöses Lernen im Religionsunterricht angebahnt wird!

3. Entfalten Sie Intentionen interreligiösen Lernens im Religionsunterricht der Grundschule!

4. Konkretisieren Sie Ihre Ausführung aus den Teilaufgaben 1. mit 3. an einem unterrichtspraktischen Beispiel, bei dem Gegenstände oder Räume von Religionen den Ausgangspunkt de Lerngeschehens darstellen!

Thema Nr. 2

Lernortwechsel: Gelernt werden kann auch im Religionsunterricht fast überall.

1. Zeigen Sie auf, warum außerschulische Lernorte in einem zeitgemäßen Religionsunterricht unerlässlich sind, aber benennen Sie auch Grenzen und mögliche Schwierigkeiten!

2. Skizzieren Sie Aufgaben und Ziele einer Pädagogik des Kirchenraumes!

3. Entwerfen Sie ein unterrichtspraktisches Modell, in dem deutlich wird, wie Kirchenräume bereits für Grundschulkinder zu vielfältigen Erfahrungsräumen werden können!

Thema Nr. 3

Das Fest des Hl. Martin ist zweifellos ein Höhepunkt der Feierkultur in Kindertagesstätten und prägt die Kinder auch noch in späteren Jahren.

1. Stellen Sie das Konzept der Elementarisierung nach Karl-Heinz Nipkow in seinen einzelnen Dimensionen vor, indem Sie die jeweiligen theoretischen Einsichten am Thema „Hl. Martin“ konkretisieren.

2. Das Symbol „Licht“ spielt im Rahmen des Martinsfestes eine zentrale Rolle. Begründen Sie, auf welches symboldidaktische Konzept Sie im Unterricht zurückgreifen würden, um dieses Symbol zu thematisieren!

3. Friedrich Schweitzer und andere Religionsdidaktiker plädieren dafür, die von Nipkow formulierten Dimensionen der Elementarisierung um „elementare Lernwege“ zu erweitern. Zeigen Sie am Beispiel des Themas „Hl. Martin“ drei solcher Lernwege auf, die im Zusammenhang mit diesem Thema als „elementar“ zu bezeichnen wären!

Prüfungstermin: Herbst 2014

Thema Nr. 1

Die Kirchen halten entschieden am konfessionellen Religionsunterricht fest, gewähren aber verschiedene Möglichkeiten der Öffnung und eine breite Palette von konkreten Kooperationsmöglichkeiten.

1. Skizzieren Sie die Idee des konfessionellen Religionsunterrichts und zeigen Sie heutige Problembereiche auf!

2. Erläutern Sie Möglichkeiten einer konfessionell-kooperativen Zusammenarbeit im Religionsunterricht der Grundschule, berücksichtigen Sie dabei Chancen und Grenzen!

3. Erarbeiten Sie eine konfessionell-kooperativ ausgerichtete Unterrichtssequenz zu einem selbst gewählten Inhaltsbereich des Lehrplans!

Thema Nr. 2

„Bitte mach keinen Heiligen aus mir!“

1. Erörtern Sie jeweils die didaktischen Vor- und Nachteile bezüglich einer Thematisierung von Heiligen auf der einen und Helden des Alltags auf der anderen Seite!

2. Erläutern Sie Ziele eines Umgangs mit fremden Biografien im Religionsunterricht und konkretisieren Sie diese anhand eines konkreten Unterrichtsvorhabens!

3. Diskutieren Sie, inwiefern Religionslehrende Vorbilder für Schülerinnen und Schüler sein können!

Thema Nr. 3

Zur Erschließung von Religion wird das Symbollernen als wichtiges Grundprinzip des Religonsunterrichts angesehen.

1. Erläutern Sie die Bedeutung des Symbollernens in der Grundschule! Skizzieren Sie dabei grundlegende Ziele und Grenzen eines Symbollernens im Religionsunterricht der Grundschule! Stellen Sie dazu ein symboldidaktisches Konzept dar, das Ihnen besonders bedeutsam erscheint!

2. Skizzieren Sie Wege eines Symbollernens im Religionsunterricht der Grundschule!

3. Verdeutlichen Sie an einem ausgewählten Symbol, wie Symbollernen im Religionsunterricht der Grundschule gefördert werden kann!

Prüfungstermin: Frühjahr 2014

Thema Nr. 1

Vor Jahren schon beklagte die Religionspädagogin Gabriele Miller, dass mit dem Wort ‚Korrelation‘ oftmals „nur eine schlechte Induktion“ bezeichnet werde, welche gegenwärtige Erfahrungen als bloße ‚Aufhänger‘ verzwecke, um zu theologischen Inhalten zu gelangen.

1. Zeigen Sie auf, was das Wort ‚Korrelation‘ gemäß zentraler Autoren (z. B. Edward Schillebeeckx) und Dokumente (z. B. Zielfelderplan oder Grundlagenplan) bedeutet – unter Berücksichtigung theologischer, hermeneutischer und didaktischer Gesichtspunkte!

2. Diskutieren Sie die Problematik der von Gabriele Miller kritisierten Vorgehensweise!

3. Skizzieren Sie eine dreistündige Unterrichtssequenz (Grundschule) zu einem biblischen Thema, in welcher Korrelation nicht auf Inkuktion verkürzt wird!

Thema Nr. 2

„Infolge der veränderten religiösen Situation der Kinder und Jugenlichen (…) sind die Religionslehrerinnen und Religionslehrer in der Schule für viele Schülerinnen und Schüler die wichtigsten Ansprechpartner in Glaubens- und Lebensfragen.“ (Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, S. 34).

1. Beschreiben und erklären Sie die im Bischofspapier angesprochene „veränderte religiöse Situation“ der Kinder, die heute den Religionsunterricht der Grundschule besuchen!

2. Legen Sie die Kompetenzen dar, die eine Religionslehrerin bzw. ein Religionslehrer besitzen sollte, um der Rolle als „wichtigster Ansprechpartner in Glaubens- und Lebensfragen“ gerecht werden zu können!

3. Zeigen Sie am Beispiel der Planung, Durchführung und Reflexion einer Unterrichtseinheit zum Thema „Glaubens- und Lebenfragen“ auf, wie diese Kompetenzen zum Tragen kommen!

Thema Nr. 3

Mit der Bibel begegnen Schülerinnen bzw. Schüler einem – aus ihrer Sicht – ungewöhnlichen Buch, das menschliche Erfahrungen im Horizont Gottes beleuchtet und sowohl fremde, sperrige als auch nahe, eingängige Texte in sich birgt.

1. Legen Sie begründet dar, inwiefern eine schulische Auseinandersetzung mit der Bibel der Bildung von Schülerinnen bzw. Schülern überhaupt föderlich sein kann!

2. Benenne Sie theologische und pädagogische Argumente, die dafür sprechen, im Religionsunterricht der Grundschule auch sperrige und befremdliche Texte der Bibel zur Geltung zu bringen!

3. Stellen Sie ein bibeldidaktisches Konzept vor, mit dem solche Bibeltexte gewinnbringend erschlossen werden können!

4. Konkretisieren Sie dieses Konzept am Beispiel einer Unterrichtsstunde zu einem sperrigen Text aus dem neuen Testament!

Prüfungstermin: Herbst 2013

Thema Nr. 1

Im Religionsunterricht der Grundschule kann und muss sowohl innerhalb wie auch außerhalb des Klassenzimmers gelernt werden.

1. Arbeiten Sie Gründe und Möglichkeiten für einen Lernortwechsel im Religionsunterricht der Grundschule heraus und zeigen Sie Grenzen und Schwierigkeiten außerschulischen Lernens auf!

2. Skizzieren Sie Ziele und Aufgaben einer Pädagogik des Kirchenraums!

3. Entwerfen Sie ein konkretes unterrichtspraktisches Beispiel, in dem deutlich wird, wie Kirchenräume im Rahmen des Religionsunterrichts der Grundschule zu (religiösen) Erfahrungsräumen für Kinder werden können!

Thema Nr. 2

„Kindertheologie“ ist ein in religionsdidaktischen Publikationen und Diskussionen häufig anzutreffender Begriff.

1. Kennzeichnen Sie, und zwar insbesondere in religiöser Hinsicht, wie sich Kindheit heute darstellt!

2. Erläutern Sie den Begriff „Kindertheologie“, in seinen verschiedenen Dimensionen! Diskutieren Sie seine Berechtigung und stellen Sie seinen Beitrag für eine subjektorientierte Religionspädagogik dar!

3. Zeigen Sie an einer kurzen Unterrichtssequenz auf, wie in der Grundschule das Theologisieren mit Kindern gefördert werden kann!

Thema Nr. 3

„Keine Religion ohne Symbole“ lautet ein vielzitiertes Diktum.

1. Begründen Sie mit Rückgriff auf zwei religionsdidaktische Entwürfe, warum und mit welchen Intentionen im Religionsunterricht Symbole thematisiert werden sollten!

2. Stellen Sie dar, was im Religionsunterricht der Grundschule in entwicklungspsychologischer Hinsicht bei einem Lernen mit Symbolen beachtenswert ist!

3. Konzipieren Sie zu einem selbst gewählten religiösen Symbol eine Unterrichtssequenz (drei bis vier Unterrichtsstunden) zu dem religionsdidaktischen Entwurf aus Teilaufgabe 1, der Ihnen für den Grundschulunterricht am bedeutsamsten erscheint!

Prüfungstermin: Frühjahr 2013

Thema Nr. 1

Die drei Hauptaspekte des „Konziliaren Prozesses“ sind wegen ihrer Bedeutsamkeit in verschiedenen Lehrplanthemen wiederzufinden.

1. Geben Sie einen kurzen Überblick über die Entwicklungsgeschichte des „Konziliaren Prozesses“!

2. Erklären Sie, wie in der Grundschule die drei Themenbereiche in ökumenischer Offenheit behandelt werden können!

3. Zeigen Sie an zwei Lehrplanthemen, wie Sie mittels Projektarbeit mit den Kindern diese drei Themenbereiche im Religionsunterricht der Grundschule bearbeiten können!

Thema Nr. 2

Nachdem in der zweiten Jahrgangsstufe die Lehrerin eine biblische Wundererzählung vergetragen hatte, äußerte sich ein Schüler: „Jesus war ein toller Zauberer!“.

1. Erläutern Sie die Zielsetzungen, die mit dem Einsatz von Wundererzählungen im Religionsunterricht der Grundschule verbunden werden können!

2. Stellen Sie anhand einer selbst gewählten biblischen Wundererzählung dar, was man nach dem Elementarisierungsansatz in der Unterrichtsvorbereitung inhaltlich beachten muss!

3. Skizzieren Sie für Ihr gewähltes Beispiel gangbare elementare Lernwege!

Thema Nr. 3

Lehrerinnen und Lehrer haben auch im Religionsunterricht die Aufgabe, das sprachliche Ausdrucksvermögen der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

1. Erläutern Sie, wie im Religionsunterricht die Kenntnis religiöser Sprache der Bibel und der christlichen Tradition vermittelt werden können!

2. Erläutern Sie didaktische Möglichkeiten, die sich eignen, die Entwicklung einer eigenen religiösen Sprache der Schülerinnen und Schüler zu unterstützen!

3. Stellen Sie sprachorientierte Methoden vor und zeigen Sie anhand konkreter Beispiele, wie sie im Religionsunterricht sinnvoll einzusetzen sind!

Prüfungstermin: Herbst 2012

Thema Nr. 1

Die Grundschule ist eine Gemeinschaftsschule, sie unterrichtet Kinder mit unterschiedlichen sozialen, kulturellen und intellektuellen Hintergründen gemeinsam.

1. Vertiefen Sie mit Hilfe der Entwicklungsmodelle von Kohlberg, Oser/Gmünder und Fowler diese Aussage!

2. Diskutieren Sie die Bedeutung des katholischen Religionsunterrichts für einen produktiven Umgang mit religiöser und sozialer Differenz in der Grundschule!

3. Konkretisieren Sie diese Bedeutug des katholischen Religionsunterrichts an einer Unterrichtssequenz zum Thema  „Menschen mit anderen religiösen Überzeugungen begegnen“!

Thema Nr. 2

„Symbolerfahrungen bilden einen Schlüssel für das Verstehen von Märchen, Legenden, mythischen Erzählungen und von vielen biblischen Geschichten.“ (Grundlagenplan für den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule, München 1998, S. 13)

1. Erörtern Sie die Chancen und Grenzen der Symboldidaktik für den Religionsunterricht in der Grundschule. Berücksichtigen Sie dabei lebensweltliche sowie entwicklungspsychologische Aspekte!

2. Hubertus Halbfas, Peter Biehl und andere Religionspädagogen haben unterschiedliche symboldidaktische Ansätze vorgelegt. Skizzieren Sie zwei derartige Ansätze, schildern Sie Stärken und Schwächen und bewerten Sie die Tauglichkeit für den Einsatz in der Grundschule!

3. Konkretisieren Sie Ihre vorherigen Ausführungen anhand eines für Grundschulkinder potentiell wichtigen Symbols Ihrer Wahl. Was zeichnet dieses Symbol aus? In welchem Unterrichtszusammenhang könnte es sinnvoll eingesetzt werden? In welchen Schritten könnte man die Lehr-und Lernprozesse sinnvoll aufbauen?

Thema Nr. 3

Die Entwicklung religiösen Weltwissens in der Grundschule.

1. Beschreiben Sie, über welches religiöse Weltwissen Kinder verfügen sollen, wenn sie die Grundschule verlassen!

2. Skizzieren Sie an einem konkreten Thema, wie nachhaltige Lernprozesse in den Jahrgangsstufen 1-4 konzipiert werden können!

3. Diskutieren Sie kritisch unter Einbezug entwicklungspsychologischer und soziologischer Eckdaten, wieso die Vorstellung eines kumulativen Wissenserwerbs im Religionsunterricht problematisch ist!

Prüfungstermin: Frühjahr 2012

Thema Nr. 1

Stilleübungen, Meditation, Gebetserziehung eine sehr anspruchsvolle Aufgabe für einen zeitgemäßen Religionsunterricht in der Grundschule!

1. Grenzen Sie die Begriffe voneinander ab und zeigen Sie deren Relevanz und Notwendigkeit für religiöses Lernen auf!

2. Diskutieren Sie kritisch Schwierigkeiten und Grenzen, die diese Wege religiösen Lernens beeinträchtigen!

3. Benennen Sie verschiedene Anlässe und Gelegenheiten, wann sowohl Stilleübungen, Meditationen sowie Gebete im Religionsunterricht der Grundschule sinnvoll und für Kinder bereichernd sind und legen Sie vielfältige Realisierungswege und -möglichkeiten dar!

Thema Nr. 2

Die Bibel spielt im Religionsunterricht eine große Rolle – und doch ist sie kein Kinderbuch. 

1. Entfalten Sie die gesellschaftliche und religiöse Situation, in der biblisches Lernen in der Grundschule heute steht!

2. Entwickeln Sie (unter Rückbezug auf Autoren wie H. K. Berg, I. Baldermann, F. W. Niehl u. a.) Prinzipien und Wege biblischen Lernens für die Grundschule!

3. Zeigen Sie in einer Unterrichtseinheit auf, wie die von Ihnen entwickelten Prinzipien und Lernwege im Umgang mit Psalmversen oder mit einer Wundergeschichte fruchtbar gemacht werden können!

Thema Nr. 3

Das 2005 veröffentlichte Positionspapier der deutschen Bischöfe zum Religionsunterricht trägt den Titel „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“.

1. Vor welchen „neuen“ Herausforderungen steht der Religionsunterricht heute? Was hat sich verändert, etwa im Hinblick auf den Hintergrund der Erklärung der Würzburger Synode „Der Religionsunterricht in der Schule“ (1974)?

2. Wie kann man auf diese Herausforderung reagieren? Welchen konzeptionellen Leitlinien muss ein zukunftsfähiger Religionsunterricht folgen, um ihnen entsprechen zu können?

3. Konkretisieren Sie Ihre Ausführungen an einem selbst gewählten Themenbereich des Religionsunterrichts in der Grundschule!

Prüfungstermin: Herbst 2011

Thema Nr. 1

In unserer lauten Welt Stille spüren, meditative Wege beschreiten und Gebete als Möglichkeiten einer Gottesbeziehung erfahren.

1. Skizzieren Sie das Aufwachsen heutiger Kinder und zeigen Sie Chancen, aber auch Gefahren und Grenzen von Stilleübungen, meditativen Übungen sowie Gebeten im Religionsunterricht auf!

2. Zeichnen Sie anhand theologischer und religionspädagogischer Überlegungen nach, warum Stille, Meditation sowie Gebete für unseren und in unserem Glauben unverzichtbar sind!

3. Zeigen Sie konkrete Möglichkeiten, Anlässe und Formen auf, wie bereits Kinder im Primarbereich Stille, Meditation wie auch Gebete als sinnvoll und bereichernd erfahren können!

Thema Nr. 2

„Die Möglichkeit einer Korrelation von ‚Glaubensinhalt – Lebenssituation heute‘ […] basiert darauf, daß der Entstehungsprozeß christlicher Glaubensinhalte im Kontext menschlicher Erfahrungen zu denken ist“ (Paul Schladoth)

1. Erläutern Sie mit Bezug auf das obige Zitat, was ‚Korrelation‘ in theologischer und didaktischer Hinsicht bedeutet!

2. Benennen Sie Argumente, die für und gegen eine korrelative Didaktik im Religionsunterricht sprechen, und formulieren Sie eine eigene, begründete Prosition zu Chancen wie Grenzen einer solchen Didaktik in der Grundschule!

3. Skizzieren Sie eine Sequenz von drei Unterrichtsstunden, die das Lehrplanthema „Leid und Tod lösen viele Fragen aus“ (Jahrgangsstufe 4) in korrelativer Weise zu erschließen sucht!

Thema Nr. 3

Religionsunterricht in der Grundschule ist in besonderer Weise auf ästethisches Lernen angewiesen.

1. Begründen Sie, warum der Ästhetikbegriff in der allgemeinpädagogischen und in der religionsdidaktischen Diskussion einen so großen Stellenwert bekommen hat!

2. Ästhetisches Lernen kennt verschiedene Dimensionen.

Erläutern Sie diese und zeigen Sie auf, inwieweit hierin biblische bzw. theologische Anliegen aufgenommen werden!

3. Entwerfen Sie eine kurze Unterrichtssequenz zu einem Lehrplanthema der Grundschule, in der die Vielgestaltigkeit ästhetischen Lernens zur Geltung kommt!

Prüfungstermin: Frühjahr 2022

Thema Nr.1
Lernen mit Symbolen


1. Erläutern Sie, was „Symbol“ bedeutet, welche Funktionen es erfüllen kann und welche Relevanz ihm in religiösen Zusammenhängen zukommt!

2. Stellen Sie zwei religionsdidaktische Ansätze einer Symboldidaktik dar und diskutieren Sie Vor- und Nachteile der beiden Ansätze für die Mittelschule!

3. Entwerfen Sie eine Unterrichtsdoppelstunde für den katholischen Religionsunterricht an der bayerischen Mittelschule, die symbolisches Lernen der Schülerinnen und Schiller ermöglicht!

 

Thema Nr. 2
Ein Ziel biblischen Lernens im Religionsunterricht besteht darin, dass „Lernende selbstorganisiert und selbständig Bedeutungen des biblischen Textes für sich entdecken“ (Joachim Theis 2021 ).


1. Stellen Sie Schwierigkeiten dar, die Jugendliche bei der Begegnung mit biblischen Texten haben und die einer „Entdeckung von Bedeutung“ entgegenstehen!


2. Erläutern Sie Schritte einer Erarbeitung biblischer Texte im Unterricht! Verdeutlichen Sie, wie diese Schritte selbstorganisiertes und selbständiges „Entdecken von Bedeutungen“ fördern!


3. Skizzieren Sie eine Doppelstunde für den katholischen Religionsunterricht an bayerischen Mittelschulen, in der mithilfe einer flexiblen Berücksichtigung der beschriebenen Unterrichtsschritte die Deutung einer ausgewählten biblischen Perikope durch die Lernenden initiiert wird!

 

Thema Nr. 3
,,Konstruktionsleistungen“ und „Theologieproduktivität“ von Jugendlieben sind für das Konzept der Jugendtheologie zentral.


1. Erläutern Sie das Konzept eines Theologisierens mit Jugendlichen! Berücksichtigen Sie dabei Zielperspektiven sowie die verschiedenen Dimensionen von Jugendtheologie als „Theologie von/für/mit Jugendlichen“!


2. Skizzieren Sie Merkmale des theologischen Gesprächs mit Jugendlichen und erläutern Sie die Rollen der Lehrkraft beim Prozess des Theologisierens! Diskutieren Sie Herausforderungen und Chancen der theologischen Gesprächsführung!


3. Konzipieren Sie eine dreistündige Unterrichtssequenz zu einem selbst gewählten Aspekt des Themenbereiches „Gottesfrage“, die Mittelschülerinnen und Mittelschüler entsprechend der verschiedenen jugendtheologischen Dimensionen zu einer reflektierten Positionierung herausfordert!

 

Prüfungstermin: Herbst 2021

Thema Nr.1
Die reflexive Begegnung mit religiös-konstitutiver Welterfahrung stellt laut Deutschem PISA-Konsor­tium einen wesentlichen Aspekt von Allgemeinbildung dar.


1.    Erläutern Sie anhand von zwei einschlägigen religionssoziologischen Theorien, welchen gesell­schaftlichen und individuellen Stellenwert Religionen gegenwärtig in der Bundesrepublik Deutsch­land besitzen! Belegen Sie Ihre Ausführungen mit Ergebnissen empirischer (Jugend-)Studien!


2.    Stellen Sie Grundzüge eines korrelativ angelegten Religionsunterrichts dar und bewerten Sie, ob diese Idee von Religionsunterricht passend für gegenwärtig aufwachsende Schülerinnen und Schü­ler ist! Berücksichtigen Sie bei Ihrer Bewertung auch die unter Teilaufgabe 1. präsentierten Aspekte!


3.    Entwerfen Sie eine korrelativ angelegte Unterrichtsstunde für den katholischen Religionsunterricht in der Mittelschule in Bayern, an der deutlich wird, wie eine reflexive Begegnung mit religiös­konstitutiver Welterfahrung initiiert werden kann!

 


Thema Nr. 2
„Der Religionsunterricht macht mit Formen gelebten Glaubens vertraut und ermöglicht Erfahrungen mit
Glaube und Kirche“ (Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, 2005, 3.2).


1.    Legen Sie dar, inwiefern die oben genannte Forderung eine zentrale Aufgabe des katholischen Re­ligionsunterrichts ist! Berücksichtigen Sie dabei auch die Umstände, unter denen Jugendliche heute aufwachsen!


2.    Legen Sie dar, was unter performativem Lernen verstanden werden kann! Erläutern Sie dabei Chan­cen sowie Kritikpunkte in Bezug auf performatives Lernen im katholischen Religionsunterricht!


3.    Zeigen Sie anhand von drei Unterrichtsbausteinen auf, wie im katholischen Religionsunterricht der Mittelschule in Bayern performativ gelernt und gearbeitet werden kann!

 


Thema Nr. 3
Im katholischen Religionsunterricht lernen die Schülerinnen und Schüler, Religion in verschiedenen Ausprägungen zu entdecken und das Leben von Religion her zu deuten.


1.    Skizzieren Sie Aufgaben ästhetischen Lernens im katholischen Religionsunterricht!


2.    Erläutern Sie, was unter „Religion entdecken“ und „das Leben von Religion her deuten“ als Bil­dungsaufgaben im katholischen Religionsunterricht verstanden werden kann!


3.    Skizzieren Sie eine Doppelstunde, die veranschaulicht, wie die oben formulierte Aufgabe im katho­lischen Religionsunterricht an Mittelschulen in Bayern realisiert werden kann!

 

Prüfungstermin: Frühjahr 2021

Thema Nr.1 
Vielen Jugendlichen fällt eine subjektiv ertragreiche und sachlich angemessene Bearbeitung biblischer Texte schwer.

1. Erläutern Sie konkrete Schwierigkeiten, die Jugendliche im Umgang mit biblischen Texten haben! 
2. Stellen Sie zwei bibeldidaktische Konzeptionen vor und zeigen Sie, wie diese Konzeptionen mit ausgewählten Schwierigkeiten der Jugendlichen bei der Bearbeitung biblischer Texte umgehen! 
3. Skizzieren Sie eine Unterrichtsstunde für den Katholischen Religionsunterricht an der bayerischen Mittelschule in Anlehnung an eine bibeldidaktische Konzeption zu einem selbst gewählten Bibeltext! Arbeiten Sie heraus, wie dabei Sach- und Subjektangemessenheit berücksichtigt werden!

Thema Nr. 2 
1. Erörtern Sie ausgehend von religionssoziologischen Studien die Lebens- und Glaubenswelten Jugendlicher und verdeutlichen Sie vor diesem Hintergrund die Aufgaben und Ziele des Religionsunterrichts! 
2. Entfalten Sie den Begriff der religiösen Kompetenz und vergleichen Sie zwei ausgewählte Kompetenzmodelle in Bezug auf deren religionsunterrichtliche Bedeutung! 
3. Entwerfen Sie für den Lernbereich 4 des LehrplanPLUS für Katholische Religionslehre an bayerischen Mittelschulen „Verschiedene Konfessionen – ich und meine Identität“ (Jahrgangsstufe 7) eine Unterrichtsstunde und benennen Sie, inwiefern diese Stunde zur Entwicklung religiöser Kompetenz beitragen kann!

Thema Nr. 3 
Religionsunterricht in der Mittelschule soll „zum Dialog mit den Religionen“ (Sekretariat der deutschen Bischofskonferenz: Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 2005) befähigen.

1. Diskutieren Sie verschiedene theologische und religionsdidaktische Optionen für einen Umgang mit fremden Religionen! 
2. Erläutern Sie zentrale Prinzipien und Lernwege einer aktuellen Didaktik der Weltreligionen! 
3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen exemplarisch an einer Unterrichtssequenz (ca. 3 Stunden) in Zuordnung zum LehrplanPLUS für den katholischen Religionsunterricht an bayerischen Mittelschulen!

Prüfungstermin: Herbst 2020

Thema Nr. 1
Didaktik der Kirchengeschichte

1. Begründen Sie, warum das Lernen an kirchengeschichtlichen Inhalten für die religiöse Bildung von Jugendlichen bedeutsam sein kann!
2. Erläutern Sie Schwierigkeiten, die bei der Initiierung kirchengeschichtlicher Lernprozesse im katholischen Religionsunterricht der Mittelschule zu berücksichtigen sind, und stellen Sie
beachtenswerte Prinzipien einer Didaktik der Kirchengeschichte dar!
3. Entwerfen Sie zwei Unterrichtsbausteine, die unter Berücksichtigung Ihrer Darlegungen zu den Teilaufgaben 1 und 2 veranschaulichen, wie das Thema „Christlicher Widerstand in der Zeit des
Nationalsozialismus“ im katholischen Religionsunterricht an Mittelschulen unterrichtet werden kann!

Thema Nr. 2
„Wie kein anderes Schulfach fragt der Religionsunterricht auf der Grundlage reflektierter Tradition nach dem Ganzen und nach dem Sinn des menschlichen Lebens und der Welt.“
(Synodenbeschluss „Der Religionsunterricht in der Schule“)

1. Stellen Sie in Rückgriff auf einschlägige Dokumente (insbesondere Grundgesetz, oben zitierter Synodenbeschluss, Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“) die
Rahmenbedingungen und Ziele heutigen Religionsunterrichts dar!
2. Ordnen Sie den Ansatz eines performativen Lernens in die unter Teilaufgabe 1 skizzierten Rahmenbedingungen und Ziele des Religionsunterrichts ein! Berücksichtigen Sie dabei
Grundidee, Intentionen und unterrichtspraktische Konsequenzen sowie Chancen und Grenzen dieses Ansatzes!
3. Beschreiben und begründen Sie an drei Unterrichtsbausteinen, wie Schülerümen und Schüler im katholischen Religionsunterricht an der Mittelschule in didaktisch überlegter Weise mit Formen
gelebten Glaubens vertraut gemacht werden können!

Thema Nr. 3
Biblische Gleichnisse – nichts für die Mittelschule?

1. Erläutern Sie, warum biblisches Lernen im katholischen Religionsunterricht der Mittelschule sinnvoll ist!
2. Diskutieren Sie den Einsatz von Gleichnissen im katholischen Religionsunterricht der Mittelschule unter Berücksichtigung von entwicklungspsychologischen Erkenntnissen!
3. Zeigen Sie an einer Gleichniserzählung Ihrer Wahl methodische Möglichkeiten bei der Arbeit mit Gleichnissen im katholischen Religionsunterricht der Mittelschule auf, die das unter den
Teilaufgaben 1 und 2 Dargelegte verdeutlichen!

Prüfungstermin: Frühjahr 2020

Thema Nr.1
Zu einer sinnvollen persönlichen Lebensgestaltung und zur Bewältigung ihres Lebens in der Gemeinschaft benötigen Heranwachsende Werte und Normen.

1. Zeigen Sie im Hinblick auf die heutige Schülerschaft in Mittelschulen die Notwendigkeit ethischen Lernens im katholischen Religionsunterricht auf und erläutern Sie, welche Kompetenzen dabei gefördert werden!
2. Stellen Sie drei verschiedene Modelle ethischen Lernens dar und unterziehen Sie diese einer kritischen Würdigung!
3. Zeigen Sie anhand eines selbst gewählten Unterrichtsbeispiels für den katholischen Religionsunterricht an der bayerischen Mittelschule auf, wie ethisches Lernen im Horizont des christlichen Glaubens verwirklicht werden kann!

Thema Nr. 2
Credo – ich glaube

1. Diskutieren Sie die Notwendigkeit und Problemfelder einer Auseinandersetzung mit dem christlichen Credo im katholischen Religionsunterricht der Mittelschule!
2. Erläutern Sie Zielhorizonte einer Thematisierung des Credos im katholischen Religionsunterricht der Mittelschule!
3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen zu den Teilaufgaben 1. und 2. an einer am gültigen Lehrplan orientierten Doppelstunde für den katholischen Religionsunterricht an der bayerischen Mittelschule!

Thema Nr. 3
Im November 2016 veröffentlichte die Deutsche Bischofskonferenz „Empfehlungen für die Kooperation des katholischen mit dem evangelischen Religionsunterricht“. Damit reagiert sie auf die veränderte sozioreligiöse Ausgangslage in Deutschland und legt einen Rahmen für einen konfessionellen Religionsunterricht vor, der unter anderem kooperativ ausgestaltet werden kann.

1. Stellen Sie Grundzüge des konfessionellen Religionsunterrichts im Rekurs auf rechtliche Rahmenbedingungen, kirchliche Dokumente und religionsdidaktische Entwürfe dar!
2. Charakterisieren Sie zwei alternative Formen zum konfessionellen Religionsunterricht und diskutieren Sie diese bezüglich ihrer rechtlichen Tauglichkeit sowie ihrer religionsdidaktischen und schulorganisatorischen Grenzen und Möglichkeiten!
3. Zeigen Sie an einer dreistündigen Unterrichtssequenz zu einem Thema Ihrer Wahl, was konfessionelle Kooperation zwischen katholischem und evangelischem Religionsunterricht in der bayerischen Mittelschule bedeuten und erreichen kann!

Prüfungstermin: Herbst 2019

Thema Nr.1

Elementarisierung

1. Erläutern Sie das Konzept der Elementarisierung in seinen Anliegen, Zielsetzungen und Dimensionen!
2. Bereiten Sie das Gleichnis vom Senfkorn (Mk 4,30-32) nach dem Elementarisierungsansatz für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 auf!
3. Entwerfen Sie in Rückbezug auf Teilaufgabe 2 eine Unterrichtsstunde für die Jahrgangsstufe 7 der Mittelschule zum Gleichnis vom Senfkorn (LehrplanPLUS Mittelschule, KR 7 Lernbereich 3: Die Evangelien – Glaubenszeugnisse im Kontext der Reich-Gottes-Botschaft)!

Thema Nr. 2

,,Infolge der veränderten religiösen Situation der Kinder und Jugendlichen ( … ) sind die Religionslehrerinnen und Religionslehrer in der Schule für viele Schülerinnen und Schüler die wichtigsten Ansprechpartner in Glaubens- und Lebensfragen.“ (Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, Seite 34)

1. Beschreiben Sie die Kompetenzen, die von der Person der Religionslehrerin bzw. des Religionslehrers erwartet werden!
2. Skizzieren Sie, inwiefern die in Teilaufgabe 1 dargelegten Kompetenzen einen Beitrag zur religiösen Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler leisten können!
3. Zeigen Sie anhand einer konkreten, auf den Lehrplan für Katholische Religionslehre an Mittelschulen in Bayern bezogenen Doppelstunde auf, wie diese Lehrerkompetenzen im Religionsunterricht konkret zum Tragen kommen können!

Thema Nr. 3

„Wenn die Erzählung vom barmherzigen Samariter nur sagt, dass wir helfen sollen, weshalb steht das nicht einfach so da? Wofür brauchen wir dann die seltsame Erzählung?“ (Fragen einer Mittelschülerin)

1. Stellen Sie Schwierigkeiten dar, die einer Bearbeitung biblischer Texte mit Jugendlichen im katholischen Religionsunterricht der Mittelschule vorausgehen!
2. Begründen Sie mithilfe zweier ausgewählter bibeldidaktischer Konzeptionen, weshalb die Verkürzung biblischer Erzählungen auf einen moralischen Imperativ keine religionsdidaktisch plausible Antwort auf die genannten Schwierigkeiten darstellt!
3. Entwerfen Sie für den katholischen Religionsunterricht an der Mittelschule eine Unterrichtsstunde zu Lk 10,25-37 (Gleichnis vom barmherzigen Samariter), die bibeldidaktisch orientiert ist und die in Teilaufgabe 2 genannte Moralisierung vermeidet!

Prüfungstermin: Frühjahr 2019

Thema Nr. 1

Symbole sind Ausdruck einer tieferen Wirklichkeit

1. Charakterisieren Sie den Begriff „Symbol“ und legen Sie die Bedeutung des Symbollernens für den katholischen Religionsunterricht in Mittelschulen dar! Gehen Sie dabei auch auf den damit verbundenen Erwerb von Kompetenzen ein!
2. Stellen Sie zwei symboldidaktische Ansätze dar und bewerten Sie diese in ihren Chancen und Grenzen bezüglich des katholischen Religionsunterrichts mit Mittelschülerinnen und -schülern!
3. Konkretisieren Sie Ihre Darstellungen an einer zweistündigen am Lehrplan orientierten Sequenz, die verdeutlicht, wie Symbollernen in einem zeitgemäßen katholischen Religionsunterricht an der Mittelschule gefördert werden kann!

Thema Nr. 2

Konstruktivismus versus Instruktivismus

1. Erläutern Sie die zentralen Eckdaten des pädagogischen Konstruktivismus in Abgrenzung zu instruktivistischen Vorstellungen von Bildung!
2. Diskutieren Sie die Bedeutung, Reichweite und Grenzen des Konstruktivismus für religiöse Lernprozesse, besonders im Jugendalter!
3. Beschreiben Sie Kennzeichen eines konstruktivistisch orientierten Religionsunterrichts und konkretisieren Sie das an einer Unterrichtsstunde zum aktuell gültigen bayerischen Lehrplan für Katholische Religionslehre an Mittelschulen zu einem Thema nach freier Wahl!

Thema Nr. 3

,,Machen Sie alles, nur nicht Bibel!“

1. Beschreiben Sie mögliche Ursachen für eine Bibel-Müdigkeit von Jugendlichen!
2. Begründen Sie theologisch, bildungstheoretisch und religionspädagogisch, wieso im katholischen Religionsunterricht dennoch nicht auf die Arbeit mit der Bibel verzichtet werden kann!
3. Veranschaulichen Sie die Möglichkeiten eines attraktiven Bibelunterrichts an einer Unterrichtssequenz (Abfolge dreier Stunden) zu einem selbstgewählten Thema aus dem aktuell gültigen bayerischen Lehrplan für Katholische Religionslehre an Mittelschulen!

Prüfungstermin: Herbst 2018

Thema Nr. 1

Laut Synodenbeschluss soll der katholische Religionsunterricht die Frage nach Gott wecken und reflektieren (Beschluss „Der Religionsunterricht in der Schule“, 1974).

1. Beschreiben Sie auf der Grundlage empirischer Daten und entwicklungspsychologischer Erkenntnisse den Gottesglauben und die Gottesvorstellungen Heranwachsender im Mittelschulalter!
2. Zeigen Sie ausgehend vom Konzept einer Kinder- bzw. Jugendtheologie verschiedene Grundideen auf, wie die Gottesfrage im katholischen Religionsunterricht thematisiert werden kann!
3. Entwerfen Sie eine lehrplankonforme Unterrichtsstunde, in der sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 im katholischen Religionsunterricht einer bayerischen Mittelschule mit der biblischen Gotteserfahrung auseinandersetzen! Erläutern Sie die entworfene Unterrichtsstunde in ihrer Gestaltung!

Thema Nr. 2

1. Nennen Sie pädagogische und theologische Gründe für den Einsatz der Bibel im katholischen Religionsunterricht der Mittelschule und setzen Sie diese in Bezug zu dessen Aufgaben, wie sie im Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ (2005) postuliert wurden!
2. Beschreiben Sie zwei bibeldidaktische Modelle und wägen Sie deren Chancen und Schwierigkeiten hinsichtlich des Einsatzes im katholischen Religionsunterricht der Mittelschule ab!
3. Entwerfen Sie für den katholischen Religionsunterricht an der Mittelschule in Bayern eine lehrplankonforme Doppelstunde, die biblisches Lernen ermöglicht und dabei sowohl den Aufgaben
des Religionsunterrichts als auch den skizzierten bibeldidaktischen Modellen gerecht wird!

Thema Nr. 3

Es gehört zum Alltag junger Menschen, dass sie neben dem Christentum anderen Religionen begegnen.

1. Zeigen Sie auf, inwiefern die Pluralisierung als Signum der Postmoderne auch den religiösen Bereich erreicht hat, und benennen Sie Herausforderungen, die sich daraus für religiöse Bildung in der Mittelschule ergeben!
2. Inwieweit ist der konfessionell gebundene Religionsunterricht gefordert, das Phänomen religiöser Pluralität zum Unterrichtsgegenstand zu machen? Erläutern Sie Prinzipien, didaktische Perspektiven
und konkrete Lernschritte für interreligiöses Lernen in der Schule!
3. Machen Sie an einem Unterrichtsbeispiel des katholischen Religionsunterrichts im Umfang von drei Unterrichtsstunden, bezogen auf den gültigen Lehrplan für die Mittelschule in Bayern, deutlich, wie interreligiöse Lernprozesse entsprechend den zu Teilaufgabe 2 angestellten Überlegungen zu gestalten sind!

Prüfungstermin: Frühjahr 2018

Thema Nr. 1

Der Religionsunterricht „wird die Schülerinnen und Schüler auch mit Formen gelebten Glaubens bekannt machen und ihnen eigene Erfahrungen mit Glaube und Kirche ermöglichen.“ (Die deutschen Bischöfe: Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 2005, S. 24)

1. Ordnen Sie diese Äußerung aus dem Positionspapier der deutschen Bischöfe zum Religions-unterricht in die Diskussion um die Konzeptionen und Ziele des Religionsunterrichts seit 1945 ein!
2. Beziehen Sie die genannte Zielausrichtung auf Erkenntnisse der aktuellen Jugendforschung! Stellen Sie dar, ob und inwiefern diese Zielvorgabe für Jugendliche heute passt!
3. Beschreiben Sie an einem, auf den bayerischen Lehrplan bezogenen Unterrichtsbeispiel Ihrer Wahl, wie es im katholischen Religionsunterricht der Mittelschule didaktisch-methodisch gelingen kann, den im Zitat benannten Anspruch konkret umzusetzen!

Thema Nr. 2

Gleichnisse – nichts für die Mittelschule?

1. Erläutern Sie, warum biblisches Lernen in der Mittelschule sinnvoll ist!
2. Diskutieren Sie den Einsatz von Gleichnissen in der Mittelschule unter Berücksichtigung von entwicklungspsychologischen Erkenntnissen!
3. Zeigen Sie an einer lehrplankonformen Unterrichtsdoppelstunde zu einer Gleichniserzählung methodische Möglichkeiten der Arbeit mit Gleichnissen im katholischen Religionsunterricht der Mittelschule auf!

Thema Nr. 3

Ästhetisches Lernen
1. Klären Sie den Begriff „Ästhetisches Lernen“ und beschreiben Sie die Voraussetzungen für das ästhetische Lernen im Alltag heutiger Mittelschüler!
2. Benennen Sie religionsdidaktische Perspektiven des ästhetischen Lernens in der Mittelschule und beurteilen Sie diese in ihrer Bedeutsamkeit für heutige Heranwachsende!
3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen in einer lehrplankonformen Unterrichtsstunde für den katholischen Religionsunterricht an der bayerischen Mittelschule, welche die Vielgestaltigkeit ästhetischen Lernens erkennen lässt!

Prüfungstermin: Herbst 2017

Thema Nr. 1

,,Der Religionsunterricht macht mit Formen gelebten Glaubens vertraut und ermöglicht Erfahrungen mit Glaube und Kirche“ (Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen 2005).

1. Legen Sie dar, inwiefern die oben genannte Forderung eine zentrale Aufgabe des Religionsunterrichts darstellt! Berücksichtigen Sie dabei auch die Umstände, unter denen Jugendliche heute aufwachsen!
2. Legen Sie dar, was unter performativem Lernen verstanden werden kann! Erläutern Sie dabei Chancen sowie mögliche Schwierigkeiten und Kritikpunkte!
3. Zeigen Sie anhand von zwei Unterrichtsbeispielen auf, wie im Religionsunterricht der Mittelschule performativ gelernt und gearbeitet werden kann!

Thema Nr. 2

Biografien enthalten reichhaltige Lernmöglichkeiten.

1. Legen Sie im Rückgriff auf ( religions-)soziologische Studien dar, warum Heranwachsenden in der heutigen Zeit vielfältige Orientierungsmöglichkeiten angeboten werden müssen!
2. Entfalten Sie Vor- und Nachteile eines Lernens an und mit Heiligen und sogenannten „Helden des Alltags“ im Hinblick auf einen zeitgemäßen Religionsunterricht!
3. Zeigen Sie anhand einer Unterrichtsstunde auf, wie im Religionsunterricht der Mittelschule mit Biografien gearbeitet und an ihnen gelernt werden kann!

Thema Nr. 3

Der katholische Religionsunterricht in der Schule steht angesichts der Postmoderne vor neuen Herausforderungen.

1. Legen Sie – möglichst unter Rückgriff auf aktuelle empirische Studien und auf kirchliche Dokumente zum Religionsunterricht – dar, wie sich die veränderte religiöse Situation der Gegenwart darstellt!
2. Erörtern Sie, welche Probleme und Chancen sich aus dieser Situationsanalyse für die Thematisierung der Gottesfrage im Religionsunterricht der Mittelschule ergeben!
3. Verdeutlichen Sie Ihre Darlegungen zu den Teilaufgaben 1 und 2 an einer Unterrichtseinheit zu einem frei gewählten Unterrichtsthema zur Gottesfrage aus dem Lehrplan der Mittelschule! Gehen Sie bei der Darstellung Ihrer Unterrichtseinheit auf zu erwartende Schwierigkeiten auf Seiten der
Schülerinnen und Schüler, aber auch auf mögliche Lernchancen ein!

Prüfungstermin: Frühjahr 2017

Thema Nr. 1

Ethisches Lernen stellt einen inhaltlichen Schwerpunkt des Religionsunterrichts in der Mittelschule dar.

1. Erläutern Sie die Relevanz dieses Lernbereichs unter Berücksichtigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen!
2. Stellen Sie unterschiedliche Modelle ethischen Lernens vor und wägen Sie deren Vor- und Nachteile ab!
3. Entwickeln Sie eine Unterrichtssequenz (3-4 Unterrichtsstunden) zu einem ausgewählten Lehrplanthema der Bayerischen Mittelschule! Zeigen Sie dabei auf, wie den Schülerinnen und Schülern ermöglicht werden kann, verantwortungsvoll ethisch handeln zu lernen!

Thema Nr. 2

„Nach und nach breitet sich die ( … ) Erkenntnis aus, dass die als Wirklichkeit ausgegebene Welt des Großen und des Kleinen eine aus sinnlicher Wahrnehmung und geistiger Deutung konstruierte Vorstellung von Wirklichkeit ist – eingespannt in geschichtlich-soziale Kontexte.“ (Gottfried Bitter,
in: NHRPG, 236)

1. Beschreiben Sie die Aufgaben und Ziele, die der katholische Religionsunterricht verfolgt!
2. Stellen Sie das Modell des ästhetischen Lernens im Religionsunterricht dar und skizzieren Sie, wie die Aufgaben des Religionsunterrichts durch ästhetisches Lernen erreicht werden können!
3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen anhand einer Unterrichtsstunde, in der ästhetisches Lernen der Schülerinnen und Schüler angeregt wird!

Thema Nr. 3

Durch die große Zahl von Flüchtlingen und Asylsuchenden, die in den letzten Jahren nach Deutschland kamen, werden sich Gesellschaft und Kultur nachhaltig verändern.

1. Diskutieren Sie, ob bzw. inwiefern Erfahrungen von Flucht und Vertreibung in biblischen Texten für glaubende, suchende und sich als nicht-gläubig bezeichnende Schülerinnen und Schüler ein Verstehens- und Deutungspotential für die heutige gesellschaftliche Situation bieten können!
2. Stellen Sie ein Modell biblischen Lernens vor, mit dessen Hilfe Sie solche Texte schülergerecht im Unterricht thematisieren können!
3. Konkretisieren Sie Ihre Erkenntnisse an einem biblischen Text Ihrer Wahl zum Thema Flucht und Vertreibung, indem Sie zwei einzelne Unterrichtsbausteine entwickeln!

Prüfungstermin: Herbst 2016

Thema Nr. 1

Religionsunterricht will den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten bieten, ihre individuellen Erfahrungen mit Erfahrungskontexten, die der christliche Glauben eröffnet, in einen Wechselbezug zu bringen.

1. Erläutern Sie im Rückgriff auf zwei theologische Positionen zum Aspekt der „Korrelation“ (z. B. die von Paul Tillich, Edward Schillebeeckx, …), was es bedeuten kann, im Religionsunterricht die Erfahrungsdimension zu berücksichtigen!

2. Bewerten Sie die Idee eines korrelativ angelegten Religionsunterrichts in ihren Chancen und Grenzen – gerade auch angesichts der Beobachtung, dass Schülerinnen und Schüler zunehmend weniger eigene Erfahrungen mit Religion und Glaube besitzen!

3. Stellen Sie Intentionen eines performativ ausgerichteten Religionsunterrichts dar und diskutieren Sie sodann, inwiefern dadurch in der öffentlichen Schule auf das Difizit an religiösen Erfahrungen der Lernenden reagiert werden kann!

Thema Nr. 2

Interreligiöses Lernen – eine zentrale Aufgabe des Religionsunterrichts

1. Erläutern Sie die gesellschaftlichen Herausforderungen, von denen aus eine Intensivierung des interreligiösen Lernens auch innerhalb eines konfessionellen Religionsunterrichts als unverzichtbar erscheint!

2. Beschreiben Sie zentrale Zieloptionen, Prinzipien und didaktische Ansätze eines interrleigiösen Lernens!

3. Beschreiben Sie eine Unterrichtssequenz (mehrere Schulstunden) im Religionsunterricht an Haupt- bzw. Mittelschulen, mit der Sie die in den ersten beiden Fragen skizzierten Herausforderungen und didaktischen Leitlinien angehen bzw. umsetzen können!

Thema Nr. 3

Vorbilder, Modelle, Stars, Leitfiguren spielen im Leben von Jugendlichen eine große Rolle. Indem Sie sich „mit ihren Leitfiguren und Leitbildern auseinandersetzen, können sie eigene Lebensvorstellungen und Wünsche bewusst wahrnehmen“ (Lehrplan für Katholische Religionslehre an den bayerischen Hauptschulen, 2004, S. 21)

1. Legen Sie dar, warum und wie Vorbilder, Modelle, Stars und Leitfiguren eine besondere Chance für biographisches Lernen im Religionsunterricht darstellen!

2. Erörtern Sie die Chancen und Ziele biographischen Lernens in der Haupt- bzw. Mittelschule! Berücksichtigen Sie dabei soziologische Erkenntnisse der Jugendforschung sowie entwicklungspsychologische Aspekte!

3. Konkretisieren Sie Ihre Ausführungen anhand eines Beispiels aus dem Bereich von Vorbildern, Modellen, Stars und Leitfiguren Ihrer Wahl! Zeigen Sie mittels einer Unterrichtsstunde exemplarisch auf, warum, mit welchen Zielen und mit welchen methodischen Bausteinen biographisches Lernen im Religionsunterricht möglich und sinnvoll werden kann!

Prüfungstermin: Frühjahr 2016

Thema Nr. 1

„Es ist offensichtlich, dass die Schülerschaft im Religionsunterricht bunt gemischt ist und dass die Facetten ihrer Religiosität pluriform sind. (…) Es gibt ein vielgestaltiges religiöses Suchen und Fragen, das nicht ohne Weiteres mit Inhalten und Formen der christlichen Tradition identisch ist.“ (Hans-Georg Ziebertz)

1. Erläutern Sie die rechtlichen Grundlagen des Religionsunterrichts in Deutschland!

2. Beschreiben Sie unter Rückgriff auf empirische Studien die veränderte religiöse Sozialisation heutiger Kinder und Jugendlicher! Zeigen Sie auf, welche Anfragen sich daraus für die Gestalt und die Gestaltung des Religionsunterrichts ergeben (z. B. Organisationsform, Lernmodus, …)!

3. Entfalten Sie ein performatives Unterrichtsbeispiel, welches die Religionsfreiheit der Schülerinnen und Schüler ernst nimmt!

Thema Nr. 2

Glaube und Religion sind nicht an die herkömmlichen Lernorte Familie, Gemeinde und Religionsunterricht gebunden, sondern begegnen Schülerinnen und Schülern der Haupt- bzw. Mittelschule auch an nichtintentionalen Lernorten.

1. Unterscheiden Sie die Begriffe „Glaube“ und „Religion“ und zeigen Sie auf, inwiefern diese Differenz für religiöses Lernen wichtig ist!

2. „Öffentlichkeit“ ist ein profaner Lernort, der aber religionsproduktiv ist. Erläutern Sie dies, indem Sie Ihr Augenmerk auf die Medien und auf populäre Kultur richten!

3. Wie könnte der Religionsunterricht konzeptionell auf das Phänomen solcher religionsproduktiver Orte des Profanen reagieren?

4. Skizzieren Sie Unterrichtsbausteine, an denen deutlich wird, dass Medien oder Popularkultur es erlauben, eine Brücke zu Religion bzw. Glaube zu schlagen!

Thema Nr. 3

Das Lernen von und mit Symbolen ist in einem zeitgemäßen Religionsunterricht unerlässlich.

1. Zeigen Sie die Wichtigkeit von Symbolen für religiöse Lernprozessse gerade im Hinblick auf die heutige Jugend auf!

2. Legen Sie dar, welche Chancen und Möglichkeiten, aber auch welche Schwierigkeiten und Herausforderungen das Symbollernen mit sich bringt! Berücksichtigen Sie dabei entwicklungspsychologische Erkenntnisse!

3. Stellen Sie anhand dreier Unterrichtsbausteine dar, wie im Religionsunterricht der Haupt- bzw. Mittelschule symbolorientiert gearbeitet und gelernt werden kann!

Prüfungstermin: Herbst 2015

Thema Nr. 1

Religionsunterricht ist in Deutschland konfessionell organisiert.

1. Begründen Sie – unter anderem im Rückgriff auf die Gesetzeslage und einschlägige kirchliche Dokumente -, warum Religionsunterricht an öffentlichen Schulen konfessionell erteilt wird und was dies genau bedeutet!

2. Erläutern und bewerten Sie zwei alternative Modelle zu einem konfessionellen Religionsunterricht!

3. Konzipieren Sie zum Thema „Evangelische und katholische Kirchenräume. Ein Vergleich“ zwei Elemente einer kirchenpädagogischen Erkundung, die konfessionell kooperativ angelegt ist, und belegen Sie daran den Mehrwert einer konfessionellen Kooperation von katholischem und evangelischem Religionsunterricht!

Thema Nr. 2

Menschen wachsen und werden erwachsen, so muss es auch mit dem Glauben an Gott sein!

1. Erläutern Sie die Aussage anhand entwicklungspsychologischer Theorien!

2. Stellen Sie Aspekte dar, die eine Religionsdidaktik beachten muss, welche diesen Wachstumsprozess unterstützt!

3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen an einer Doppelstunde in einer entsprechenden Jahrgangsstufe!

Thema Nr. 3

„Religion als Ausdruck menschlichen Denkens und Vorstellens ist ohne das Erzählen nicht möglich.“ (Martin Pranieß)

1. Entfalten Sie Argumente, die grundsätzlich dafür sprechen, die Bibel in heutiger Zeit im Raum der öffentlichen Schule zum Thema werden zu lassen!

2. Erläutern Sie, was Erzählen von anderen Formen menschlicher Mitteilung unterscheidet und welche Bedeutung dem Erzählen in der Bibel selbst zukommt!

3. Zeigen Sie Aspekte auf, die zu beachten sind, um biblische Erzählungen im Unterricht angemessen zu präsentieren und zu ergründen! Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen am Beispiel einer Unterrichtsstunde zu der Parabel von den zehn Jungfrauen (siehe Mt 25,1-13 in der Einheitsübersetzung)!

Prüfungstermin: Frühjahr 2015

Thema Nr. 1

Biblische Erzählungen sind ein wesentlicher Bestandteil des Religionsunterrichts und zählen zum lebensbedeutsamen Grundwissen, das die Schülerinnen und Schüler kennenlernen sollen. (Vgl.: Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen)

1. Benennen Sie bildungstheoretische und theologische Gründe für die Notwendigkeit biblischen Lernens im Religionsunterricht!

2. Beschreiben Sie zwei bibeldidaktische Modelle und erörtern Sie diese in ihren Chancen und Grenzen!

3. Skizzieren Sie eine Unterrichtsstunde zu einer biblischen Erzählung Ihrer Wahl, die lebensrelevant für Schülerinnen und Schüler der Haupt- bzw. Mittelschule sein kann!

Thema Nr. 2

Leben und Glauben „der anderen“

1. Erläutern Sie, welche Differenzerfahrungen zu berücksichtigen sind, wenn man eine andere Weltreligion im Religionsunterricht thematisiert!

2. Formulieren Sie zentrale Ziele einer Didaktik des Interreligiösen!

3. Beschreiben Sie, wie Sie über verschiedene Jahrgangsstufen hinweg aufbauendes Lernen im Umgang mit fremden Religionen konzipieren würden!

Thema Nr. 3

„Da das Elemantare etwas ‚Umstrittenes‘ und ‚Aufgegebenes‘, nicht einfach etwas ‚Gegebenes‘ ist, wird auch der Unterricht zu einem gemeinsamen Suchprozess.“ (Nipkow, Karl E., Elementarisierung als Kern der Unterrichtsvorbereitung, in: KatBl 111 (8/1986), 602f.)

1. Stellen Sie das Modell der Elementarisierung in seinen wesentlichen Aspekten und Zielsetzungen dar!

2. Erklären Sie, warum das Modell der Elementarisierung oftmals mit der Planung und Gestaltung biblischer Lehr-Lern-Prozesse verknüpft wird!

3. Elementarisieren Sie die biblische Erzählung Joh 8,1-11 für eine Jahrgangsstufe 8 der Haupt- bzw. Mittelschule!

Prüfungstermin: Herbst 2014

Thema Nr. 1

„Kinder denken nicht wie kleine Erwachsene, sie denken anders.“ (Jean Piaget)

1. Skizzieren Sie zwei Modelle religiöser Entwicklung in ihrem Anliegen und Aufbau! Beschreiben Sie dabei jeweils diejenigen Stufen und Stufenübergänge ausführlicher, mit welchen Sie in der Sekundarstufe I zu rechnen haben!

2. Stellen Sie in nachvollziehbarer Weise dar, welche Konsequenzen sich aus diesen Stufenmodellen religiöser Entwicklung für die Planung und Gestaltung biblischer Lernprozesse ergeben!

3. Zeigen Sie auf, wie Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 im Vergleich zu denjenigen der Jahrgangsstufe 9 die biblische Erzählung Lk 13,10-13 bezogen auf ihre religiöse Entwicklung vermutlich lesen werden! Erläutern Sie nachvollziehbar, welche Stundenziele und welche Erarbeitungsschritte sich deshalb für eine Unterrichtsstunde zu Lk 13,10-13 in einer 5. und einer 9. Klasse anbieten!

Lk 13,10-13

10Am Sabbat lehrte Jesus in einer Synagoge. 11Dort saß eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war, weil sie von einem Dämon geplagt wurde; ihr Rücken war verkrümmt, und sie konnte nicht mehr aufrecht gehen. 12Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte: Frau, du bist von deinem Leiden erlöst. 13Und er legte ihr die Hände auf. Im gleichen Augenblick richtete sie sich auf und pries Gott.

Thema Nr. 2

Religiöse Sozialisation vollzieht sich heute – gerade bei jungen Menschen, die nicht kirchlich gebunden sind – zu einem nicht beträchtlichen Teil am Lernort „Öffentlichkeit“.

1. Arbeiten Sie heraus, inwieweit die Säkularisierungsthese nicht zutrifft – und inwieweit im Gegenteil die Postmoderne religionsproduktiv ist, sich Religiöses in vielfältigen Erscheinungen in der Öffentlichkeit zeigt!

2. Stecken Sie Eckpunkte einer Religionsdidaktik ab, die für heutige Medien- und Popularkultur aufgeschlossen, ihr gegenüber aber nicht unkritisch ist!

3. Zeigen Sie an einer (ca. zweistündigen) Unterrichtseinheit auf, wie ein religiös relevanter Popsong oder Film so erschlossen werden kann, das Brückenschläge zur christlichen Religion ermöglicht werden!

Thema Nr. 3

Biblische Normen als materiale Basis für ethisches Lernen

1. Begründen Sie zentrale Zieldimensionen eines ethischen Lernens im Religionsunterricht!

2. Erläutern Sie die Bedeutung von biblischen Normen des Alten und Neuen Testaments im Kontext der genannten Zieldimensionen!

3. Diskutieren Sie die These: „Der Erwerb von Wertorientierung wird kaum durch spezielle Unterrichtsmethoden gefördert“! Sikizzieren Sie entsprechende Felder ethischer Bildung an der Schule über den unmittelbaren Unterricht hinaus!

Prüfungstermin: Frühjahr 2014

Thema Nr. 1

Es gehört zum Alltag junger Menschen, dass sie neben dem Christentum anderen Religionen begegnen.

1. Zeigen Sie auf, wie die Pluralisierung als Signum der Postmoderne auch den religiösen Bereich erreicht hat, und benennen Sie Herausforderungen, die sich daraus für junge Menschen ergeben!

2. Inwieweit ist der konfessionell gebundene Religionsunterricht gefordert, das Phänomen religiöser Pluralität zum Unterrichtsgegenstand zu machen? Welche Prinzipien, didaktischen Perspektiven und konkreten Lernschritte sind für ein interreligiöses Lernen in Anschlag zu bringen?

3. Machen Sie an einem konkreten Unterrichtsbeispiel, bezogen auf den Lehrplan der Haupt- bzw. Mittelschule, deutlich, wie didaktisch verantwortete interreligiöse Lernprozesse gestaltet werden können!

Thema Nr. 2

„Für die Schüler, die in ihrer Pfarrgemeinde das Sakrament der Firmung empfangen, wird die pfarrgemeindliche Firmvorbereitung durch den Religionsunterricht unterstützt und ergänzt.“ (Lehrplan für Katholische Religionslehre an den bayrischen Hauptschulen, 2004, S. 21)

1. Welche Schwierigkeiten und Chancen stellen sich der Zusammenarbeit von Gemeindekatechese und dem Religionsunterricht an der Haupt- bzw. Mittelschule im Kontext der postmodernen Gesellschaft?

2. Das Sakrament der Firmung wird gegenwärtig kontrovers diskutiert. Welche Ziele und Umsetzungsmöglichkeiten bieten sich speziell dem Religionsunterricht im Blick auf dieses Sakrament?

3. Im Lehrplan Haupt- bzw. Mittelschule werden die Sakramente in einen engen Zusammenhang mit Symbolen gestellt. Was spricht für diese Koppelung? Konkretisieren Sie Ihre Ausführungen am Beispiel der Firmung!

Thema Nr. 3

Eine subjektorientierte Planung und Gestaltung des Unterrichts verlangt von dem Lehrer bzw. der Lehrerin lebenslang die Bereitschaft, sich mit aktuellen wissenschaftlichen Studien zur Lebenswirklichkeit junger Menschen auseinanderzusetzen.

1. Die Shellstudie von 2006 befragte Jugendliche im Alter von 12 – 25 Jahren zu ihrer Religiosität. Stellen Sie zentrale Einsichten dieser Studie vor und erläutern Sie kurz, welche Entwicklung sich in der Folgestudie von 2010 abgezeichnet hat!

2. Ein differenzierteres Bild entsteht durch die Einbeziehung einer entwicklungspsychologischen Perspektive: Kommentieren Sie Ihre Ausführungen zur Frage 1., indem Sie auf das Stufenmodell der „Entwicklung des religiösen Urteils“ von Fritz Oser und Paul Gmünder zurückgreifen!

3. Zeigen Sie anhand von zwei Unterrichtsbausteinen zur Gottesfrage auf, wie Sie dieser in den Fragen 1. und 2. entwickelten differenzierten Wahrnehmung der Lebenswirklichkeit Jugendlicher an der Haupt- bzw. Mittelschule gerecht werden können!

Prüfungstermin: Herbst 2013

Thema Nr. 1

Weltweit betrachtet nimmt der Religionsunterricht, wie er in der Bundesrepublik Deutschland organisiert und konzipiert wird, eine Sonderstellung ein, so dass es hierzulande geboten ist, zwischen kirchlicher Katechese einerseits und dem Religionsunterricht andererseits zu unterscheiden. Wesentlich für dieses besondere Profil des Religionsunterrichts sind dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen.

1. Schildern Sie zunächst die zentralen rechtlichen Regelungen, die dem Religionsunterricht im Hinblick auf die strukturelle Verankerung in der Schule, die beteiligten Personen (Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern) sowie die Ausgestaltung der Inhalte sein besonderes Profil verleihen!

2. Gehen Sie darauf ein, seit wann und aus welchen Gründen zwischen Katechese und Religionsunterricht unterschieden wird, und entwickeln Sie eine Gegenüberstellung beider Handlungsfelder, indem Sie Ziele, Inhalte, Orte, beteiligte Personen usw. beschreiben!

3. Konkretisieren Sie diese Unterscheidung: Zeigen Sie anhand der Vorbereitung auf die Firmung sowohl die jeweiligen Schwerpunkte von Katechese und Religionsunterricht auf und benennen Sie mögliche beiderseitige Grenzüberschreitungen!

Thema Nr. 2

Biblische Themen stellen wichtige Inhalte des Religionsunterrichts an Haupt- bzw. Mittelschulen dar.

1. Nennen Sie Herausforderungen der postmodernen Schülerwelten, die die Bibeldidaktik heute im Blick haben muss!

2. Stellen Sie bildungstheoretische und theologische Begründungen sowie Ziele biblischen Lernens dar!

3. Skizzieren Sie die Grundzüge der dekonstruktiven Bibelarbeit an einem ausgewählten Lehrplanthema!

Thema Nr. 3

Die Auseinandersetzung mit der Theodizee-Problematik führt dazu, dass sich viele Jugendliche innerlich vom Gottesglauben verabschieden.

1. Zeigen Sie den inneren Zusammenhang auf, warum die Theodizee-Problematik gerade in der Zeit des zerbrechenden „mythisch-wörtlichen Glaubens“ (James Fowler) zu einer der zentralen „Einbruchstellen des Gottesglaubens“ (Karl Ernst Nipkow) werden kann!

2. Stellen Sie Wege und Möglichkeiten dar, wie eine sorgsame religionspädagogische Begleitung in den verschiedenen Entwicklungsstufen des Gottesglaubens dabei helfen kann, diese „Brucherfahrung“ in einen religiösen Entwicklungsprozess zu integrieren!

3. Welche Möglichkeiten könnte es – Fowler zufolge – geben, in späteren Lebensphasen und auf „höheren“ Glaubensstufen die Theodizee-Problematik zu verarbeiten?

Prüfungstermin: Frühjahr 2013

Thema Nr. 1

Krise oder Renaissance der Vorbilder?

1. Erläutern Sie die Bedeutung von Vorbildern für Kinder und Jugendliche heute!

2. Diskutieren Sie lernpsychologische Modelle im Umgang mit fremden Biografien und skizzieren Sie einen didaktisch verantworteten Umgang mit Vorbildern im Religionsunterricht!

3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen an einer Unterrichtsreihe an der Haupt- bzw. Mittelschule nach freier Wahl!

Thema Nr. 2

Die Relevanz von interreligiösen Lernprozessen wird immer wichtiger.

1. Erläutern Sie den konzeptionellen Wandel von einer „Didaktik der Weltreligionen“ hin zu einem Ansatz „interreligiösen Lernens“! Stellen Sie zwei unterschiedliche Ansätze interreligiösen Lernens dar!

2. Führen Sie Begründungen für interreligiöses Lernen im Religionsunterricht an und erörtern Sie grundlegende Lerndimensionen!

3. Erarbeiten Sie ein Lernarrangement für die Thematisierung einer konkreten Weltreligion! Wenden Sie dazu einen Ansatz an und beschreiben Sie konkrete Lehr- und Lernschritte!

Thema Nr. 3

Symbollernen im Religionsunterricht ist eine Aufgabe, die Kinder und Jugendliche in der Haupt- bzw. Mittelschule gleichermaßen betrifft.

1. Entfalten Sie den Symbolbegriff und erläutern Sie die Eigenschaften von Symbolen sowie die Bedeutung des Symbollernens für religiöses Lernen!

2. Legen Sie Ziele und Aufgaben des Symbollernens in der Haupt- bzw. Mittelschule dar und berücksichtigen Sie dabei entwicklungspsychologische Erkenntnisse!

3. Welche Wege symbolischen Lernens können in der Haupt- bzw. Mittelschule beschritten werden? Zeigen Sie an einer Unterrichtseinheit, die an den Lehrplan für Haupt- bzw. Mittelschulen angebunden ist, wie ein von Ihnen gewähltes Symbol konkret erschlossen werden kann!

Prüfungstermin: Herbst 2012

Thema Nr. 1

In einer repräsentativen Befragung, die im Jahre 2010 im Auftrag des Bayerischen Rundfunks unter jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren in Bayern druchgeführt wurde, ergaben sich zur Frage „Welche Werte sind Ihnen momentan wichtig?“ folgende Zustimmungswerte:

                                                           sehr wichtig         wichtig

Treue                                                       62%                  29%

Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit                61%                  33%

Liebe                                                        57%                  28%

Verlässlichkeit                                      49%                  44%

Respekt vor anderen Menschen     49%                  43%

….

Genuss, Streben nach Luxus            17%                  40%

Macht(streben)                                      8%                    21%

Religiosität, Glaube                             8%                    17%

                              Quelle: on3-Jugenstudie „Dein 2020“ (2010) 5

1. Umschreiben Sie ethische Trends und Tendenzen, die im vorgelegten Befund erkennbar werden, und diskutieren Sie deren Bedeutung für den katholischen Religionsunterricht!

2. Zeigen Sie nachvollziehbar auf, welche Zielsetzungen ein Religionsunterricht verfolgt, der eine „autonome Ethik im christlichen Horizont“ (Alfons Auer) zu fördern sucht!

3. Stellen Sie anhand von drei moralpädagogischen Konzepten (z.B. Wertekommunikation, Emapthieschulung, …) dar, wie ethisches Lernen in der Schule ermöglicht werden kann!

4. Konkretisieren Sie eines dieser Konzepte am Beispiel einer Unterrichtsstunde zur Frage „Auf das Gewissen hören – was heißt das?“ (8. Jahrgangsstufe)!

Thema Nr. 2

Der Religionsunterricht in der öffentlichen Schule

1. Begründen Sie den Religionsunterricht an der öffentlichen Schule rechtlich und bildungstheoretisch!

2. Stellen Sie dar, welche Voraussetzungen sich aus aktuellen empirischen Umfragen für den konkreten Religionsunterricht ergeben!

3. Wählen Sie einen Aufgabenbereich des Religionsunterrichts aus dem Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ und entwerfen Sie dazu eine konkrete Unterrichtsstunde!

Thema Nr. 3

Religiöse Pluralität als Herausforderung im Religionsunterricht der Mittelschule!

1. Zeigen Sie auf, warum ökumenisches und interreligiöses Lernen für Heranwachsende heute unerlässlich sind und grenzen Sie die Begriffe dabei voneinander ab!

2. Verdeutlichen Sie, welche Zieldimensionen bzw. Kompetenzen bei ökumenischem und interreligösem Lernen angestrebt werden sollen!

3. Konkretisieren Sie Ihre Aussagen anhang geeigneter Wege und Möglichkeiten in der Unterrichtspraxis der Mittelschule!

Prüfungstermin: Frühjahr 2012

Thema Nr. 1

„Die Schüler werden auf der Grundlage des christlichen Verständnisses von Welt und Mensch darin bestärkt, Lebens- und Handlungsgrundsätze für ihre persönliche Lebensgestaltung und für das Zusammenleben mit anderen Menschen zu entwickeln.“ (Fachprofil Lehrplan Hauptschule). Dafür ist das ästhetische Lernen ein religionsdidaktisch angemessenes Prinzip.

1. Beziehen Sie zu dieser Aussage Stellung und klären Sie den Begriff „Ästhetisches Lernen“!

2. Benennen Sie religionsdidaktische Perspektiven des ästhetischen Lernens in der Hauptschule!

3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen in einem Unterrichtsentwurf, der einen direkten Bezug zum Lehrplan der Hauptschule erkennen lässt!

Thema Nr. 2

Die christliche Tradition lebt von „Zeugen des Glaubens“, insofern Glaube auf eine authentische Weitergabe angewiesen ist. Nicht zuletzt deshalb rekurriert Religionsunterricht bei vielen Themen auf biographische Momente. 

1. Charakterisieren Sie in Abgrenzung zu „Vorbild-Lernen“ und zu „Modell-Lernen“ biographisches Lernen als religionsdidaktisches Prinzip!

2. Begründen Sie, warum biographisches Lernen im Religionsunterricht angesichts einer postmodernen Gesellschaft zunehmend bedeutsam wird!

3. Skizzieren Sie – ausgehend von einem geeigneten Lehrplanthema Ihrer Wahl – eine Unterrichtssequenz, die verschiedene Nuancierungen biographischen Lernens im Religionsunterricht der Hauptschule berücksichtigt!

Thema Nr. 3

„Die Theodizeeproblematik“ ist, „die erste und wahrscheinlich größte Schwierigkeit in der Gottesbeziehung überhaupt“. (Karl-Ernst Nipkow)

1. Zeichnen Sie nach, warum die Theodizee-Problematik gerade in der Zeit des zerbrechenden „mythisch-wörtlichen Glaubens“ (James Fowler) zu einer der zentralen „Einbruchstellen des Gottesglaubens“ (Nipkow) werden kann!

2. Skizzieren Sie Wege und Möglichkeiten, wie eine sorgsame religionspädagogische Begleitung durch die verschiedenen Entwicklungsstufen des Gottesglaubens hindurch helfen kann, derartige Brucherfahrungen in den religiösen Entwicklungsprozess aufzunehmen!

3. Zeigen Sie anhand eines Unterrichtsbeispiels auf, wie der Religionsunterricht an der Hauptschule dieses Thema sensibel und lebensbedeutsam aufnehmen kann!

Prüfungstermin: Herbst 2011

Thema Nr. 1

Die Reflexion der grundlegenden Aufgaben und Ziele spielt für die Planung und Gestaltung des Religionsunterrichts eine erhebliche Rolle.

1. Stellen Sie dar, welche Aufgaben der Religionsunterricht vor dem Hintergrund des Bischofspapiers „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ in den Blick zu nehmen hat!

2. Arbeiten Sie heraus, inwiefern diese Aufgaben geeignet sind, angesichts der derzeitigen gesellschaftlichen Herausforderungen die religiöse Mündigkeit von Schülerinnen und Schülern der Haupt-/Mittelschule zu fördern!

3. Entwerfen Sie vor dem Hintergrund dieser Zielperspektiven am Beispiel eines frei gewählten Themenbereichs des Hauptschullehrplans eine methodisch-didaktisch reflektierte Unterrichtseinheit!

Thema Nr. 2

„Die Schüler (…) werden in ihrer Wahrnehmungs-, Ausdrucks- und Urteilsfähigkeit gefördert und angeregt, sich in Worten, Bildern und Symbolen zu äußern.“ – Lehrplan für Katholische Religionslehre an den bayerischen Hauptschulen (2004), S. 19.

1. Inwiefern können Symbole den Hauptschülerinnen und -schülern helfen, ihre Wahrnehmungs-, Ausdrucks- und Urteilsfähigkeit zu schulen und weiterzuentwickeln?

2. Beschreiben Sie die besonderen Chancen und Grenzen von Symboldidaktik für den Religionsunterricht in der Haupt-/Mittelschule! Berücksichtigen Sie dabei die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Symbolen und ‚Zeichen im engeren Sinne‘, entwicklungspsychologische Aspekte und unterschiedliche symboldidaktische Ansätze!

3. Konkretisieren Sie Ihre vorherigen Ausführungen anhand eines Symbols Ihrer Wahl! Was zeichnet dieses Symbol aus? Worin liegt sein Reiz für die Schülerinnen und Schüler? In welchem Unterrichszusammenhang der Haupt-/Mittelschule könnte es sinnvoll eingesetzt werden? In welchen Schritten könnte man konstruktivistisch orientierte Lehr- und Lernprozesse sinnvoll aufbauen?

Thema Nr. 3

Man muss von einem „noch nicht gegebenen Einverständnis“ (K.E. Nipkow) von Jugendlichen zu Religion und Konfession ausgehen.

1. Beschreiben Sie diese These mit Rückgriff auf die entsprechenden soziologischen und psychologischen Daten!

2. Entwickeln Sie ein Modell religiöser Bildung, welches diese kontextuellen Voraussetzungen respektiert, und integrieren Sie in die Darstellung eine Skizzierung der entsprechenden Ziele religiöser Bildung!

3. Welche Kompetenzen benötigen Lehrende für solche religiösen Lernprozesse?

Prüfungstermin: Frühjahr 2022

Thema Nr.1
,,,Interreligiöses Lernen‘ ist zu einer anspruchsvollen Bildungsaufgabe geworden.“ (Stephan Leimgruber: Interreligiöses Lernen, München 2007, 16)


1. Nennen Sie gesellschaftliche, bildungstheoretische und theologische Gründe für interreligiöses Lernen im katholischen Religionsunterricht der Mittelschule!


2. Stellen Sie ein Konzept interreligiösen Lernens vor und benennen Sie Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler durch interreligiöses Lernen erwerben sollen!


3. Zeigen Sie anhand einer Unterrichtsdoppelstunde, die einen Bezug zum LehrplanPLUS Bayern aufweist, wie interreligiöses Lernen in der Mittelschule methodisch-didaktisch umgesetzt werden kann!

 

Thema Nr. 2
Das Modell der Elementarisierung „kann als didaktische Konkretisierung des Korrelationsprinzips verstanden werden“ (Hans Mendl).


1. Erläutern Sie das Elementarisierungsmodell in seiner grundsätzlichen Zielsetzung und seinen einzelnen Dimensionen!


2. Nehmen Sie begründet zur These von Mendl Stellung, dass das Elementarisierungsmodell die Idee der Korrelation konkretisiere!


3. Untersuchen Sie die Bartimäuserzählung (Mk 10,46-52) mit Blick auf die unterschiedlichen Elementarisierungsdimensionen und umreißen Sie auf Grundlage dieser Analyse eine Unterrichtsstunde in der fünften Jahrgangsstufe des katholischen Religionsunterrichts der Mittelschule in Bayern, die diese Erzählung zugänglich werden lässt!

Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß am Weg ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! Viele befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. Und Jesus fragte ihn: Was willst du, dass ich dir tue? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dich gerettet. Im gleichen Augenblick konnte er sehen und er folgte Jesus auf seinem Weg nach. (Mk 10, 46-52)

 

Thema Nr. 3
Es gibt kein wirklich bedeutsames religiöses Lernen ohne eine gute Religionslehrerin bzw. einen guten Religionslehrer.


1. Beschreiben Sie die Rolle von Religionslehrerinnen und Religionslehrern, wie sie in wichtigen kirchlichen Dokumenten zum katholischen Religionsunterricht umrissen wird! Gehen Sie dazu auf wenigstens zwei der folgenden Dokumente ein: Synodenbeschluss „Der Religionsunterricht in der Schule“, ,,Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“, ,,Die Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts“!


2. Skizzieren Sie davon ausgehend ein Kompetenzprofil, über das Religionslehrerinnen und Religionslehrer in der Mittelschule heute verfügen sollten!


3. Legen Sie dar, welche Bedeutung die persönliche Spiritualität einer Religionslehrerin/eines Religionslehrers für ihre/seine berufliche Tätigkeit hat!
 

 

Prüfungstermin: Herbst 2021

Thema Nr.1
Symbole sind die Sprache der Religion!


1. Skizzieren Sie, was unter Symbol und Zeichen verstanden werden kann!


2. Stellen Sie zwei religionsdidaktische Konzepte einer Symboldidaktik dar und diskutieren Sie die Vor- und Nachteile der beiden Konzepte für die Mittelschule!


3. Entwerfen Sie eine Unterrichtsdoppelstunde, die symbolisches Lernen der Schülerinnen und Schüler, wie unter Teilaufgabe 1. und 2. beschrieben, ermöglicht!

 

Thema Nr. 2
Lernen im Kirchenraum


1. Erläutern Sie grundlegende Herausforderungen (Schülerinnen/Schüler und Schule, System Schule, Gesellschaft), die zu bedenken sind, wenn man mit einer Schulklasse eine kirchenraumpädagogische Exkursion plant!


2. Skizzieren Sie zentrale Ziele einer Pädagogik des Kirchenraums!


3. Konzipieren Sie eine kirchenraumpädagogische Exkursion für eine Lerngruppe im Religionsunterricht!

 

Thema Nr. 3
,,Jahrgangsstufenmotiv, Verantwortung‘: In der Jahrgangsstufe 9 setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrem beruflichen Werdegang auseinander, um grundlegende Perspektiven für ihre Zukunft zu entwickeln, und übernehmen so Verantwortung für sich selbst.
Die Schülerinnen und Schüler verstehen ihre eigene und die Würde jedes Menschen im Kontext des biblisch-christlichen Menschenbildes und zeigen so Bereitschaft, auf der Grundlage reflektierter Werte und Normen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.“
(LehrplanPLUS Bayern, Mittelschule, Katholische Religionslehre, Grundlegende Kompetenzen zum Ende der Jahrgangsstufe 9, Regelklasse)


1. Nennen Sie pädagogische und theologische Argumente für den katholischen Religionsunterricht im Fächerkanon der Mittelschule!


2. Skizzieren Sie das religionsdidaktische Prinzip des ästhetischen Lernens und zeigen Sie auf, wie durch dieses das Jahrgangsstufenmotiv „Verantwortung“ in der Mittelschule verwirklicht werden kann!


3. Veranschaulichen Sie anhand einer Doppelstunde, wie das Thema „Verantwortung“ im katholischen Religionsunterricht schülerorientiert und lebensweltlich relevant umsetzbar ist!

 

Prüfungstermin: Frühjahr 2021

Thema Nr.1 
Elementarisierung als Planungsprinzip des Religionsunterrichts 
1. Erläutern Sie die Herkunft und die Bedeutung des didaktischen Modells der Elementarisierung für den Prozess der Planung von Religionsunterricht! 
2. Skizzieren Sie die verschiedenen Teilschritte einer elementarisierenden Unterrichtsvorbereitung und zeigen Sie jeweils auf, über welche Fähigkeiten Lehrerinnen und Lehrer verfügen müssen, um diesen Schritt zu planen! 
3. Konkretisieren Sie das Elementarisierungsmodell an einem frei gewählten Thema aus dem aktuellen Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an bayerischen Mittelschulen!

Thema Nr. 2 
Der konfessionelle Religionsunterricht an Mittelschulen steht vor einer Reihe an Herausforderungen. 
1. Skizzieren Sie die Idee des konfessionellen Religionsunterrichts und zeigen Sie aktuelle Herausforderungen in Bezug auf das Konfessionalitätsprinzip auf!
2. Erläutern Sie Möglichkeiten einer konfessionell-kooperativen Zusammenarbeit im Religionsunterricht der Mittelschule, berücksichtigen Sie dabei Chancen und Grenzen! 
3. Skizzieren Sie eine konfessionell-kooperativ ausgerichtete dreistündige Unterrichtssequenz zu einem selbst gewählten Inhaltsbereich des LehrplanPLUS für den katholischen Religionsunterricht an bayerischen Mittelschulen!

Thema Nr. 3 
Die Bibel im Religionsunterricht 
1. Nennen Sie pädagogische und theologische Gründe für den Einsatz der Bibel im katholischen Religionsunterricht der Mittelschule und setzen Sie diese in Bezug zu den Aufgaben des Religionsunterrichts, wie sie im Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ (2005) postuliert wurden! 
2. Beschreiben Sie ein bibeldidaktisches Modell, das für Ihre Schulart geeignet ist! 
3. Entwerfen Sie eine Doppelstunde zu einem selbst gewählten Thema des aktuellen bayerischen Lehrplans für den katholischen Religionsunterricht an der Mittelschule, die biblisches Lernen ermöglicht und dabei sowohl den Aufgaben des Religionsunterrichts als auch dem skizzierten bibeldidaktischen Modell gerecht wird!

Prüfungstermin: Herbst 2020

Thema Nr. 1
,,Bitte mach keinen Heiligen aus mir!“
1. Diskutieren Sie die didaktischen Vor- und Nachteile der Auseinandersetzung mit Heiligen einerseits und Helden des Alltags andererseits für biografisches Lernen! Diskutieren Sie ferner,ob Kinder und Jugendliche heute überhaupt Vorbilder brauchen!
2. Erläutern Sie Ziele eines Umgangs mit fremden Biografien im katholischen Religionsunterricht und zeigen Sie lernpsychologisch verantwortbare Wege eines Lernens an fremden Biografien aufl
3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen zu den Teilaufgaben 1 und 2 an einer Unterrichtssequenz (drei Unterrichtsstunden) in Zuordnung zu einem geeigneten Thema des Lehrplans für den
katholischen Religionsunterricht in der Mittelschule!

Thema Nr. 2
Wertebildung ist eine Aufgabe der gesamten Schule. Der katholische Religionsunterricht trägt zu ihr auf besondere Weise bei.
1. Beschreiben Sie, welche spezifischen Akzente der katholische Religionsunterricht für die Wertebildung in der Schule setzen kann!
2. Verdeutlichen Sie den Beitrag des katholischen Religionsunterrichts zur Wertebildung an zwei ausgewählten Modellen, die Wertebildung auf unterschiedliche Weise fördern!
3. Skizzieren Sie zwei Unterrichtsstunden für den katholischen Religionsunterricht an der bayerischen Mittelschule, die einen Beitrag zur Wertebildung von Schülerinnen und Schülern der Mittelschule anzielen! Setzen Sie dabei Elemente eines Modells der Wertebildung praktisch um!

Thema Nr. 3
„Der Religionsunterricht vermittelt strukturiertes und lebensbedeutsames Grundwissen über den Glauben der Kirche.“ (DBK, Der RU vor neuen Herausforderungen, 2005, 18)
1. Benennen Sie Ergebnisse zweier empirischer Studien, die Aufschluss über die religiöse Sozialisation von Schülerinnen und Schülern der Mittelschule geben können!
2. Stellen Sie ein bibeldidaktisches Konzept Ihrer Wahl vor und argumentieren Sie, inwiefern dieses – auch im Hinblick auf ihre religiöse Sozialisation – Schülerinnen und Schüler der
Mittelschule ansprechen und ihnen dadurch lebensbedeutsames Grundwissen vermitteln kann!
3. Skizzieren Sie eine Unterrichtsdoppelstunde, die bezogen auf den aktuellen Lehrplan der Mittelschule in Bayern lebensbedeutsames biblisches Lernen ermöglichen kann!

Prüfungstermin: Frühjahr 2020

Thema Nr.1
Religion nimmt Mensch und Welt aus einer Perspektive wahr: als ob es Gott gäbe. Religionsunterricht fordert Schülerinnen und Schüler auf, sich mit dieser Perspektive kompetent auseinanderzusetzen.
1. Stellen Sie vor dem Hintergrund empirischer Untersuchungen dar, welche Einstellungen Jugendliche zu Religion und insbesondere zur Gottesfrage in den Religionsunterricht mitbringen!
2. Beschreiben Sie ästhetische Bildung im Religionsunterricht als ein Prinzip, das die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit der oben genannten Perspektive fördert!
3. Skizzieren Sie eine Doppelstunde im Fach Katholische Religionslehre der Mittelschule, die eine Auseinandersetzung heutiger Schülerinnen und Schüler mit der oben genannten Perspektive ermöglicht!

Thema Nr. 2
,,Fremde“ Religionen sind ein selbstverständlicher Lernbereich des katholischen Religionsunterrichts.
1. Stellen Sie einen Ansatz interreligiösen Lernens vor! Arbeiten Sie dabei dessen Grundideen, Intentionen und Lernwege heraus!
2. Begründen Sie nachvollziehbar, warum im konfessionellen Religionsunterricht andere Religionen thematisiert werden sollen! Zeigen Sie anschließend Chancen und Grenzen interreligiösen Lernens am Lernort Schule auf!

3. Entwerfen Sie für den katholischen Religionsunterricht an der Mittelschule eine Unterrichtsstunde zu einem „fremdreligiösen“ Zeugnis aus dem Judentum (.Tahrgangsstufe 6) oder dem Islam (Jahrgangsstufe 7)! Begründen Sie die Auswahl des gewählten Zeugnisses und beziehen Sie sich bei der Unterrichtsplanung erkennbar auf einen Ansatz interreligiösen Lernens!

Thema Nr. 3
Erinnerungsorientiertes Lernen
1. Erläutern Sie die Bedeutung erinnerungsorientierten Lernens aus anthropologischer und theologischer Sicht!
2. Skizzieren Sie religionsdidaktische Leitlinien erinnerungsorientierten Lernens und bewerten Sie dieses in seinen Potenzialen und Grenzen!
3. Konkretisieren Sie für den katholischen Religionsunterricht an der Mittelschule Ihre Überlegungen aus Teilaufgabe 2. hin auf ein Nahraumprojekt aus der regionalen Kirchengeschichte!

Prüfungstermin: Herbst 2019

Thema Nr. 1
Symbole eröffnen gemäß Paul Tillich „eine Wirklichkeitsschicht, die der nichtsymbolischen Redeweise unzugänglich ist“.
1. Erläutern Sie die Bedeutung von Symbolen für die christliche Religion und veranschaulichen Sie vier wesentliche Merkmale von Symbolen an einem je passenden Beispiel!
2. Stellen Sie zwei religionsdidaktische Entwürfe zum Symbollernen dar und arbeiten Sie dabei heraus, mit welchen Intentionen Symbole im katholischen Religionsunterricht – dem jeweiligen Entwurf entsprechend – thematisiert werden sollten!
3. Konzipieren Sie für den katholischen Religionsunterricht an der Mittelschule zu einem selbst gewählten christlichen Symbol eine Unterrichtsdoppelstunde zu demjenigen von Ihnen im Rahmen von Teilaufgabe 2. dargestellten religionsdidaktischen Entwurf, der Ihnen für den katholischen Religionsunterricht an dieser Schulart am bedeutsamsten erscheint!

Thema Nr. 2
Religionsunterricht ist Religionsunterricht, kein Glaubensunterricht
1. Stellen Sie mithilfe ausgewählter Umschreibungen von Religion dar, worin sich Religionsunterricht von Glaubensunterricht unterscheidet!
2. Die Schrift der deutschen Bischöfe „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ (2005) stellt drei Aufgaben für den katholischen Religionsunterricht in den Vordergrund. Erläutern Sie diese Aufgaben so, dass der bildende Charakter des Fachs deutlich wird!
3. Entwerfen Sie eine lehrplankonforrne Doppelstunde für den katholischen Religionsunterricht an der Mittelschule, die eine der drei unter Teilaufgabe 2 erläuterten Aufgaben exemplarisch umsetzt!

Thema Nr. 3
„Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.“ (Mt 7,12)
1. Diskutieren Sie die Bedeutung christlich begründeter Werte im Kontext der Rahmenbedingungen, unter denen Jugendliche in der postmodernen Gesellschaft aufwachsen!
2. Stellen Sie vier Modelle ethischer Bildung vor und ziehen Sie daraus jeweils Konsequenzen für die Thematisierung der Goldenen Regel im unterrichtlichen Geschehen!
3. Entwerfen Sie für den katholischen Religionsunterricht an der Mittelschule eine lehrplankonforrne Unterrichtsdoppelstunde zur Goldenen Regel, bei der Sie sowohl die Rahmenbedingungen der postmodernen Gesellschaft als auch ein Modell ethischer Bildung berücksichtigen!

Prüfungstermin: Herbst 2018

Thema Nr. 1

,,Religionsunterricht: rechtlich abgesichert und gesellschaftlich herausgefordert“ (Zentralkomitee der deutschen Katholiken, 2017)

1. Erläutern Sie, inwiefern der Religionsunterricht in besonderer Weise „rechtlich abgesichert“ ist, und entfalten Sie im Lichte empirischer Befunde aktuelle Herausforderungen, vor denen dieses Schulfach steht!
2. Diskutieren Sie grundsätzliche Argumente, die angesichts der aufgezeigten Herausforderungen für einen Religionsunterricht in der öffentlichen Schule sprechen!
3. Zeigen Sie an einer konkreten Unterrichtsstunde für die bayerische Mittelschule auf, wie der katholische Religionsunterricht eines dieser Argumente mit Blick auf ein biblisches Thema einlösen kann!

Thema Nr. 2

„Der Religionsunterricht macht mit Formen gelebten Glaubens vertraut und ermöglicht Erfahrungen mit Glaube und Kirche.“ (Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 2005).

1. Erläutern Sie, inwiefern die oben genannte Aussage eine zentrale Aufgabe des Religionsunterrichts darstellt! Berücksichtigen Sie dabei auch die Umstände, unter denen Jugendliche heute
aufwachsen!
2. Legen Sie dar, was unter performativem Lernen verstanden wird! Erläutern Sie Chancen des performativen Lernens sowie mögliche Kritikpunkte!
3. Zeigen Sie anhand von zwei Unterrichtsbeispielen auf, wie im katholischen Religionsunterricht der bayerischen Mittelschule performativ gelernt und gearbeitet werden kann! ‚

Thema Nr. 3

„Korrelationen entdecken und deuten“: Nach wie vor steht religionsdidaktisch zur Debatte, inwiefern es sich dabei um ein Leitprinzip des Religionsunterrichts handelt oder nicht.

1. Stellen Sie theologische Grundlagen des Korrelationsgedankens und Grundzüge eines „korrelativen“ Religionsunterrichts dar!
2. Diskutieren Sie vor dem Hintergrund der religiösen Sozialisation heutiger Schülerinnen und Schüler Chancen und Grenzen des Korrelationsprinzips!
3. Zeigen Sie an einer Unterrichtsstunde zu einem Thema Ihrer Wahl auf, wie es heutigen Schülerinnen und Schülern im katholischen Religionsunterricht an der bayerischen Mittelschule ermöglicht werden kann, Korrelationen zu entdecken und zu deuten!

Prüfungstermin: Frühjahr 2018

Thema Nr. 1

„Die Bedeutung eines biblischen Textes entsteht erst im Dialog zwischen Lesern (Auslegern) und dem Text. Und es hängt von der Position und der Perspektive der Leser ab, welche Deutungsmöglichkeiten sich ergeben.“ (Franz W. Niehl)

1. Stellen Sie in prägnanter Weise dar, unter welchen sozioreligiösen und entwicklungs-psychologischen Rahmenbedingungen biblisches Lernen in der Mittelschule stattfindet!
2. Zeigen Sie auf, was hinsichtlich eines Lernens mit biblischen Texten im Religionsunterricht zu beachten ist, und stellen Sie einen dazu passenden bibeldidaktischen Ansatz vor!
3. Entwerfen Sie zwei Unterrichtsbausteine, die beim biblischen Lernen in der Mittelschule nicht fehlen sollten und dem zu Teilaufgabe 2 Dargelegten gerecht werden!

Thema Nr. 2

„Bitte mach keinen Heiligen aus mir!“

1. Diskutieren Sie die religionsdidaktischen Vor- und Nachteile von Heiligen einerseits und „Helden des Alltags“ andererseits!
2. Diskutieren Sie, inwiefern Religionslehrende Vorbilder sein können!
3. Erläutern Sie Ziele eines Umgangs mit fremden Biografien im Religionsunterricht und konkretisieren Sie diese anhand einer dreistündigen Unterrichtssequenz!

Thema Nr. 3

Symbole sind die Sprache der Religion!

1. Skizzieren Sie, was unter Symbol und Zeichen zu verstehen ist und welche Relevanz diesen in religiösen Zusammenhängen zukommt!
2. Skizzieren Sie zwei religionsdidaktische Ansätze einer Symboldidaktik und diskutieren Sie die Vor- und Nachteile der beiden Ansätze für die Mittelschule!
3. Entwerfen Sie eine Unterrichtsdoppelstunde, die symbolisches Lernen der Schülerinnen und Schüler ermöglicht!

Prüfungstermin: Herbst 2017

Thema Nr. 1

„Der zeitliche Vergleich zeigt [ … ], dass die Bedeutung des klassischen Glaubens im Leben der Jugend weiter zurückgegangen ist.“ (17. Shell Jugendstudie 2015)

1. Geben Sie im Rückgriff auf empirische Daten einen fundierten Überblick über den Gottesg]auben und die Gottesvorstellungen heutiger Jugendlicher!
2. Zeigen Sie auf, welche Herausforderungen bei der Thematisierung der Gottesfrage und des biblisch-christlichen Gottesbildes im Religionsunterricht der Mittelschule zu bedenken sind! Berücksichtigen Sie dabei auch entwicklungspsychologische Erkenntnisse!
3. Entwerfen Sie eine Unterrichtsstunde, welche Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe anregt, über ihre persönlichen Gottesvorstellungen nachzudenken!

Thema Nr. 2

,,Katholische Religionslehre leistet ( … ) einen originären Beitrag zur Werteerziehung, denn Sinn und Begründung bestimmter Werte und Haltungen wie gegenseitige Achtung, Rücksichtnahme, Solidarität
und Toleranz werden insbesondere durch Rückbesinnung auf ihren religiösen Ursprung einsichtig.“ (Fachprofil Katholische Religionslehre des LehrplanPLUS Mittelschule)

1. Beschreiben Sie Gründe für und Ziele des ethischen Lernens im Religionsunterricht der Mittelschule!
2. Skizzieren Sie vier verschiedene Modelle ethischen Lernens und begründen Sie, warum diese in der aktuellen religionspädagogischen Diskussion als sinnvoll bzw. als weniger erstrebenswert erachtet
werden!
3. Entwerfen Sie eine exemplarische Unterrichtsstunde zum Themenbereich ethisches Lernen, die einen konkreten Lehrplanbezug erkennen lässt!

Thema Nr. 3

Die Konfessionalität des Religionsunterrichts gerät auch in Bayern immer stärker in die Diskussion.

1. Benennen und beschreiben Sie, unter Rückgriff auf die Gesetzeslage und einschlägige kirchliche Dokumente, warum der Religionsunterricht an öffentlichen Schulen konfessionell erteilt wird!
2. Stellen Sie zwei alternative Formen zum konfessionellen Religionsunterricht dar und bewerten Sie diese hinsichtlich damit verknüpfter Chancen und Grenzen!
3. Skizzieren Sie Möglichkeiten konfessioneller Kooperation anhand einer Unterrichtsstunde zu einem selbstgewählten Thema des Lehrplans für die bayerische Mittelschule!

Prüfungstermin: Frühjahr 2017

Thema Nr. 1

Der Stellenwert der Bibel im Religionsunterricht ist „ein Seismograph für die Gestalt und Zielrichtung didaktischer Konzepte“. (H. Mendl)

1. Zeigen Sie überblicksmäßig auf, wie sich der Stellenwert der Bibel und Ziele der Bibelarbeit im Religionsunterricht seit der Materialkerygmatik verändert haben!
2. Beschreiben Sie zwei bibeldidaktische Ansätze, die für den Religionsunterricht in der Mittelschule heute relevant sind, und diskutieren Sie deren Stärken und Schwächen!
3. Entwerfen Sie eine Unterrichtsdoppelstunde zum biblischen Lernen, bezogen auf den Bayerischen Lehrplan für Mittelschulen, in der Sie die Kerngedanken eines von Ihnen gewählten aktuellen bibeldidaktischen Ansatzes besonders zur Geltung bringen!

Thema Nr. 2

„Unter den veränderten Bedingungen kann der Religionsunterricht sein Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu verantwortlichem Denken und Handeln im Hinblick auf Religion und Glaube zu befähigen und Glaube zu ermöglichen, nur erreichen, wenn er gemäß seiner gewachsenen Bedeutung weiterentwickelt wird.“ (Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 18)

1. Beschreiben Sie mit Hilfe der Ergebnisse von zwei empirischen Untersuchungen die gegenwärtige religiöse Situation der Kinder und Jugendlichen in der Mittelschule!
2. Skizzieren Sie das Modell des ästhetischen Lernens im Religionsunterricht und setzen Sie die Ziele dieses Modells in Beziehung zur religiösen Situation der Lernenden!
3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen anhand einer Unterrichtsstunde, in der ästhetisches Lernen der Schülerinnen und Schüler angeregt wird!

Thema Nr. 3

Interreligiöses Lernen – eine zentrale Aufgabe des Religionsunterrichts!

1. Erläutern Sie die gesellschaftlichen Herausforderungen, von denen aus eine Intensivierung des interreligiösen Lernens auch innerhalb eines konfessionellen Religionsunterrichts als unverzichtbar erscheint!
2. Beschreiben Sie zentrale Zieloptionen, Prinzipien und didaktische Ansätze eines interreligiösen Lernens!
3. Beschreiben Sie eine Unterrichtssequenz (drei Schulstunden) im Religionsunterricht an der Mittelschule, mit der Sie die in den ersten beiden Fragen skizzierten Herausforderungen angehen und die von Ihnen formulierten didaktischen Leitlinien umsetzen können!

Prüfungstermin: Frühjahr 2016

Thema Nr. 1

Unter dem Titel „Lernen aus Widersprüchen“ verweist eine religionsdidaktische Publikation darauf, dass Dilemmageschichten Chancen bieten, im Religionsunterricht ethische Lernprozesse anzustoßen.

1. Stellen Sie vier verschiedene Modelle dar, wie Werte und Normen im Religionsunterrich thematisiert werden können, und beurteilen Sie diese!

2. Arbeiten Sie zentrale Intentionen ethischen Lernens im Religionsunterricht heraus!

3. Enfalten Sie zu einer Dilemmasituation eine Unterrichtsstunde und berücksichtigen Sie dabei Ihre Darlegungen zu den Teilaufgaben 1. und 2.!

Thema Nr. 2

„Ziel (…) interreligiösen Lernens ist weder das Einebnen der kulturellen Besonderheiten noch der Rückzug auf den größten gemeinsamen theologischen Nenner, sondern die Anerkenntnis der anderen und das gegenseitige Verstehen. Interreligiös kompetent ist, wer Zeugnisse fremder Religionen aus deren soziokulturellen Kontext zu interpretieren weiß und sich mit Angehörigen anderer Religionen einfühlsam verständgigen kann.“ (Stephan Leimgruber)

1. Geben Sie unter Bezugnahme auf empirische Studien einen fundierten Überblick über die religiösen Einstellungen und Vorstellungen heutiger Jugendlicher!

2. Begründen Sie einsichtig, welche Globalziele interreligiöses Lernen im konfessionellen Religionsunterricht verfolgen kann, und erläutern Sie ein dazu passendes Modell interreligiösen Lernens!

3. Konkretisieren Sie an zwei Unterrichtsbausteinen, wie die Religion des Judentums oder des Islam weitgehend authentisch im Religionsunterricht repräsentiert werden kann!

Thema Nr. 3

Der Religionspädagoge Harald Schwillus charakterisiert den Religionsunterricht „als Schulfach, in dem auch kulturelle Kompetenzen erworben werden können.“

1. Erläutern Sie unterschiedliche Begründungen des schulischen Religionsunterrichts und erörtern Sie dabei die Stärken und Grenzen seiner kulturgeschichtlichen Legitimation!

2. Zeigen Sie nachvollziehbar auf, warum und in welcher Weise kulturgeschichtliche Zeugnisse wertvoll und wichtig sein können, um biblische Texte im Religionsunterricht zu erschließen!

3. Skizzieren Sie eine Unterrichtsstunde, die eine von Ihnen ausgewählte Bibelerzählung in stimmiger Weise wirkungsgeschichtlich beleuchtet!

Prüfungstermin: Herbst 2015

Thema Nr. 1

Ausdrucksformen einer tieferen Wirklichkeitserfahrung – Symbole (Lehrplan Hauptschule)

1. Nennen Sie Gründe für ein symbolorientiertes Arbeiten im Religionsunterricht der Haupt- bzw. Mittelschule und beschreiben Sie Merkmale bzw. Funktionen von Symbolen!

2. Skizzieren Sie zwei religionsdidaktische Entwürfe einer Symboldidaktik und diskutieren Sie die Vor- und Nachteile der beiden Konzepte für die Haupt- bzw. Mittelschule!

3. Entwerfen Sie eine Unterrichtsstunde, die Ausdrucksformen einer tieferen Wirklichkeitserfahrung thematisiert und damit symboldidaktisches Lernen der Schülerinnen und Schüler ermöglicht!

Thema Nr. 2

Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder!

1. Nehmen Sie – gerade im Hinblick auf die Schülerschaft an Haupt- bzw. Mittelschulen – zu oben genannter These Stellung!

2. Erläutern Sie Zieldimensionen eines Umgangs mit fremden Biografien im Religionsunterricht, gehen Sie dabei auch auf den Erwerb von verschiedenen Kompetenzen ein und legen Sie eventuelle Hindernisse und Schwierigkeiten dar!

3. Konkretisieren Sie Ihre Ausführungen anhand von drei Möglichkeiten, die verdeutlichen, wie in einem zeitgemäßen Religionsunterricht an Haupt- bzw. Mittelschulen an und mit Vorbildern gelernt und gearbeitet werden kann!

Thema Nr. 3

Für den Religionsunterricht sind Medien als „‚Mittler‘ der religionsdidaktisch relevanten Wirklichkeit“ (Hans Schmid) unentbehrlich.

1. Erläutern Sie, was Medien von Inhalten, Zielen sowie Methoden des Unterrichts unterscheidet!

2. Beschreiben Sie eine Ihnen geläufige Konzeption den Religionsunterrichts (z.B. problemorientiert, korrelativ oder ästhetisch) und erörtern Sie, wozu und in welcher Weise Medien in ebendieser Konzeption zur Geltung kommen!

3. Zeigen Sie auf, wie mit einem ausgewählten Medium in einer Religionsstunde der Haupt- bzw. Mittelschule effektiv gearbeitet werden kann!

Prüfungstermin: Frühjahr 2015

Thema Nr. 1

Religionsunterricht an der Haupt- bzw. Mittelschule ist in besonderer Weise auf ästhetisches Lernen angewiesen.

1. Begründen Sie, warum der ästhetische Ansatz in der jüngeren religionsdidaktischen Diskussion einen so großen Stellenwert bekommen hat!

2. Erläutern Sie die verschiedenen Dimensionen und Ziele ästhtischen Lernens!

3. Entwerfen Sie eine Doppelstunde zu einem Lehrplanthema der Haupt- bzw. Mittelschule, in der die Vielgestaltigkeit ästhetischen Lernens zur Geltung kommt!

Thema Nr. 2

Bei Schülerinnen und Schülern ist das Lernen an biblischen Themen nicht gerade beliebt.

1. Belegen Sie mittels mehrerer Argumente, warum biblisches Lernen im Religionsunterricht unverzichtbar ist!

2. Zeigen Sie auf, was hinsichtlich eines Lernens mit biblischen Texten in der Haupt- bzw. Mittelschule zu beachten ist, und stellen Sie einen bibeldidaktischen Ansatz dar, der diesen beachtenswerten Aspekten gerecht wird!

3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen aus den Teilaufgaben 1. und 2. an einer Doppelstunde zu einem selbst gewählten Bibeltext!

Thema Nr. 3

„Das Spezifikum des konfessionellen Religionsunterrichts liegt darin, dass Glaube und Kirche in der Perspektive der Teilnehmer thematisiert werden.“ (Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen 2005, 23)

1. Beschreiben Sie die veränderte religiöse Situation der Kinder und Jugendlichen heute und zeigen Sie anhand von mindestens zwei empirischen Studien auf, wie die Schülerinnen und Schüler der Haupt- bzw. Mittelschule gegenüber Glaube, Religion und Kirche eingestellt sind!

2. Das Modell eines „performativen Religionsunterrichts“ will eine „Perspektive der Teilnehmer“ im Religionsunterricht ermöglichen. Erklären Sie das Grundanliegen, wesentliche Merkmale sowie die Chancen und Grenzen des performativen Lernens!

3. Zeigen Sie anhand einer konkreten Unterrichtsstunde, wie der Religionsunterricht mit Formen gelebten Glaubens vertraut machen und Erfahrungen mit Glaube und Kirche ermöglichen kann!

Prüfungstermin: Herbst 2014

Thema Nr. 1

„Interreligiöses Lernen ist nur möglich, wo sich Mitglieder verschiedener Religionen tatsächlich in der täglichen Lebenspraxis begegnen.“ (Folkert Rickers)

1. Definieren Sie zunächst den Begriff des „interreligiösen Lernens“ für den Lernort Schule und begründen Sie dann interreligiöses Lernen als Prinzip des Religionsunterrichts sowohl aus theologischer als auch aus religionsdidaktischer Sicht!

2. Zeigen Sie auf, mithilfe welcher Ansätze interreligiöse Lernprozesse im Religionsunterricht geplant und gestaltet werden können! Legen Sie anschließend dar, welche Herausforderungen und welche Grenzen interreligiösen Lernens es im Religionsunterricht der Haupt- bzw. Mittelschule zu bedenken gilt!

3. Skizzieren Sie eine dreistündige Unterrichtssequenz zur Religion des Judentums oder des Islam für die Jahrgangsstufe 7, welche die Lernenden auf einen Synagogen bzw. Moschee-Besuch vorbereitet! Erläutern Sie dabei einsichtig das jeweilige Stundenziel und -thema, die zu erarbeitenden Inhalte sowie die zum Einsatz kommenden Medien und Methoden!

Thema Nr. 2

„Nichts ist für das Gelingen von Unterricht so wichtig wie die Person des Lehrers oder der Lehrerin“ (R. Englert). Dies gilt nicht weniger für den Religionsunterricht.

1. Beschreiben Sie die Rolle von Religionslehrerinnen und Religionslehrern, wie sie in wichtigen kirchlichen Dokumenten zum Religionsunterricht umrissen wird! Gehen Sie dazu auf wenigstens zwei der folgenden Dokumente ein: Synodenbeschluss „Der Religionsunterricht in der Schule“, „Die bildende Kraft des Religionsunterrichts“, „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“!

2. Skizzieren Sie davon ausgehend ein Kompetenzprofil, über das gute Religionslehrerinnen und Religionslehrer in der Haupt- bzw. Mittelschule heute verfügen sollten!

3. Legen Sie dar, welche Bedeutung die persönliche Spiritualität einer Religionslehrerin bzw. eines Religionslehrers für die berufliche Tätigkeit hat!

Thema Nr. 3

Lernen im Kirchenraum

1. Erläutern Sie grundlegende Herausforderungen, die zu bedenken sind, wenn man mit einer Schulklasse eine kirchenraumpädagogische Exkursion plant!

2. Skizzieren Sie unterschiedliche Lerndimensionen, die im Kirchenraum erschlossen werden können, sowie darauf bezogene zentrale Ziele einer Pädagogik des Kirchenraums!

3. Konzipieren Sie und begründen Sie das Modell einer kirchenraumpädagogischen Exkursion für eine Lerngruppe im Religionsunterricht!

Prüfungstermin: Frühjahr 2014

Thema Nr. 1

Im Lernbereich „Persönlichkeitsbildung und christlicher Glaube“ verweist der Lehrplan der Haupt- bzw. Mittelschule unter anderem auf das religionsdidaktische Prinzip des ethischen Lernens.

1. Nennen Sie Gründe für die Notwendigkeit des ethischen Lernens in Anbetracht aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen und beschreiben Sie die Ziele, die das ethische Lernen im Religionsunterricht verfolgt!

2. Stellen Sie unterschiedliche Modelle ethischen Lernens vor und wägen Sie deren Vor- und Nachteile ab!

3. Entwerfen Sie einen auf den Lehrplan bezogenen und didaktisch-methodisch durchdachten Unterrichtsentwurf, der es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, verantwortungsvoll ethisch handeln zu lernen!

Thema Nr. 2

„Die Bedeutung der Sprach- und Ausdrucksformen des Glaubens“ erschließt sich „nciht hauptsächlich in distanzierter Betrachtung, sondern in ihrem Vollzug, im Probieren“. (Die deutschen Bischöfe: Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 2005, S. 25)

1. Welche Konsequenzen für den Religionsunterricht an Haupt- bzw. Mittelschulen ergeben sich aus dieser zentralen Vorgabe aus dem Positionspapier der deutschen Bischöfe? Welche Chancen und Grenzen der Umsetzung sehen Sie?

2. Beziehen Sie die genannte Äußerung auf grundlegende Erkenntnisse der aktuellen soziologischen und entwicklungspsychologischen Jugendforschung!

3. Verdeutlichen Sie an einem auf den Lehrplan bezogenen Beispiel Ihrer Wahl, wie es didaktisch-methodisch gelingen kann, die im Zitat benannte Vorgabe konkret umzusetzen!

Thema Nr. 3

Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder.

1. Nehmen Sie zu dieser These Stellung, indem Sie unter anderem auf entwicklungs- und lernpsychologische wie auch soziokulturelle Aspekte von Heranwachsenden von heute eingehen!

2. Zeigen Sie auf, mit welchen „Vorbildern“ im Religionsunterricht der Haupt- bzw. Mittelschule sinnvoll gearbeitet werden kann, und nennen Sie mögliche Zieldimensionen!

3. Konkretisieren Sie Ihre Aussagen anhand eines konkreten Unterrichtsbeispiels!

Prüfungstermin: Herbst 2013

Thema Nr. 1

Die Relevanz von interreligiösen Lernprozessen wird immer wichtiger.

1. Erläutern Sie den konzeptionellen Wandel von einer „Didaktik der Weltreligionen“ hin zu einem Ansatz „interreligiösen Lernens“! Stellen Sie zwei unterschiedliche Ansätze interreligiösen Lernens dar!

2. Führen Sie Begründungen für interreligiöses Lernen im Religionsunterricht an und erörtern Sie grundlegende Lerndimensionen!

3. Erarbeiten Sie eine Doppelstunde (Ziele, Unterrichtsphasen, Methoden und Medien) für die Thematisierung einer konkreten Weltreligion! Wenden Sie dabei einen Ansatz interreligiösen Lernens an!

Thema Nr. 2

„Religion ist letztlich Privatsache. Deshalb sollte die religiöse Erziehung auch ausschließlich außerhalb von Schule stattfinden und von jedem selbst verantwortet werden“- Diese und ähnliche Äußerungen finden zunehmend mehr Anhänger in der pluralistisch ausdifferenzierten Gesellschaft.

1. Stellen Sie Argumente dar, mit denen die Katholische Kirche angesichts solcher Anfragen versucht, die bleibende Bedeutung des katholischen Religionsunterrichts als ordentlichem Lehrfach aufzuzeigen!

2. Im deutschsprachigen Raum wird offen diskutiert, welche Organisationsform der Religionsunterricht heute und morgen haben soll (konfessioneller Religionsunterricht, christlicher Religionsunterricht, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde …). Diskutieren Sie Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle!

3. Der sogenannte „performative Religionsunterricht“ versucht in ganz eigener Art, auf die Herausforderungen der Gegenwart zu reagieren. Skizzieren Sie diesen Ansatz und nehmen Sie zu seinen Chancen und Grenzen begründet Stellung!

Thema Nr. 3

„Elementarisierung und Korrelation sind zwei in ihrer Ausformung eigenständige, aber doch in der Sache miteinander verwandte neuere religionspädagogische Kategorien bzw. religionsdidaktische Ansätze“ (Werner H. Ritter/Georg Hilger)

1. Erläutern Sie das Elementarisierungsmodell in seiner grundsätzlichen Zielsetzung und seinen einzelnen Dimensionen!

2. Nehmen Sie begründet zur These von Ritter und Hilger Stellung, dass das Elementarisierungsmodell mit dem Korrelationskonzept ‚verwandt‘ sei!

3. Untersuchen Sie die Perikope von „Abrahams Berufung“ (Gen 12, 1-9) mit Blick auf die unterschiedlichen Elementarisierungsdimensionen und umreißen Sie auf Grundlage dieser Analyse Lernchancen für die Bearbeitung der Perikope im Religionsunterricht der Haupt- bzw. Mittelschule!

Gen 12, 1-9: 1 Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. 2 Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. 3 Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen. 4 Da zog Abram weg, wie der Herr ihm gesagt hatte, und mit ihm ging auch Lot. Abram war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran fortzog. 5 Abram nahm siene Frau Sarai mit, seinen Neffen Lot und alles ihre Habe, die sie erworben hatten, und die Knechte und Mägde, die sie in Haran gewonnen hatten. Sie wanderten nach Kanaan aus und kamen dort an. 6 Abram zog durch das Land bis zur Stätte von Sichem, bis zur Orakeleiche. Die Kanaaniter waren damals im Land. 7 Der Herr erschien Abram und sprach: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land. Dort baute er dem Herrn, der ihm erschienen war, einen Altar. 8 Von da brach er auf zum Bergland östlich von Bet-El und schlug sein Zelt so auf, dass er Bet-El im Westen und Ai im Osten hatte. Dort baute er dem Herrn einen Altar und rief den Namen des Herrn an. 9 Dann zog Abram immer weiter, dem Negeb zu. (Einheitsübersetzung)

 

Prüfungstermin: Frühjahr 2013

Thema Nr. 1

Katholische Religionsdidaktik weiß sich u.a. auf die Allgemeine Didaktik verwiesen.

1. Skizzieren Sie die Grundlinien eines Modells der Allgemeinen Didaktik, das Ihnen besonders ertragreich erscheint und begründen Sie Ihre Wahl!

2. Argumentieren Sie, warum das gewählte allgemeindidaktische Modell Ihrer Meinung nach besonders gut mit den Grundauffassungen der katholischen Religionsdidaktik harmonisiert!

3. Entwerfen Sie in Grundzügen eine Unterrichtsstunde und zeigen Sie auf, wie darin das gewählte allgemeindidaktische Modell zum Tragen kommt!

Thema Nr. 2

Die Religionspädagogik kennt unterschiedliche konzeptuelle Entwürfe (z.B. problemorientierter, korrelativer oder performativer Religionsunterricht).

1.  Charakterisieren Sie drei Ihnen geläufige Konzeptionen und erläutern Sie jeweils deren zentrale Zielsetzung!

2. Legen Sie begründet dar, welcher dieser konzeptionellen Entwürfe Ihnen mit Blick auf Ihre zukünftigen Schülerinnen und Schüler am ehesten geeignet erscheint, Religionslehre zu unterrichten!

3. Skizzieren Sie eine Unterrichtsstunde zum Lehrplanthema „Befreiung und Rettung – Grunderfahrungen des Glaubens“ (Jahrgangsstufe 6), in der die von Ihnen ausgewählte Konzeption erkennbar zur Geltung kommt!

Thema Nr. 3

Der Stellenwert der Bibel im Religionsunterricht ist „ein Seismograph für die Gestalt und Zielrichtung didaktischer Konzepte“ (H. Mendl).

1. Zeigen Sie überblicksmäßig auf, wie sich der Stellenwert der Bibel und Ziele der Bibelarbeit im Religionsunterricht seit der Materialkerygmatik verändert haben!

2. Beschreiben Sie bibeldidaktische Ansätze, die für den Religionsunterricht in der Haupt- bzw. Mittelschule heute relevant sind, und diskutieren Sie deren Stärken und Schwächen!

3. Entwerfen Sie eine Unterrichtseinheit zum biblischen Lernen, bezogen auf den Lehrplan für Hauptschulen (2004), in der Sie die Kerngedanken eines von Ihnen gewählten aktuellen bibeldidaktischen Ansatzes besonders zur Geltung bringen!

Prüfungstermin: Herbst 2012

Thema Nr. 1

Für viele Schülerinnen und Schüler ist der Religionsunterricht zunehmend der primäre Ort, an dem sie dem christlichen Glauben begegnen.

1. Zeigen Sie an den Ergebnissen repräsentativer empirischer Studien auf, wie es um die Religiosität Heranwachsender gegenwärtig bestellt ist!

2. Mit dem sogenannten „performativen Lernen“ reagiert die Religionsdidaktik auf die schwindende religiöse Sozialisation der Lernenden. Stellen Sie einen Ansatz perfomativen Lernens dar und bewerten Sie diesen in seinen Chancen und Grenzen für religiöses Lernen an der öffentlichen Schule!

3. Veranschaulichen Sie am Beispiel „Kirchenpädagogik“, wie performatives Lernen religionsdidaktisch verantwortet realisiert werden kann!

Thema Nr. 2

Der Religionsunterricht leistet einen Beitrag zum ethischen Lernen der Heranwachsenden.

1. Beschreiben Sie die Notwendigkeit und die Ziele ethischen Lernens im Religionsunterricht der Mittelschule!

2. Benennen Sie verschiedene Modelle ethischen Lernens und stellen Sie ein religionspädagogisch sinnvolles Modell ausführlich dar!

3. Entwerfen Sie eine exemplarische Unterrichtsstunde zum Themenbereich ethisches Lernen, die einen konkreten Lehrplanbezug erkennen lässt!

Thema Nr. 3

„Es ist ein Wunder, dass ich diesen schweren Verkehrsunfall unverletzt überlebte!“, sagt eine Frau.

1. Erläutern Sie die Zielsetzungen, die mit dem Einsatz von Wundererzählungen im Religionsunterricht der Mittelschule verbunden werden können!

2. Stellen Sie anhand einer selbst gewählten biblischen Wundererzählung dar, was man nach dem Elementarisierungsmodell in der Unterrichtsvorbereitung inhaltlich beachten muss!

3. Skizzieren Sie für Ihr gewähltes Beispiel gangbare elementare Lernwege!

Prüfungstermin: Frühjahr 2012

Thema Nr. 1

Religionsunterricht in der Hauptschule ist in besonderer Weise auf ästhetisches Lernen angewiesen.

1. Begründen Sie, warum der ästhetische Ansatz in der jüngeren religionsdidaktischen Diskussion einen so großen Stellenwert bekommen hat!

2. Erläutern Sie die verschiedenen Dimensionen und Ziele ästhetischen Lernens.

3. Entwerfen Sie eine kurze Unterrichtssequenz zu einem Lehrplanthema der Hauptschule, in der die Vielgestaltigkeit ästhetischen Lernens zur Geltung kommt.

Thema Nr. 2

„Auch der Tod macht vor der Schule nicht halt!“

1. Skizzieren Sie Situationen, in denen Leid und Tod in der Schule auf besondere Weise präsent werden können!

2. Erörtern Sie spezifische Kompetenzen, die Lehrerinnen und Lehrer in solchen Situationen benötigen!

3. Stellen Sie die Möglichkeiten dar, wie man diesen Situationen im schulischen Religionsunterricht und Alltag zu begegnen und mit ihnen umzugehen versuchen kann!

Thema Nr. 3

Dem Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ von 2005 zufolge versucht der Religionsunterricht „den Glauben im Dialog mit den Erfahrungen und Überzeugungen der Schülerinnen und Schüler“ zu erschließen. Die Religionspädagogik bezeichnet einen solchen Dialog vielfach als ,Korrelation‘.

1. Zeigen Sie auf, was ,Korrelation‘ in theologischer und in didaktischer Hinsicht bedeutet!

2. Benennen Sie Argumente, die für und wider eine korrelative Erschließung der Glaubenstradition im Religionsunterricht sprechen, und formulieren Sie eine eigene, begründete Position!

3. Wie müsste aus Ihrer Sicht ein Religionsunterricht gestaltet werden, der Schülerinnen und Schüler im Jugendalter eigenes Korrelieren ermöglicht und erleichtert? Skizzieren Sie konkrete Merkmale solchen Unterrichts am Beispiel des biblischen Lernens!

Prüfungstermin: Herbst 2011

Thema Nr. 1

Biblische Normen als Basis für ethisches Lernen

1. Begründen Sie zentrale Zieldimensionen eines ethischen Lernens im Religionsunterricht!

2. Erläutern Sie die Bedeutung von biblischen Normen des Alten und Neuen Testaments im Kontext der genannten Zieldimensionen!

3. Diskutieren Sie die These: „Der Erwerb von Wertorientierung wird kaum durch spezielle Unterrichtsmethoden gefördert.“ Skizzieren Sie entsprechende Felder ethischer Bildung an der Schule über den unmittelbaren Unterricht hinaus!

Thema Nr. 2

Eine der Aufgaben des Religionsunterrichts ist es, die Frage nach Gott wach zu halten.

1. Erklären Sie die Veränderung der Vorstellungen von Gott im Rahmen der menschlichen Entwicklung!

2. Beschreiben Sie einen konzeptuellen Entwurf des Religionsunterrichts Ihrer Wahl (z.B. korrelativ, problemorientiert) und stellen Sie dessen Möglichkeiten dar, die Frage nach Gott wach zu halten.

3. Deuten Sie Gen 1,1 – 2,4a als Aussage über Gott und bestimmen Sie die Bedeutung dieser Perikope für die Aufgabe des Religionsunterrichts, die Frage nach Gott wach zu halten!

Thema Nr. 3

Jugendliche müssen als Subjekte religiöser Lernprozesse anerkannt und geachtet werden.

1. Erläutern Sie die Relevanz und das Anliegen eines subjektorientierten Religionsunterrichts!

2. Welche besonderen Kompetenzen sind auf Seiten der Religionslehrkräfte für die Gestaltung eines subjektorientierten Religionsunterrichts wichtig?

3. Konkretisieren Sie die Gestaltung eines subjektorientierten Religionsunterrichts an einem ausgewählten Lehrplanthema!

Prüfungstermin: Frühjahr 2022

Thema Nr.1
Schülerinnen und Schüler der Realschule treffen heute ganz selbstverständlich in ihren Lebenswelten auf Menschen aus anderen Kulturen und Religionen. Interreligiöses Lernen im Religionsunterricht möchte einen Beitrag dazu leisten, dass solche Begegnungen, insbesondere wenn es um religiöse Fragen geht, gelingen.


1. Legen Sie veränderte gesellschaftliche und kirchliche Voraussetzungen dar, von denen her die Notwendigkeit interreligiösen Lernens im schulischen Religionsunterricht einsichtig gemacht werden kann!


2. Interreligiöses Lernen gründet sich auf entsprechende Lernprinzipien und ein angemessenes Methodenrepertoire. Erläutern Sie solche Prinzipien interreligiösen Lernens und bringen Sie sie mit geeignete Methoden in Verbindung!


3. Entwerfen Sie eine Unterrichtssequenz (Umfang: 3 Unterrichtsstunden), bezogen auf den gültigen Lehrplan für Katholische Religionslehre an Realschulen in Bayern, die geeignet ist, die interreligiöse Kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern! Stellen Sie dabei ausdrücklich Beziehungen zu Teilaufgabe 2. her, indem Sie deutlich machen, welche Lernprinzipien Sie verfolgen und welche Methoden Sie hierfür heranziehen!

 

Thema Nr. 2
Religionsunterricht soll die Heranwachsenden befähigen, eine verantwortliche Position in Bezug auf Religion und Glaube ausprägen zu können.


1. Charakterisieren Sie anhand religionssoziologischer Theorien und anhand der Ergebnisse empirischer Jugendstudien, welchen Stellenwert Religion und Glaube in den Lebenswelten gegenwärtig aufwachsender Realschülerinnen und Realschüler einnehmen!


2. Erläutern Sie an einem selbst gewählten, wissenschaftlichen Kompetenzmodell verschiedene Teilaspekte religiöser Kompetenz, und bewerten Sie dieses Kompetenzmodell in Bezug auf seine Chancen und Grenzen für die Planung und Gestaltung von Religionsunterricht!


3. Zeigen Sie anhand einer dreistündigen Unterrichtssequenz zum Lernbereich ,,, Wo ist nun dein Gott?‘ -Anfragen und Erfahrungen“ (LehrplanPLUS für Katholische Religionslehre an bayerischen Realschulen; Jgst. 10), wie Schülerinnen und Schüler befähigt werden können, religiöse Kompetenz sukzessive aufzubauen!

 

Thema Nr. 3
Ästhetik als Wahrnehmungslehre, Kunstbildung und Weltverhalten


1. Begründen Sie, wieso heute ein ästhetischer Ansatz in der Religionspädagogik als bedeutsamer erscheint als in früheren Zeiten!


2. Skizzieren Sie Ziele und Wege eines ästhetischen Religionsunterrichts!


3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen im Umgang mit einem Kunstgegenstand im Religionsunterricht in Zuordnung zu einem passenden Themenfeld des LehrplanPLUS für Katholische Religionslehre an bayerischen Realschulen (Unterrichtssequenz, ca. drei Stunden)!

 

Prüfungstermin: Herbst 2021

Thema Nr.1
,,Elementarisierung konzentriert sich auf die bildungstheoretisch so zentrale und für die Unterrichtspla­nung entscheidende Frage nach der Beziehung von Schülerinnen und Schülern und Sache.“ (Werner H.Ritter)


1.    Erläutern Sie das Modell der Elementarisierung in seinen Zielsetzungen und Dimensionen! Zeigen Sie im Anschluss Chancen und Grenzen des Elementarisierungsmodells auf!


2.    Bereiten Sie Mk 10,13-16 (Die Segnung der Kinder) entlang der verschiedenen Dimensionen des Elementarisierungsmodells für Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe an Realschulen auf!


3.    Entwerfen Sie in Rückbezug auf Teilaufgabe 2. eine Unterrichtsstunde zu Mk 10,13-16 für den katholischen Religionsunterricht in der 7. Jahrgangsstufe der bayerischen Realschule!

 


Thema Nr. 2
Symbolorientiertes Lernen sensibilisiert die Schülerinnen und Schüler für den Modus religiöser Wirk­lichkeitsdeutung.


1.    Erläutern Sie Charakteristika von Symbolen und nehmen Sie zur voranstehenden These Stellung!


2.    Stellen Sie zwei symboldidaktische Ansätze in Grundzügen dar und bewerten Sie diese Ansätze bezüglich ihrer Relevanz für den Religionsunterricht an Realschulen!


3.    Entwerfen Sie für den katholischen Religionsunterricht an bayerischen Realschulen einen lehrplan­konformen Unterrichtsbaustein, der einen der beiden in Teilaufgabe 2. präsentierten symboldidak­tischen Ansätze veranschaulicht!

 


Thema Nr. 3
Der Einsatz von Bildern der Kunst im Religionsunterricht


1.    Begründen Sie, wieso der Einsatz von Bildern der Kunst unverzichtbar für den Religionsunterricht an Realschulen ist und erläutern Sie religionsdidaktische Grundsätze für die Erschließung von Bil­dern der Kunst!


2.    Skizzieren Sie Aspekte religiöser Kompetenz, die Sie anhand eines Umgangs mit Bildern der Kunst fördern können!


3.    Zeigen Sie anhand eines selbst gewählten Bildes der Kunst auf, wie Sie die in Bezug auf Teilaufgabe 2. dargestellten Kompetenzen praktisch im Verlauf einer Religionsunterrichtsstunde konkretisieren würden!

 

Prüfungstermin: Frühjahr 2021

Thema Nr.1 
Papst Franziskus hatte ein „Heiliges Jahr der Barmherzigkeit“ ausgerufen, das vom 8. Dezember 2015 bis 20. November 2016 stattfand. 
1. Diskutieren Sie Vor- und Nachteile von zwei verschiedenen Modellen ethischen Lernens am Beispiel der Tugend „Barmherzigkeit“! 
2. Konfrontieren Sie diese christliche Tugend mit dem Wertekanon heutiger Jugendlicher und ziehen Sie daraus Konsequenzen für das unterrichtliche Handeln! 
3. Entwickeln Sie eine Unterrichtssequenz von drei Unterrichtsstunden, die im Rückgriff auf ein geeignetes Modell ethischen Lernens und in Auseinandersetzung mit dem Wertekanon Jugendlicher das Thema „Barmherzigkeit“ aufgreift!

Thema Nr. 2 
Vielen Schülerinnen und Schülern ist die Bibel inzwischen derart fremd und unvertraut, dass sie ihrer Texte keineswegs überdrüssig sind, sondern ihnen offen und interessiert begegnen können. 
1. Diskutieren Sie die angeführte These im Lichte empirischer Befunde zur religiösen Positionierung und Praxis heutiger Jugendlicher! 
2. Stellen Sie zwei bibeldidaktische Konzeptionen in ihren Vorannahmen, Zielen und unterrichtspraktischen Konsequenzen vor und erörtern Sie deren Chancen sowie Grenzen mit Blick auf die heutige Schülerschaft! 
3. Entfalten Sie eine Unterrichtsstunde, die sich erkennbar an einer dieser Konzeptionen orientiert und Schülerinnen und Schülern der Realschule eine offene und interessierte Begegnung mit Mt 5, 39-41 ermöglicht! 
39 [ … ] Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin! 40 Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel! 41 Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm! (Mt 5, 39-41)

 

Thema Nr. 3 
Korrelationen zwischen eigener Lebenswelt und christlicher Glaubenstradition herzustellen, markiert für viele Schülerinnen und Schüler eine Herausforderung. 
1. Zeigen Sie anhand ausgewählter empirischer Studien, wie es um die Religiosität heutiger Heranwachsender bestellt ist! Erläutern Sie diese Ergebnisse im Horizont einer religionssoziologischen Theorie! 
2. Stellen Sie die Chancen und Grenzen eines korrelativ angelegten Religionsunterrichts dar, der die Religiosität heutiger Heranwachsender ernst nimmt!
3. Entwerfen Sie eine Unterrichtsdoppelstunde für den katholischen Religionsunterricht an Realschulen zu einem selbstgewählten Thema, das auf einen Aspekt der christlichen Glaubenstradition Bezug nimmt! Veranschaulichen Sie an diesem Unterrichtsentwurf, wie die Schülerinnen und Schüler dadurch zum Korrelieren zwischen eigener Lebenswelt und Glaubenstradition angeleitet werden!

Prüfungstermin: Herbst 2020

Thema Nr. 1
Der Religionspädagoge Joachim Theis hat in einer Studie gezeigt, dass biblisches Wissen bei jungen Leuten – soweit überhaupt vorhanden – kaum Alltagsrelevanz besitzt. Unter diesen Voraussetzungen stellt sich die Frage, ob biblisches Lernen im Religionsunterricht dann überhaupt noch sinnvoll ist.
1. Stellen Sie dar, auf welche Schwierigkeiten sich Religionslehrerinnen und -lehrer in der Realschule einzustellen haben, wenn sie im Religionsunterricht mit biblischen Texten arbeiten!
Zeigen Sie ferner, dass diese Schwierigkeiten auch Chancen bergen!
2. Beschreiben Sie zwei bibeldidaktische Konzepte detailliert und arbeiten Sie heraus, inwiefern diese die Alltagsrelevanz der Bibel im Blick haben!
3. Demonstrieren Sie die Umsetzung eines unter Teilaufgabe 2 beschriebenen bibeldidaktischen Konzeptes an einem Thema aus dem gültigen Lehrplan für katholischen Religionsunterricht an Realschulen in Bayern, indem Sie eine Unterrichtsdoppelstunde entwerfen, die besonders darauf angelegt ist, Schülerinnen und Schülern die Alltagsrelevanz der Heiligen Schrift erfahrbar werden zu lassen!

Thema Nr. 2
Ein zukunftsfähiger Religionsunterricht braucht Optionen, mit den sich verändernden Konfessionszugehörigkeiten und einem gewandelten Bezug zu Konfessionalität umzugehen.
1. Erläutern Sie, was konfessionellen Religionsunterricht in organisatorischer und inhaltlicher Hinsicht prägt! Berücksichtigen Sie dabei Aussagen des Grundgesetzes für die Bundesrepublik
Deutschland und einschlägige kirchliche Dokumente!
2. Stellen Sie zwei Alternativen zum konfessionellen Religionsunterricht dar und diskutieren Sie diese: Welche Chancen und welche Grenzen bringen diese Alternativen jeweils mit sich?
3. Zeigen Sie anhand einer dreistündigen Unterrichtssequenz zu einer selbstgewählten Thematik, wie konfessionell-kooperatives Lernen im katholischen Religionsunterricht an bayerischen Realschulen realisiert werden kann!

Thema Nr. 3
,,Studiert den Katechismus! Das ist mein Herzenswunsch.“ (Benedikt XVI., Vorwort zum sog. Youcat)
1. Zeigen Sie anhand des Schüler-, Schul- und Lernverständnisses des material-kerygmatischen Religionsunterrichts auf, weshalb dieser am Ende der 1960er Jahre in eine fundamentale Krise geraten war!
2. Der Katechismus war das passende Religionsbuch im Rahmen des material-kerygmatischen Religionsunterrichts. Erläutern Sie, welchen Anforderungen heutige Religionsbücher genügen sollten, die im Rahmen eines kompetenzorientierten Religionsunterrichts eingesetzt werden!
3. Im Lernbereich 4 „Jesus Christus – das Sakrament Gottes“ der 8. Jahrgangsstufe (LehrplanPLUS für Katholische Religionslehre an der Realschule) lautet eine Kompetenzerwartung: ,,Die Schülerinnen und Schüler deuten die Sakramente als Heilszeichen einer Begegnung von Gott und Mensch, verstehen, dass in ihnen Christus wirkt und die Kirche handelt.“ Entwerfen Sie eine Doppelstunde, die diese Kompetenzerwartung einlöst, ohne in einen katechismusartigen Unterricht zu verfallen!

Prüfungstermin: Frühjahr 2020

Thema Nr.1
Ästhetisches Lernen ist ein religionsdidaktischer Ansatz, der nach wie vor „pünktlich“ ist.
1. Nehmen Sie folgende Klärungen vor: Was bedeutet der Begriff „ästhetisches Lernen“ bzw. ,,ästhetische Bildung“? Welche pädagogischen Ziele werden damit verfolgt? Inwiefern sind diese Ziele theologisch legitimierbar?
2. Erläutern Sie Dimensionen ästhetischen Lernens! Worin bestehen die Chancen und Grenzen der jeweiligen Dimension?
3. Konzipieren Sie eine dreistündige Unterrichtssequenz, die sich auf den gültigen Lehrplan für Katholische Religionslehre an Realschulen bezieht und ästhetischem Lernen besonders verpflichtet ist! Erläutern Sie zu Ihrem Unterrichtsentwurf, an welchen Stellen welche Dimension ästhetischen Lernens besonders zum Tragen kommt!

Thema Nr. 2
Biographisches Lernen als religionsdidaktisches Prinzip
1. Begründen Sie sowohl in bildungstheoretischer als auch theologischer Hinsicht, warum biographisches Lernen als religionsdidaktisches Prinzip für den Religionsunterricht bedeutsam ist!
2. Stellen Sie Intentionen, Chancen und Grenzen biographischen Lernens im Religionsunterricht dar und berücksichtigen Sie dabei die Unterscheidung zwischen Vorbild- und Modell-Lernen!
3. Entwerfen Sie eine dreistündige Unterrichtssequenz, die unter Berücksichtigung Ihrer Darlegungen zu den Teilaufgaben 1. und 2. veranschaulicht, wie „Jesus, der Christus“ im Sinne eines biographischen Lernens im katholischen Religionsunterricht an Realschulen thematisiert werden kann!

Thema Nr. 3
Laut Lehrplan bestärkt der Religionsunterricht „auf der Grundlage des christlichen Verständnisses von Mensch und Welt“ die Schülerinnen und Schüler darin, ,,Lebens- und Handlungsgrundsätze für ihre persönliche Lebensgestaltung und für das Zusammenleben mit anderen Menschen zu entwickeln“ (Fachprofil Katholische Religionslehre an Realschulen).
1. Zeigen Sie am Ansatz der Werteentwicklung (Lawrence Kohlberg) sowie anhand eines Ansatzes zum Lernen am Modell auf, wie ethische Lernprozesse im Unterricht gestaltet sein können!
2. Stellen Sie das Spezifikum ethischen Lernens im Religionsunterricht heraus und beschreiben Sie, welche Chancen und Herausforderungen sich daraus für ethische Lernprozesse ergeben!
3. Entwerfen Sie eine dreistündige Unterrichtssequenz zum Themenbereich „Sich entscheiden können: Gewissen und Verantwortung“ (9. Jahrgangsstufe, Lehrplan für katholische Religionslehre an Realschulen in Bayern), in der der religiöse Bezugsrahmen deutlich wird! 

Prüfungstermin: Herbst 2019

Thema Nr.1
,,Verlust von Anstand und Werten“ sowie „Orientierungslosigkeit in moralischen Fragen“ etc.: Derartige pauschalisierende Urteile über den scheinbar beklagenswerten moralischen Status junger Menschen heute sind zu befragen.
1. Zeichnen Sie – auch unter Einbezug empirischer Daten – ein differenziertes Bild der Wertewelt junger Menschen heute! Berücksichtigen Sie dabei auch die Haltung Heranwachsender zu Religion!
2. Stellen Sie drei angemessene Modelle ethischen Lernens im Religionsunterricht vor und wägen Sie deren Stärken und Schwächen im Blick auf Schülerinnen und Schüler in der Realschule ab!
3. Zeigen Sie an einer Doppelstunde, die sich am gültigen Lehrplan für Katholische Religionslehre an Realschulen in Bayern orientiert, auf, wie ethisches Lernen in der Realschule so realisiert werden kann, dass der religiöse Bezugsrahmen erkennbar wird!

Thema Nr. 2
Symbole – Sprache der Religion und des Glaubens!
1. Skizzieren Sie verschiedene Merkmale von Symbolen und zeigen Sie – gerade im Hinblick auf die heutige Schülerschaft – deren Wichtigkeit für den Religionsunterricht aut! Gehen Sie dabei auch auf die für die Realschule relevanten entwicklungspsychologischen Stufen des Symbolverständnisses
ein!
2. Stellen Sie zwei religionsdidaktische Entwürfe zum Lernen mit Symbolen vor und entfalten Sie daran mögliche Ziele und Aufgaben symbolischen Lernens!
3. Entwerfen Sie für den katholischen Religionsunterricht an Realschulen drei Unterrichtsbausteine zum Lernen mit religiösen Symbolen!

Thema Nr. 3
Der Religionsunterricht „wird die Schülerinnen und Schüler auch mit Formen gelebten Glaubens bekannt machen und ihnen eigene Erfahrungen mit Glaube und Kirche ermöglichen.“ (Die deutschen Bischöfe: Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 2005, S. 24)
1. Erläutern Sie die zitierte Äußerung aus dem Positionspapier der deutschen Bischöfe! Nehmen Sie dabei Bezug zur kontrovers geführten Diskussion um den „performativen Religionsunterricht“!
2. Beziehen Sie die oben zitierte Zielvorgabe auf Erkenntnisse der aktuellen empirischen Jugendforschung im Blick auf die Religiosität heutiger Jugendlicher! Beurteilen Sie, ob diese Zielvorgabe für Jugendliche heute passt!
3. Zeigen Sie an einem auf den gültigen Lehrplan bezogenen Beispiel Ihrer Wahl auf, wie es im katholischen Religionsunterricht der Realschule didaktisch-methodisch gelingen kann, den im obigen Zitat benannten Anspruch konkret umzusetzen!

Prüfungstermin: Frühjahr 2019

Thema Nr. 1

Im Religionsunterricht ist der „Zusammenhang des christlichen Glaubens mit grundlegenden menschlichen Fragen zu bedenken: ,Der Glaube soll im Kontext des Lebens vollziehbar, und das Leben soll im Licht des Glaubens verstehbar werden.‘ [Der Religionsunterricht in der Schule, 1974] Das ist ohne Einbeziehung der Lebenssituation der Schülerinnen und Schüler, ihrer Fragen und Erfahrungen in den Religionsunterricht nicht möglich.“ (Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 2005)
1. Beschreiben Sie anthropologische und soziokulturelle Voraussetzungen, die heutiger Religionsunterricht an der Realschule hinsichtlich der Schülerinnen und Schüler beachten muss!
2. Stellen Sie das Konzept des korrelativen Religionsunterrichts in seinen theologischen Voraussetzungen und seinen religionsdidaktischen Grundzügen dar!
3. Entwerfen Sie für den katholischen Religionsunterricht an der Realschule eine lehrplankonforme Unterrichtsstunde, die korrelativ die Glaubens- und Lebenswelt im Blick hat!

Thema Nr. 2

Im November 2017 stellte das Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid einer bayernweit repräsentativen Gruppe von Erwachsenen die Frage: ,,Wie finden Sie es, dass der Religionsunterricht an öffentlichen Schulen ein ordentliches Unterrichtsfach wie andere ist?“ Dabei ergaben sich folgende Prozentwerte:
finde ich richtig 65%
finde ich nicht richtig 25%
weiß nicht, keine Angabe 10 %
1. Erläutern Sie die rechtlichen Gegebenheiten des schulischen Religionsunterrichts in der Bundesrepublik Deutschland und kommentieren Sie dabei den Wortlaut des einschlägigen Artikels im Grundgesetz!
2. Diskutieren Sie zentrale Argumente, die für einen „Religionsunterricht an öffentlichen Schulen“ sprechen, und veranschaulichen Sie diese jeweils mit Blick auf das biblische Lernen!
3. Zeigen Sie an einer konkreten Unterrichtsstunde in der Realschule auf, wie der katholische Religionsunterricht eines dieser Argumente mit Blick auf ein biblisches Thema einlösen kann!

Thema Nr. 3

,, ,Umsorge mich mit deiner Liebe‘ – beten und meditieren“ (Lernbereich 5.2, Lehrplan.PLUS für Katholische Religionslehre an den bayerischen Realschulen)
1. Legen Sie dar, warum es gerade in der heutigen Zeit wichtig ist, Heranwachsende im Rahmen des katholischen Religionsunterrichts Phasen der Stille nachspüren und Zugänge zu vielfältigen Formen der Meditation und des Gebets entdecken zu lassen!
2. Zeigen Sie auf, dass Stille, Gebet und Meditation zu den Grundvollzügen eines lebendigen christlichen Glaubens gehören! Gehen Sie dabei auf Chancen, aber auch auf Schwierigkeiten im schulischen Bereich ein!
3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen anhand von verschiedenen Unterrichtsbausteinen zum oben genannten Lernbereich ,,, Umsorge mich mit deiner Liebe‘ – beten und meditieren“ und zeigen Sie auf, inwiefern es sinnvoll ist, dass Schülerinnen und Schüler in einem zeitgemäßen Religionsunterricht  Erfahrungen mit Stille, Meditation und Gebet machen!

Prüfungstermin: Herbst 2018

Thema Nr. 1

Biblische Texte entstammen einer weit entfernten Zeit und Kultur. Ihre „Fremdheit ist […] kein Hindernis für das Verstehen, sondern sein notwendiger Ausgangspunkt.“ (Barbara Stollberg-Rilinger)

1. Entfalten Sie grundsätzliche Argumente, die dafür sprechen, dass eine schulische Auseinandersetzung mit der Bibel der Bildung heutiger Schülerinnen und Schüler förderlich ist!
2. Nehmen Sie begründet zu der These Stellung, dass die Fremdheit biblischer Texte „notwendiger Ausgangspunkt“ für deren Verstehen sei, und zeigen Sie an zwei bibeldidaktischen Konzepten
auf, wie diese Fremdheit unterrichtlich zur Geltung gebracht werden kann!
3. Entwerfen Sie eine lehrplankonforme Unterrichtsstunde, die im katholischen Religionsunterricht an der bayerischen Realschule ein Jesusgleichnis in seiner Fremdheit zugänglich werden lässt!

Thema Nr. 2

Auch nichtchristliche Religionen sind Thema des Religionsunterrichts.

1. Belegen Sie, warum für heutige Schülerinnen und Schüler die Beschäftigung mit nichtchristlichen Religionen bedeutsam ist, und formulieren Sie damit verknüpfte Intentionen (inter-) religiösen Lernens im Religionsunterricht!
2. Diskutieren Sie den Beitrag des interreligiösen Lernens zum Umgang mit dem Anderen bzw. dem „Fremden“ (Stichwort: Differenzhermeneutik)! Wo ergeben sich hier in Bezug auf nichtchristliche Religionen Chancen und wo Grenzen?
3. Skizzieren Sie für den katholischen Religionsunterricht an der bayerischen Realschule eine fünfstündige Unterrichtssequenz zum Thema „Christliche und nichtchristliche Sakralräume als Zugänge zu unterschiedlicher religiöser Weltdeutung“ und begründen Sie die methodische Gestaltung der Unterrichtssequenz!

Thema Nr. 3

Religionslehrkraft zu sein stellt eine besondere Herausforderung dar.

1. Beschreiben Sie, indem Sie Bezug auf wichtige Dokumente zum Religionsunterricht (insbesondere: Synodenbeschluss zum Religionsunterricht von 1974; Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ von 2005) nehmen, welche Rollenerwartungen an Religionslehrerinnen und -lehrer kirchlicherseits herangetragen werden!
2. Religionslehrerinnen und -lehrer brauchen neben aller pädagogischen und didaktischen Professionalität zugleich einen existenziellen Bezug zur „Sache“ des Religionsunterrichts (vgl. oben genannten Synodenbeschluss, 2.8.1). Stellen Sie dar, über welche Kompetenzen Religionslehrerinnen und -lehrer in der Realschule verfügen sollten! Gehen Sie dabei ausschließlich auf  religionspädagogische Erfordernisse ein und diskutieren Sie den Stellenwert der Spiritualität!
3. Zeigen Sie anhand einer Doppelstunde zu einem geeigneten Thema des gültigen Lehrplans für Katholische Religionslehre an Realschulen in Bayern auf, inwiefern beim Unterrichten die religionsdidaktische und die spirituelle Kompetenz der Lehrperson gefordert sind!

Prüfungstermin: Frühjahr 2018

Thema Nr. 1

Religionsunterricht will die Schülerinnen und Schüler unter anderem befähigen, reflektiert und positioniert mit der Frage nach Gott umgehen zu können.

1. Veranschaulichen Sie anhand der Ergebnisse ausgewählter empirischer Studien und im Rekurs auf die „Stufen der Entwicklung religiöser Urteilskraft“ (Oser/Gmünder) charakteristische Merkmale der Gottesvorstellungen von Realschülerinnen und -schülern!
2. Stellen Sie anhand der verschiedenen Dimensionen von Jugendtheologie als „ Theologie von / für / mit Jugendlichen“ dar, was es jeweils bedeuten kann, die Gottesfrage im Religionsunterricht der Realschule wachzuhalten! Bewerten Sie die einzelnen Jugendtheologie-Dimensionen hinsichtlich
ihrer unterrichtlichen Chancen und Grenzen!
3. Konzipieren Sie zu einem selbst gewählten Aspekt des Themenkomplexes „Gottesfrage“ eine
dreistündige Unterrichtssequenz, die Realschülerinnen und -schüler mittels verschiedener jugendtheologischer Dimensionen zu einer reflektierten Positionierung herausfordert!

Thema Nr. 2

Ästhetik als Wahrnehmungslehre, Kunstbildung und Weltverhalten

1. Begründen Sie, wieso gerade heute ein ästhetischer Ansatz in der Religionspädagogik als bedeutsamer erscheint als in früheren Zeiten!
2. Skizzieren Sie Ziele und Wege eines ästhetischen Religionsunterrichts!
3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen im Umgang mit einem Kunstgegenstand im Religionsunterricht!

Thema Nr. 3

Das Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ (2005) ist ein wichtiges Dokument für den Religionsunterricht.

1. Geben Sie wichtige Befunde aus der Situationsanalyse im Bischofswort von 2005 wieder und ergänzen Sie diese durch weitere Erkenntnisse insbesondere zur religiösen Lage junger Menschen, so dass prägende Rahmenbedingungen freigelegt werden, unter denen Religionsunterricht
in der Realschule heute stattfindet!
2. Erläutern Sie ausführlich das Aufgabenspektrum für den Religionsunterricht, wie es das Bischofswort entfaltet! Welche Chancen und welche Probleme ergeben sich, wenn die im Dokument von 2005 genannten Aufgaben im Religionsunterricht der Realschule umgesetzt werden?
3. Konkretisieren Sie an einem Thema Ihrer Wahl aus dem aktuell gültigen Lehrplan in Bayern im Umfang von einer Doppelstunde die Arbeit an einer der im Bischofswort genannten zentralen Aufgaben für den Religionsunterricht!

Prüfungstermin: Herbst 2017

Thema Nr. 1

„Ethik ist ( … ) die Theorie der menschlichen Lebensführung oder die kritische Reflexion unserer Vorstellungen vom guten Leben und richtigen Handeln.“ (Eberhard Schockenhoff: Grundlegung der Ethik. Ein theologischer Entwurf, Freiburg 2007, S. 17)

1. Skizzieren Sie die Ergebnisse empirischer Studien, die einen Einblick in ethisches Urteilen und Verhalten heutiger Jugendlicher geben! Arbeiten Sie – diese Ergebnisse bedenkend- Gründe für ethisches Lernen im Religionsunterricht heraus!
2. Stellen Sie das Proprium ethischen Lernens im Religionsunterricht dar! Beschreiben Sie dazu passend ein Modell ethischen Lernens!
3. Entwerfen Sie eine exemplarische Unterrichtsstunde zum Themenbereich ethisches Lernen, die dem oben genannten Modell zugeordnet werden kann!

Thema Nr. 2

Im Horizont der Gedenkfeiern zu „500 Jahre Reformation“ stellen sich auch Fragen zur Bedeutung von Konfession und Ökumene im Religionsunterricht – sowohl in unterrichtsorganisatorischer als auch in inhaltlich-thematischer Hinsicht.

1. Begründen Sie, warum Religionsunterricht an öffentlichen Schulen in Deutschland konfessionell erteilt wird (unter anderem im Rückgriff auf die Gesetzeslage und einschlägige kirchliche Dokumente), und zeigen Sie an drei Kontexten auf, inwiefern sich diese konfessionelle
Differenzierung in unterrichtsbezogener Hinsicht auswirkt!
2. Erläutern und bewerten Sie zwei alternative Modelle zu einem konfessionellen Religionsunterricht!
3. Entfalten Sie anhand einer dreistündigen Unterrichtssequenz zur Thematik „ … dass alle eins seien! Konfession und Ökumene 500 Jahre nach der Reformation“ (vgl. Lehrplan fiir die sechsstufige Realschule in Bayern; KR 8.5) Möglichkeiten der Zusammenarbeit von evangelischem und katholischem Religionsuntenicht!

Thema Nr. 3

In der religionsdidaktischen Diskussion spielt der Begriff „performativer Religionsunterricht“ eine wichtige Rolle.

a) Klären Sie den Begriff und erläutern Sie Konzepte performativen Lernens! Gehen Sie dabei besonders auf die gesellschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen ein, die zu Ansätzen performativen Religionsuntetrichts geführt haben!
b) Diskutieren Sie Stärken und Schwächen eines performativen Religionsunterrichts! Wie positionieren Sie sich? Begründen Sie Ihre Entscheidung!
c) Zeigen Sie an zwei Unterrichtsbausteinen auf, inwiefern ein performativer Religionsunterricht religiöses Lernen in Realschulen in Bayern bereichern kann!

Prüfungstermin: Frühjahr 2017

Thema Nr. 1

Elementarisierung im Religionsunterricht

1. Schildern Sie das Modell der Elementarisierung in seinen Anliegen, Zielen und Dimensionen!
2. Bereiten Sie die biblische Erzählung Gen 4,1-16 nach dem Modell der Elementarisierung für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 auf! (Sparen Sie dabei die Dimension des elementaren Lernweges noch aus!)
3. Zeigen Sie abschließend in Rückbezug auf Teilaufgabe 2 einen elementaren Lernweg für Gen 4,1-16 in einer Jahrgangsstufe 8 auf!

Thema Nr. 2

„Der Religionsunterricht soll [Schülerinnen und Schüler] zu verantwortlichem Denken und Verhalten
im Hinblick auf Religion und Glaube befähigen.“ (Würzburger Synodenbeschluss, 2.5.1) Aus dieser
Leitidee ergeben sich konkrete Perspektiven für die Ausrichtung des Religionsunterrichts.

1. Legen Sie die Aufgaben dar, die der Religionsunterricht im Sinne des Bischofsworts „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ zu verfolgen hat! Stellen Sie Potenziale und Grenzen dieser Aufgaben heraus!
2. Beschreiben Sie in Bezug auf zwei religionspädagogische Modelle, was unter „religiöser Kompetenz“ verstanden werden kann, und bewerten Sie diese Modelle in ihrer unterrichtspraktischen Relevanz!
3. Erläutern Sie am Beispiel der Erschließung eines Bildes oder Kunstwerks, auf welche Weise dadurch im Religionsunterricht religiöse Kompetenz angebahnt werden kann!

Thema Nr. 3

„Nach und nach breitet sich die ( … ) Erkenntnis aus, dass die als Wirklichkeit ausgegebene Welt des Großen und des Kleinen eine aus sinnlicher Wahrnehmung und geistiger Deutung konstruierte Vorstellung von Wirklichkeit ist – eingespannt in geschichtlich-soziale Kontexte.“ (Gottfried Bitter, in
NHRPG,236)

1. Beschreiben Sie die Aufgaben und Ziele, die der katholische Religionsunterricht verfolgt!
2. Stellen Sie das Modell des ästhetischen Lernens im Religionsunterricht dar und skizzieren Sie, wie die Aufgaben des Religionsunterrichts durch ästhetisches Lernen erreicht werden können!
3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen anhand einer Unterrichtsstunde, in der ästhetisches Lernen der Schülerinnen und Schüler angeregt wird!

Prüfungstermin: Herbst 2016

Thema Nr. 1

„Die jungen Menschen setzen sich mit gegenwärtigen und vergangenen Ausdrucksformen und Zeugnissen des Christentums auseinander, welche die europäische Kultur prägen. Gleichzeitig lernen sie andere Konfessionen, Religionen und Kulturen kennen und besser verstehen. Mit diesen Aufgaben und Zielsetzungen leistet der Katholische Religionsunterricht seinen spezifischen Beitrag zu Bildung und Erziehung der Heranwachsenden.“ (Lehrplan Realschule, Fachprofil Katholische Religion)

1. Erklären Sie, inwiefern der Katholische Religionsunterricht durch interreligiöses Lernen einen
,,Beitrag zu Bildung und Erziehung der Heranwachsenden“ leistet! Ordnen Sie interreligiöses Lernen den grundlegenden Aufgaben und Zielen des Religionsunterrichts zu, wie sie von den deutschen Bischöfen in ihrem Schreiben „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ postuliert werden!

2. Skizzieren Sie didaktisch-methodische Schritte, die in einer „Didaktik der Weltreligionen“ zu beachten sind!

3. Entwerfen sie eine Unterrichtsdoppelstunde, die erkennen lässt, wie der Katholische Religionsunterricht seinen spezifischen Beitrag zur interreligiösen Bildung und Erziehung der Schülerinnen und Schüler leistet!

Thema Nr. 2

„Problemanzeige Bibel“

1. Erläutern sie, warum sich Heranwachsende heutzutage ungern mit biblischen Themen befassen, und legen Sie die Wichtigkeit von biblischem Lernen für einen zeitgemäßen Religionsunterricht der Realschule dar!

2. Stellen Sie zwei bibeldidaktische Konzepte dar!

3. Entfalten Sie ein bibeldidaktisches Konzept mittels einer Unterrichtsstunde, die deutlich macht,
wie biblisches Lernen in der Realschule stattfinden kann!

Thema Nr. 3

In einem Interview mit Rita Kuczynski äußerte eine konfessionslose Erwachsene: „Christen haben keine andere Werte. Mit meinen protestantischen und auch katholischen Freunden hatte ich immer das Gefühl, auf einer Welle zu leben. Sie glauben etwas anderes, aber Sie handeln, wie ich auch handle. Da gibt es keine Differenz.“

1. Diskutieren Sie die angeführte Behauptung im Lichte empirischer Befunde zur Werteorientierung heutiger Jugendlicher!

2. Stellen Sie anhand von drei moralpädagogischen Konzepten (z.B. Werteerhellung, Empathieschulung,… ) dar, worauf ethisches Lernen in der Schule zielt!

3. Erläutern Sie den besonderen Beitrag des Religionsunterrichts im Kontext einer der ganzen Schule aufgetragenen Moralerziehung und konkretisieren Sie diesen spezifischen Beitrag am Beispiel einer Religionsstunde zum Thema „Sich entscheiden können: Gewissen und Verantwortung“ (Jahrgangsstufe 9 der Realschule)!

Prüfungstermin: Frühjahr 2016

Thema Nr. 1

„Religiöses Lernen fördert (…) die Vorstellung von dem, was anders sein könnte und wie es anders sein könnte. Ästhetik verweist in diesem Sinne auf Ethik. Eine Sensibilität für den Anspruch und Zuspruch des Anderen und seine Wahrnehmung ermöglicht erst ethische Entscheidungen.“ (Georg Hilger)

1. Erläutern Sie das Prinzip des ästhetischen Lernens in seinen Grunddimensionen!

2. Stellen Sie dar, inwiefern ästhetisches und ethisches Lernen miteinander verknüpft sind, und belegen Sie diese Verwandtschaft an zwei von Ihnen gewählten Modellen ethischen Lernens!

3. Skizzieren Sie eine dreistündige Unterrichtssequenz, die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 für Ungerechtigkeit sensibilisiert!

Thema Nr. 2

Religionsunterricht hat es mit dem christlichen Glauben zu tun, aber auch – wie der Begriff „Religionsunterricht“ selbst schon nahelegt – mit Religion.

1. Was meint „Religion“? Zeigen Sie Schwierigkeiten auf, denen Definitionen des Begriffs „Religion“ unterliegen und unterscheiden Sie ihn vom Begriff „Glaube“!

2. Aufgabe des Religionsunterrichts ist es, die religiöse Dimension der Wirklichkeit zu erschließen. Stellen Sie ausführlich dar, was mit dieser Aufgabenstellung gemeint ist!

3. Zeigen Sie an einem Unterrichtsbeispiel Ihrer Wahl auf, wie Religionsunterricht Schülerinnen und Schülern die religiöse Dimension der Wirklichkeit erschließen kann!

Thema Nr. 3

Die Bibel ist das grundlegende Dokument des christlichen Glaubens. Trotz dieser Bedeutung ist sie für Schülerinnen und Schüler der Realschulen jedoch kaum in der Lebenswelt präsent.

1. Zeigen Sie anhand konkreter Beispiele, wie die Bibel die gegenwärtige Gesellschaft in Sprache, Kalender und Recht beeinflusst!

2. Formulieren und begründen Sie konkrete, erreichbare Ziele biblischen Lernens in der Realschule!

3. Skizzieren Sie eine Unterrichtssequenz zum Thema „Jesus Christus“, in der deutlich wird, wie die genannten Ziele erreicht werden können!

Prüfungstermin: Herbst 2015

Thema Nr. 1

„Mittlerweile ist Gott nur noch für 44 Prozent der katholischen Jugendlichen wichtig“ (Shell Studie 2010)

1. Legen Sie im Rückgriff auf sozioreligiöse und entwicklungspsychologische Erkenntnisse dar, wie Gottesglaube und Gottesvorstellungen heutiger Jugendlicher zu charakterisieren sind!

2. Zeigen Sie auf, welche Herausforderungen sich daraus zum einen für die Thematisierung der Gottesfrage im Religionsunterricht allgemein und zum anderen für biblische Lehr-Lern-Prozesse im Speziellen ergeben!

3. Entwerfen Sie eine Doppelstunde, welche Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe anregt, ihre persönlichen Gottesvorstellungen in der Lerngruppe zu artikulieren! Beschreiben und begründen Sie die von Ihnen gewählten Impulse, Medien und Methoden sorgfältig (aber verzichten Sie auf eine umständliche Verlaufsbeschreibung der Doppelstunde)!

Thema Nr. 2

Evaluation von Religionsunterricht – mehr als Leistungsmessung!

1. Begründen Sie, wieso das Feld einer Evaluation im Religionsunterricht weit über Leistungsmessung hinausreicht!

2. Erläutern Sie Wege und Ziele einer Evaluation, die von den Schülerinnen und Schülern selbst durchgeführt werden kann!

3. Diskutieren Sie Sinn und Grenzen einer Notengebung im Fach Religionsunterricht!

Thema Nr. 3

„Ethisch handeln lernen“ ist ein Lernbereich des Religionsunterrichts in der Realschule.

1. Nennen Sie Gründe für die Notwendigkeit dieses Lernbereichs in Anbetracht aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen!

2. Stellen Sie unterschiedliche Modelle ethischen Lernens vor und wägen Sie deren Vor- und Nachteile ab!

3. Entwerfen Sie eine auf den Lehrplan bezogene und didaktisch-methodisch durchdachte Unterrichtseinheit (3-4 Unterrichtsstunden), die es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, verantwortungsvoll ethisch handeln zu lernen!

Prüfungstermin: Frühjahr 2015

Thema Nr. 1

Die Diskussion über die Einführung eines ordentlichen Unterrichtsfachs Religion in Berlin verdeutlicht, dass der Religionsunterricht zu allen Zeiten begründet werden muss.

1. Erläutern Sie, wie sich der Einfluss der Kirche auf die schulische Bildung verändert hat und auf welche Weise Kirche heute in der Schule präsent ist und ihren Beitrag für das Bildungs- und Erziehungswesen begründet!

2. Beschreiben Sie gesellschaftliche Veränderungsprozesse, durch die ein flächendeckender konfessioneller staatlicher Religionsunterricht in die Kritik gerät!

3. Diskutieren Sie kritisch mögliche alternative Formen zur derzeit gültigen Regelung bezüglich eines konfessionellen Religionsutnerrichts und seiner Stellung im Fächerkanon!

Thema Nr. 2

Ästhetisches Lernen ist in der religionsdidaktischen Diskussion seit den 1980er Jahren ein zentrales Thema.

1. Entfalten Sie verschiedene Bedeutungsgeschichten des Begriffs ‚Asthetik‘!

2. Stellen Sie das Prinzip ‚Ästhetisches Lernen‘ im Hinblick auf Ziele sowie pädagogische und theologische Relevanz dar!

3. Erläutern Sie Dimensionen Ästhetischen Lernens und Möglichkeiten einer didaktischen Realisierung!

4. Verdeutlichen Sie an einer kurzen Unterrichtssequenz, die sich auf ein Thema des Lehrplans bezieht, inwiefern ästhetisches Lernen gerade den Religionsunterricht der Realschule bereichern kann! Dabei ist nicht die exakte inhaltliche Ausführung der einzelnen Stunden dieser Sequenz von Belang, sondern deren innerer Zusammenhang und Bezug zum ästhetischen Lernen!

Thema Nr. 3

Seit vielen Jahren ist der Religionsunterricht von einer korrelativen Grundstruktur geprägt.

1. Erläutern Sie im Rückgriff auf theologische Positionen (z.B. Paul Tillich, Edward Schillebeeckx,…), was mit „Korrelieren“ im Religionsunterricht gemeint ist!

2. Stellen Sie zwei religionsdidaktische Konzeptionen dar, die vor den 1970er Jahren die Ausrichtung von Religionsunterricht geprägt haben, und zeigen Sie auf, worin sich eine korrelative Ausrichtung dieses Unterrichtsfaches von diesen Konzeptionen unterscheidet!

3. Bewerten Sie die Idee des korrelativ angelegten Religionsunterrichts in ihren Chancen ung Grenzen – gerade auch im Blick auf die abnehmende religiöse Sozialisation heutiger Schülerinnen und Schüler!

Prüfungstermin: Herbst 2014

Thema Nr. 1

„Wenn der Religionslehrer trotzdem versucht, in den Glauben und das Leben der Kirche einzuweisen und einzuüüben, so ist es oft, wie wenn er zu Blinden von Farbe spricht“ (Würzburger Synode, 1.1.1)

1. Skizzieren Sie mit Rückgriff auf religionssoziologische Eckdaten den Graben zwischen dem Glauben der Kirche und heutigen Schülerinnen und Schülern!

2. Erläutern Sie ein aktuelles religionsdidaktisches Konzept, das sich der Herausforderung stellt, eine Korrelation zwischen dem Glauben und Leben zu ermöglichen!

3. Diskutieren Sie kritisch die Zielsetzung, die aus dem Synodenzitat aufscheint („einweisen“ und „einüben“) und formulieren Sie realistische Ziele eines aktuellen Religionsunterrichts in Pluralität!

Thema Nr. 2

Schülerinnen und Schüler „erkennen, dass Symbole und symbolhafte Gebärden mehr zum Ausdruck bringen können als viele Worte“. (Lehrplan für den Katholischen Religionsunterricht an den bayerischen Realschulen – 2001)

1. Beschreiben Sie die besonderen Chancen von Symboldidaktik für den Religionsunterricht in der Realschule! Berücksichtigen Sie dabei entwicklungspsychologische Aspekte und unterschiedliche symboldidaktische Ansätze!

2. Skizzieren Sie allgemeine didaktisch-methodische Zugänge zu Symbolen im Spannungsfeld der Lebenswelt der Heranwachsenden auf der einen und der spezifisch christlichen Symboltradition auf der anderen Seite!

3. Konkretisieren Sie Ihre vorherigen Ausführungen anhand eines Symbols Ihrer Wahl! Was zeichnet dieses Symbol aus? In welchen Unterrichtszusammenhängen könnte es sinnvoll eingesetzt werden? In welchen Schritten könnte man Lehr- und Lernprozesse zu und mit diesem Symbol sinnvoll aufbauen?

Thema Nr. 3

Biblische Texte sind – dem Religionspädagogen Joachim Theis zufolge – nicht lediglich „die Verpackung für theologische Inhalte“. Texte der Bibel sind vielmehr mehrdeutig und offen für unterschiedliche Interpretationen!

1. Entfalten Sie Argumente, die grundsätzlich dafür sprechen, dass die Bibel auch heute als ‚Bildungsbuch‘ wertgeschätzt werden kann, das im schulischen Religionsunterricht zu erkunden lohnt!

2. Beschreiben Sie vier interpretative Zugänge zur Bibel (z.B. linguistisch, historisch-kritisch, wirkungsgeschichtlich,…) und umreißen Sie jeweils knapp deren Chancen und Grenzen für den Religionsunterricht in der Realschule!

3. Skizzieren Sie eine Unterrichtsstunde zu einem selbst gewählten Bibeltext, die Jugendliche dazu anregt, der Vieldeutigkeit desselben auf die Spur zu kommen!

Prüfungstermin: Frühjahr 2014

Thema Nr. 1

Der katholische Schulbischof Hans-Josef Becker gab jüngst zu bedenken:“Das Evangelium ist […] nicht primär eine moralische Botschaft und die Kirchen sind keine Wertagenturen.“

1. Nehmen Sie begründet zu Beckers These Stellung und zeigen Sie auf, wie Glaube und Ethik angemessen aufeinander bezogen werden können!

2. Stellen Sie anhand von drei moralpädagogischen Konzepten (z. B. Werteerhellung, Empathieschulung, …) dar, wie ethisches Lernen im Religionsunterricht begünstigt werden kann!

3. Konkretisieren Sie eines dieser Konzepte am Beispiel einer Unterrichtsstunde zum Thema „Sich entscheiden können: Gewissen und Verantwortung“ (Jahrgangsstufe 9)!

Thema Nr. 2

Ästhetik als Wahrnehmungslehre, Kunstbildung und Weltverhalten

1. Begründen Sie, wieso gerade heute ein ästhetischer Ansatz in der Religionspädagogik bedeutsamer erscheint als in früheren Zeiten!

2. Skizzieren Sie Ziele und Wege ästhetischen Lernens im Religionsunterricht!

3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegungen im Umgang mit einem Kunstgegenstand im Religionsunterricht!

Thema Nr. 3

Heranwachsende brauchen Vorbilder

1. Diskutieren Sie, ob die oben genannte These vor dem Hintergrund heutiger Jugend eine Berechtigung hat!

2. Zeigen Sie Vorteile und mögliche Problemfelder beim Arbeiten an und Lernen mir fremden Biografien auf und gehen Sie dabei auch auf das Lernen an Vorbildern und Modellen ein!

3. Beschreiben Sie an einem selbst gewählten Beispiel Wege und Möglichkeiten, wie in einem zeitgemäßen Religionsunterricht der Realschule das Lernen an Vorbildern stattfinden kann!

Prüfungstermin: Herbst 2013

Thema Nr. 1

Religionsunterricht, der die Prämisse „Subjektorientierung“ ernst nimmt, sollte berücksichtigen, dass Kinder auf ihre Art auch „Theologen“ sind!

1. Zeigen Sie sowohl in theologischer als auch in pädagogischer Hinsicht auf, was mit „Subjektorientierung“ gemeint ist!

2. Stellen Sie unter Rückgriff auf die Binnendifferenzierung „Theologie von/für/mit Kindern“ Intentionen der sog. „Kindertheologie“ dar und diskutieren Sie, inwiefern man diesbezüglich von „Theologie“ sprechen kann oder nicht!

3. Entfalten Sie zum Themenbereich „Eschatologie“ Möglichkeiten, wie im Religionsunterricht an der Realschule „kindertheologisch“ gearbeitet werden kann!

Thema Nr. 2

Religionsunterricht hat mit dem christlichen Glauben zu tun, aber auch – wie der Begriff „Religionsunterricht“ selbst schon nahe legt – mit Religion.

1. Was meint „Religion“? Zeigen Sie Schwierigkeiten auf, denen Definitionen des Begriffs „Religion“ unterliegen, und unterscheiden Sie ihn vom Begriff „Glaube“!

2. Aufgabe des Religionsunterrichts ist es, die religiöse Dimension der Wirklichkeit zu erschließen. Stellen Sie ausführlich dar, was mit dieser Aufgabenstellung gemeint ist!

3. Zeigen Sie an einem Unterrichtsbeispiel Ihrer Wahl, das an den Lehrplan der Realschule zurückgebunden ist, exemplarisch auf, wie Religionsunterricht Schülerinnen und Schülern die religiöse Dimension der Wirklichkeit erschließen kann!

Thema Nr. 3

„Die Prophetentradition gehört wesentlich zu den drei großen abrahamischen Religionen. In der Begegnung“ mit ihnen „lernen die Schüler Menschen kennen, die das Leben aus der Perspektive des Gottesglaubens sehen und so heil- und unheilvolle Situationen wahrnehmen“ (Lehrplan für Katholische Religionslehre an den bayrischen Realschulen, 2001, S. 92)

1. Legen Sie dar, warum und wie Propheten aus biblischem, (kirchen-)geschichtlichem und gegenwärtigem Kontext eine besondere Chance für biographisches Lernen im Religionsunterricht darstellen!

2. Diskutieren Sie die Möglichkeiten biographischen Lernens in der Realschule im Blick auf grundlegende Modelle des ethischen Lernens im Spannungsbogen von Wertevermittlung zu Wertekommunikation! Berücksichtigen Sie dabei entwicklungspsychologische Aspekte!

3. Konkretisieren Sie Ihre Ausführungen anhand eines Beispiels Ihrer Wahl! Zeigen Sie exemplarisch auf, warum, mit welchen Zielen und mit welchen methodischen Bausteinen biographisches Lernen anhand von ‚Propheten‘ im Religionsunterricht möglich und sinnvoll werden kann!

Prüfungstermin: Frühjahr 2013

Thema Nr. 1

Ein zeitgemäßer Religionsunterricht kann und darf sich nicht nur auf ein Reden über Religion beschränken!

1. Diskutieren Sie, ob die oben genannte These vor dem Hintergrund der heutigen Schülerschaft im Religionsunterricht an Realschulen zutrifft!

2. Zeigen Sie auf, was unter performativem Religionsunterricht zu verstehen ist, und erörtern Sie diesbezügliche Vorteile und Problemfelder!

3. Verdeutlichen Sie anhand von selbst gewählten Beispielen, welche Lernchancen ein performativ ausgerichteter Religionsunterricht in der Realschule ermöglicht!

Thema Nr. 2

Religionsunterricht in der Realschule ist in besonderer Weise auf ästhetisches Lernen angewiesen.

1. Begründen Sie, warum der ästhetische Ansatz in der jüngeren religionsdidaktischen Diskussion einen so großen Stellenwert bekommen hat!

2. Erläutern Sie die verschiedenen Dimensionen und Ziele ästhetischen Lernens!

3. Entwerfen Sie eine kurze Unterrichtssequenz zu einem Lehrpanthema der Realschule, in der die Vielgestaltigkeit ästhetischen Lernens zur Geltung kommt!

Thema Nr. 3

Religionsunterricht trägt zur Entwicklung der religiösen Identität der Schülerinnen und Schüler bei.

1. Erläutern Sie zwei unterschiedliche Modelle von Identität!

2. Erörtern Sie, wie diese Modelle religionspädagogisch verwendet werden können!

3. Zeigen Sie in Grundzügen auf, wie eine Unterrichtseinheit (thematisch nach Ihrer Wahl) zur Identitätsentwicklung beitragen kann!

Prüfungstermin: Herbst 2012

Thema Nr. 1

„Auch der Tod macht vor der Schule nicht halt!“

1. Skizzieren Sie Situationen, in denen Leid und Tod in der Schule auf besondere Weise präsent werden können!

2. Stellen Sie Möglichkeiten dar, wie mit diesen Sitautionen im schulischen Religionsunterricht umzugehen versucht werden kann!

3. Erörtern Sie spezifische Kompetenzen, die Lehrerinnen und Lehrer in solchen Situationen benötigen!

Thema Nr. 2

„Werteverfall“, „Verrohung“, „Orientierungslosigkeit“ – die Liste pauschalisierender Urteile über den moralischen Status junger Menschen heute ließe sich verlängern.

1. Zeichnen Sie ein seriöses Bild der (religiösen) Wertewelt junger Menschen heute, möglichst unter Einbezug empirischer Daten!

2. Diskutieren Sie Modelle und Wege ethischen Lernens im Religionsunterricht im Blick auf Schülerinnen und Schüler der Realschule!

3. Zeigen Sie an einer Unterrichtseinheit auf, wie ethisches Lernen in der Realschule so realisiert werden könnte, dass der religiöse Bezugsrahmen erkennbar wird!

Thema Nr. 3

Eine der drei zentralen Aufgaben des Religionsunterrichts lautet gemäß der Erklärung der Deutschen Bischöfe „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ aus dem Jahr 2005: „Der Religionsunterricht fördert die religiöse Dialog- und Urteilsfähigkeit der Schüler“ (S. 27).

1. Inwiefern kann der Religionsunterricht an der Realschule zum Aufbau einer religiösen Dialog- und Urteilsfähigkeit beitragen? Vor welchen Schwierigkeiten stehen Lehrende, die sich an diesem Ziel orientieren, welche Chancen öffnen sich ihnen? Beziehen Sie Erkenntnisse der aktuellen soziologischen und entwicklungspsychologischen Jugendforschung mit ein!

2. Verdeutlichen Sie Ihre Ausführungen im Blick auf die Chancen und Grenzen von interreligiösem Lernen im Kontext Schule!

3. Veranschaulichen Sie an einem auf den Lehrplan bezogenen Beispiel, wie es didaktisch-methodisch gelingen kann, die im Zitat benannte Vorgabe konkret umzusetzen!

Prüfungstermin: Frühjahr 2012

Thema Nr. 1

Der Religionsunterricht „wird die Schülerinnen und Schüler auch mit Formen gelebten Glaubens bekannt machen und ihnen eigene Erfahrungen mit Glaube und Kirche ermöglichen.“ (Die deutschen Bischöfe: Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 2005, S. 24) 

1. Ordnen Sie diese Äußerung aus dem neuesten Papier der Deutschen Bischöfe zum Religionsunterricht in die Diskussion um die Konzeptionen und Ziele des Religionsunterrichts seit 1945 ein!

2. Beziehen Sie die genannte Zielausrichtung auf Erkenntnisse der aktuellen Jugendforschung! Passt diese Zielvorgabe für Jugendliche heute?

3. Beschreiben Sie an einem auf den Lehrplan bezogenen Beispiel Ihrer Wahl, wie es im Religionsunterricht der Realschule didaktisch-methodisch gelingen kann, den im Zitat benannten Anspruch konkret umzusetzen!

Thema Nr. 2

Die gesellschaftlichen Voraussetzungen für religiöse Lernprozesse werden unter anderem mit dem Begriff „Säkularisierung“ beschrieben. 

1. Beschreiben Sie das Konzept „Säkularisierung“ und mögliche alternative Situationsdeutungen!

2. Stellen Sie dar, welche Konsequenzen sich für religiöse Lernprozesse ergeben, wenn die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler als „säkulär“ gilt!

3. Entwickeln Sie eine thematische Lerneinheit, bei der Sie zeigen, wie „Säkularität“ im Religionsunterricht fruchtbar gemacht werden kann.

Thema Nr. 3

Die Frage nach Gott stellt sich im Laufe des Lebens fast jeder. Im Religionsunterricht wird das Thema explizit aufgegriffen oder taucht implizit auf.

1. Führen Sie aus, bei welchen Themen, die im Religionsunterricht behandelt werden, die Frage nach Gott eine Rolle spielt bzw. spielen kann! Begründen Sie ausführlich!

2. Stellen Sie anhand verschiedener Konzeptionen dar, wie sich das Gottesbild im Laufe des Lebens verändert!

3. Skizzieren Sie verschiedene „jugendliche Typen“ und legen Sie dar, wie Sie diesen im Religionsunterricht der Realschule bei den Fragen nach Gott gerecht werden können!

Prüfungstermin: Herbst 2011

Thema Nr. 1

„Die Möglichkeit einer Korrelation von ‚Glaubensinhalt – Lebenssituation heute‘ […] basiert darauf, dass der Entstehungsprozess christlicher Glaubensinhalte im Kontext menschlicher Erfahrungen zu denken ist“ (Paul Schladoth)

1. Erläutern Sie mit Bezug auf das obige Zitat, was ‚Korrelation‘ in theologischer und didaktischer Hinsicht bedeutet!

2. Benennen Sie Argumente, die für und gegen einer korrelative Didaktik im Religionsunterricht sprechen, und formulieren Sie eine eigene, begründete Position zu Chancen wie Grenzen einer solchen Didaktik in der Realschule!

3. Beschreiben Sie eine Sequenz von drei Unterrichtsstunden, die das Lehrplanthema „Mit Konflikten lernen: christliche Orientierungshilfen“ (7. Jahrgangsstufe) in korrelativer Weise zu erschließen sucht!

Thema Nr. 2

Interreligiöses Lernen – eine zentrale Aufgabe des Religionsunterrichts!

1. Erläutern Sie Prinzipien interreligiösen Lernens im Religionsunterricht!

2. Skizzieren Sie konkrete Lernwege, wenn es um die Thematisierung einer konkreten Weltreligion im Religionsunterricht geht!

3. Diskutieren Sie Grenzen eines Umgangs mit Fremdem und Fremden im Religionsunterricht!

Thema Nr. 3

„Die Schüler (…) werden in ihrer Wahrnehmungs-, Ausdrucks- und Urteilsfähigkeit gefördert und angeregt, sich in Worten, Bildern und Symbolen zu äußern.“ – Lehrplan für Katholische Religionslehre an den bayerischen Realschulen (2001), S. 49.

1. Inwiefern können Symbole den RealschülerInnen helfen ihre Wahrnehmungs-, Ausdrucks- und Urteilsfähigkeit zu schulen und weiterzuentwickeln?

2. Beschreiben Sie die besonderen Chancen und Grenzen von Symboldidaktik für den Religionsunterricht in der Realschule! Berücksichtigen Sie dabei entwicklungspsychologische Aspekte und unterschiedliche smyboldidaktische Ansätze!

3. Konkretisieren Sie Ihre vorherigen Ausführungen anhand eines Symbols Ihrer Wahl. Was zeichnet dieses Symbol aus? Worin liegt sein Reiz für die SchülerInnen? In welchem Unterrichtszusammenhang der RS könnte es sinnvoll eingesetzt werden? In welchen Schritten könnte man die Lehr- und Lernprozesse sinnvoll aufbauen?

Prüfungstermin: Frühjahr 2022

Thema Nr.1
Zeig mir, was ihr tut, damit ich verstehe, was ihr glaubt!


1. Entfalten Sie zentrale Argumente, die dafür sprechen, dass Kinder und Jugendliche den christlichen Glauben in der Schule verstehen lernen, und nehmen Sie zur These Stellung, dass sich dieser Glaube ohne seine Handlungsdimension nicht verstehen lässt!


2. Stellen Sie einen religionsdidaktischen Zugang (z.B. performativ, symbolorientiert oder ästhetisch) vor, der religiöses Handeln beleuchten kann, und diskutieren Sie dessen Chancen und Grenzen!


3. Zeigen Sie an einer Schulstunde, wie sich religiöse Akte im katholischen Religionsunterricht an bayerischen Gymnasien im Lichte dieses eben vorgestellten Ansatzes konkret erschließen lassen!

 

Thema Nr. 2
Kirchengeschichte – überflüssig oder unabdingbar im Religionsunterricht?


1. Begründen Sie gegenüber Vorschlägen, man könne in der Schule auf geschichtliche Themen verzichten, die Notwendigkeit und die Ziele von kirchengeschichtlichen Fragestellungen im Religionsunterricht!


2. Erläutern Sie zentrale Prinzipien einer aktuellen Didaktik der Kirchengeschichte!


3. Veranschaulichen Sie die genannten Zieloptionen und Prinzipien an einer konkreten Unterrichtsstunde für den katholischen Religionsunterricht an Gymnasien in Bayern!

 

Thema Nr. 3
Symbole: nur eine Thematik für die Primarstufe?


1. Klären Sie den Begriff „Symbol“ und erläutern Sie Merkmale von Symbolen! Begründen Sie von da aus anthropologisch und theologisch die Bedeutung des Symbollernens im Religionsunterricht des Gymnasiums in der Sekundarstufe I!


2. Machen Sie deutlich, inwiefern es aus entwicklungspsychologischer Perspektive signifikante Unterschiede im Symbolverstehen zwischen Schülerinnen und Schülern der Grundschule und der Sekundarstufe I des Gymnasiums gibt! Formulieren Sie auf Basis dieser Unterscheidung Ziele religiösen Symbollernens und beschreiben Sie Wege zur Erreichung dieser Ziele im gymnasialen Religionsunterricht!


3. Arbeiten Sie mit Bezug auf den aktuell gültigen Lehrplan für Katholische Religionslehre an Gymnasien in Bayern eine Doppelstunde aus, in der Schülerinnen und Schüler lernen, dass religiöse Symbole auf einen spezifischen Weltzugang verweisen!

 

Prüfungstermin: Herbst 2021

Thema Nr.1
Nicht-christliche Religionen kennen und verstehen zu lernen, gehört zum Kerncurriculum des christli­chen Religionsunterrichts.


1.    Begründen Sie pädagogisch und theologisch, warum Schülerinnen und Schülern im christlichen Religionsunterricht ermöglicht werden soll, nicht-christliche Religionen kennen und verstehen zu lernen!


2.    Erläutern Sie Kriterien, die bei der Thematisierung „fremder“ Religionen im Unterricht beachtet werden müssen, um diesen Religionen gerecht zu werden!


3.    Zeigen Sie an einer Unterrichtsstunde für Katholische Religionslehre an Gymnasien in Bayern zu Judentum oder Islam auf, wie zwei dieser Kriterien nachvollziehbar eingelöst werden können!

 


Thema Nr. 2
Wie jedes andere Unterrichtsfach zeichnet sich auch der Religionsunterricht durch Ziele bzw. Kompe­tenzen aus.


1.    Legen Sie dar, welche Ziele der Religionsunterricht gemäß dem Synodenbeschluss von 1974 und dem Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ (2005) zu verfolgen hat! Entfalten Sie diese Ziele inhaltlich näher und diskutieren Sie, inwieweit sie im heutigen gymnasia­len Religionsunterricht erreichbar sind!


2.    Neben den Zielbegriff ist in jüngerer Zeit der Kompetenzbegriff getreten. Stellen Sie detailliert dar, über welche Teilkompetenzen ein angemessenes Verständnis von religiöser Kompetenz verfügen sollte!


3.    Wählen Sie eine Teilkompetenz religiöser Kompetenz aus und entwerfen Sie eine Doppelstunde im Rahmen des gültigen Lehrplans für Katholische Religionslehre an Gymnasien in Bayern, in der Sie aufzeigen, wie die von Ihnen gewählte Teilkompetenz besonders gefördert werden kann! Reflektie­ren Sie Ihren Unterrichtsentwurf auch in Bezug darauf, wie diese Teilkompetenz dazu beiträgt, glo­bale Zielbestimmungen des Religionsunterrichts – wie bezüglich Teilaufgabe 1 ausgeführt – zu verwirklichen!

 


Thema Nr. 3
In der religionsdidaktischen Forschung ist die These zu finden, dass konfessioneller Religionsunterricht ,,learning from religion“ als didaktisches Grundprinzip realisiert.


1.    Verdeutlichen Sie dieses Prinzip im Hinblick auf die seit Jahrzehnten vorherrschende Orientierung an „Korrelation“!


2.    Zeigen Sie auf, dass und wie „learning from religion“ im derzeit rechtlich verfassten konfessionellen Religionsunterricht durch Prozesse des „learning about religion“ und des „learning in religion“ er­gänzt werden kann!


3.    Skizzieren Sie ein im geltenden bayerischen Lehrplan verankertes Unterrichtsbeispiel im Blick auf den Religionsterricht am Gymnasium, in dem Elemente eines „learning in religion“ deutlich wer­den!

 

Prüfungstermin: Frühjahr 2021

Thema Nr.1 
„Von der Vergangenheit in der Gegenwart für die Zukunft lernen“, lautet eine Grundidee in Bezug auf das Lernen mit Kirchengeschichte im Religionsunterricht. 
1. Erläutern Sie verschiedene Argumente, anhand derer deutlich wird, warum die Thematisierung von Kirchengeschichte im Religionsunterricht für Schülerinnen und Schüler bildungsbedeutsam sein kann! 
2. Stellen Sie kirchengeschichtsdidaktische Leitlinien vor, die aufzeigen, was bei der Initiierung eines Lernens mit Kirchengeschichte beachtenswert ist und zeigen Sie auf, welche Intentionen mit kirchengeschichtlichen Lernprozessen verfolgt werden können! 
3. Entwickeln Sie zu einem kirchengeschichtlichen Lernbereich Ihrer Wahl, der im gültigen bayerischen Lehrplan für katholischen Religionsunterricht an Gymnasien zu finden ist, eine dreistündige Unterrichtssequenz! Belegen Sie, welche Aspekte des von Ihnen zu den Teilaufgaben 1 und 2 Dargelegten in dieser Sequenz berücksichtigt werden!

Thema Nr. 2 
„Zur Konfessionalität des katholischen Religionsunterrichts gehört eine grundlegende ökumenische Offenheit. (Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz: Die Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichts, 2016, 8) 
1. Erläutern Sie unterschiedliche Organisationsformen des Religionsunterrichts und zeigen Sie angesichts gesellschaftlicher Entwicklungen sowohl Grenzen als auch Stärken der jeweiligen Organisationsform auf! 
2. Begründen Sie unter Berücksichtigung kirchlicher Dokumente die Bedeutung eines konfessionellen Religionsunterrichts an der Schule und erörtern Sie unterschiedliche Möglichkeiten eines konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts! 
3. Entwerfen Sie eine Unterrichtsstunde in Orientierung am gültigen Lehrplan für Katholische Religionslehre an Gymnasien in Bayern, in der Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten des konfessionell-kooperativen Lernens vorfinden! Erörtern Sie, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler dadurch weiterentwickeln können!

Thema Nr. 3 
Das Christentum verfügt über eine in seiner langen Tradition ausdifferenzierte Theorie und Praxis moralischen Handelns, die seine Identität wesentlich mitbestimmt. Religionsunterricht kann daher nicht auf ethische Bildung im christlichen Sinn verzichten. 
1. Zeichnen Sie ein Bild der Wertewelten junger Menschen heute, das durch empirische Daten abgesichert ist! Beschreiben Sie Überschneidungen und Differenzen zwischen den Wertewelten junger Menschen und dem christlichen Wertesystem! 
2. Erläutern Sie drei Modelle ethischen Lernens, die vor dem Hintergrund eines komplexen Verhältnisses zwischen jugendlichen Wertewelten und christlichem Wertesystem im gymnasialen Religionsunterricht herangezogen werden können! Beurteilen Sie diese in Bezug auf ihre unterrichtliche Bedeutung! 
3. Entwerfen Sie eine Doppelstunde, die sich thematisch am gültigen Lehrplan für Katholische Religionslehre an bayerischen Gymnasien orientiert und in der das Profil ethischen Lernens unter christlichem Vorzeichen besonders hervortritt!

Prüfungstermin: Herbst 2020

Thema Nr.1
Der Synodenbeschluss von 1974 bestimmt das Globalziel von Religionsunterricht wie folgt: „Religionsunterricht soll zu verantwortlichem Denken und Verhalten im Hinblick auf Religion und Glaube befähigen.“ Diese Formel gilt auch heute noch.
1. Grenzen Sie die Begriffe „Religion“ und „Glaube“ voneinander ab! Beschreiben Sie dann unter Beiziehung religionssoziologischer Daten die gegenwärtige Situation junger Menschen in Bezug auf Religion und Glaube!
2. Religionsunterricht heute kann keine Glaubensvermittlung sein, seine Aufgabe ist es vielmehr, die religiöse Dimension der Wirklichkeit zu erschließen: Beschreiben Sie dies genauer! Erörtern Sie die Rolle des Glaubens in diesem Erschließungsprozess! 
3. Zeigen Sie anhand eines Themas aus dem derzeit gültigen Lehrplan für Katholische Religionslehre an Gymnasien in Bayern, wie der christliche Glaube eine religiöse Erschließung von Welt zu leisten vermag! Entwerfen Sie dazu eine Unterrichtsdoppelstunde!

Thema Nr. 2
Der Begriff „performativer Religionsunterricht“ ist seit ca. 15 Jahren in der Religionsdidaktik etabliert. An ihn knüpfen sich unterschiedliche Hoffnungen und Erwartungen.
1. Klären Sie den Begriff „performatives Lernen“! Gehen Sie dabei besonders auf die gesellschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen ein, die zu Konzepten performativen Religionsunterrichts geführt haben!
2. Diskutieren Sie Stärken und Schwächen eines performativen Religionsunterrichts! Begründen Sie, welche Position Sie in Bezug auf einen performativen Religionsunterricht vertreten!
3. Skizzieren Sie – orientiert am derzeit gültigen Lehrplan für Katholische Religionslehre an Gymnasien in Bayern – zwei Unterrichtsbausteine, die performativem Lernen verpflichtet sind! Verdeutlichen Sie den spezifischen Beitrag, den der jeweilige Unterrichtsbaustein zur Erschließung des gewählten Lehrplanthemas leistet!

Thema Nr. 3
Mit der Hattie-Studie wurden die Religionslehrkräfte und ihr Handeln im Unterricht wieder stärker ins Zentrum gerückt.
1. Beschreiben Sie für die Religionslehrkräfte notwendige Kompetenzen!
2. Begründen Sie auf dem Hintergrund entwicklungspsychologischer Theorien die Forderung, Schülerinnen und Schüler als aktive Subjekte ihrer religiösen Entwicklung ernst zu nehmen, und konkretisieren Sie die dafür notwendigen Kompetenzen einer Religionslehrkraft!
3. Verdeutlichen Sie Ihre Ausführungen zu den Teilaufgaben 1 und 2, indem Sie eine Unterrichtsstunde zu einem Thema Ihrer Wahl aus dem derzeit gültigen Lehrplan für Katholische Religionslehre am Gymnasium in Bayern skizzieren!

Prüfungstermin: Frühjahr 2020

Thema Nr.1
Die Bibel: ein zentraler Gegenstand im gymnasialen Religionsunterricht der Gegenwart
1. Entwerfen Sie ein religionssoziologisch fundiertes Bild der religiösen Situation junger Menschen heute! Beschreiben Sie von diesem Ausgangspunkt her, mit welchen Schwierigkeiten biblisches Lernen konfrontiert ist! Legen Sie dar, welches bildende und lebensorientierende Potenzial biblisches Lernen für Schülerinnen und Schüler eröffnet!
2. Biblisches Lernen bedarf einer didaktischen Fundierung. Entfalten Sie zwei bibeldidaktische Ansätze, die für das Gymnasium relevant sind! Machen Sie bezüglich dieser Ansätze deutlich, wie diese den in Teilaufgabe 1. genannten Schwierigkeiten begegnen und worin die spezifischen Bildungschancen dieser bibeldidaktischen Ansätze bestehen!
3. Entwerfen Sie eine Doppelstunde, die sich am gültigen Lehrplan für Katholische Religionslehre an Gymnasien in Bayern orientiert und einem der in Teilaufgabe 2. entfalteten bibeldidaktischen Ansätze verpflichtet ist. Erläutern Sie dabei, an welchen Stellen Ihres Unterrichtskonzepts dieser Ansatz besonders zum Tragen kommt!

Thema Nr. 2
,,Bildung ohne Religion ist unvollständig und Religion ohne Bildung ist gefährlich.“ (Michael Meyer-Blanck)
1. Umreißen Sie im Rekurs auf empirische Befunde drei dringliche Herausforderungen, vor denen der Religionsunterricht in der Schule gegenwärtig steht!
2. Entfalten Sie zentrale Argumente, die für einen schulischen Religionsunterricht sprechen, und nehmen Sie im Lichte dieser Argumente begründet Stellung zu der oben zitierten doppelten These von Michael Meyer-Blanck!
3. Zeigen Sie an einer konkreten Unterrichtsstunde zu einem kirchengeschichtlichen Thema auf, wie der katholische Religionsunterricht an bayerischen Gymnasien in Orientierung an der oben zitierten Aussage von Michael Meyer-Blanck wirken kann!

Thema Nr. 3
Symbole sind die Sprache der Religion.
1. Legen Sie dar, was unter Symbol und Zeichen zu verstehen ist, und gehen Sie dabei auch auf die theologische Relevanz von Symbolen ein!
2. Skizzieren Sie zwei religionsdidaktische Entwürfe einer Symboldidaktik und diskutieren Sie die Vor- und Nachteile der beiden Konzepte für den Religionsunterricht am Gymnasium!
3. Entwerfen Sie für den katholischen Religionsunterricht an bayerischen Gymnasien eine Unterrichtsdoppelstunde, die symbolisches Lernen – unter Berücksichtigung Ihrer Ausführungen zu den Teilaufgaben 1. und 2. – ermöglicht! 

Prüfungstermin: Herbst 2019

Thema Nr.1
Pluralität als religionspädagogische Herausforderung
1. Beschreiben Sie Kennzeichen der sogenannten Postmoderne und charakterisieren Sie jeweils den Stellenwert von Religion und Glauben vor dem Hintergrund dieser Kennzeichen!
2. Skizzieren Sie zentrale Ziele eines religionspädagogischen Umgangs mit Pluralität und erläutern Sie wichtige Kompetenzen, die die Lehrenden benötigen, um der Heterogenität in der Schülerschaft gerecht zu werden!
3. Konzipieren Sie vor dem Hintergrund des bisher Erarbeiteten eine dreistündige Unterrichtssequenz für den katholischen Religionsunterricht an Gymnasien in Bayern, mit der Sie aufzeigen, wie Pluralität verantwortlich bearbeitet werden kann!

Thema Nr. 2
Neutestamentliche Gleichnisse sind „anstößige Geschichten“ mit „Widerhaken“ (Thomas Söding).
1. Legen Sie dar, was Erzählungen überhaupt und neutestamentliche Gleichnisse im Besonderen ausmacht, und begründen Sie, warum letztere im Religionsunterricht thematisiert werden sollten!
2. Stellen Sie zwei bibeldidaktische Konzeptionen in ihren jeweiligen Vorannahmen, Zielen und unterrichtspraktischen Konsequenzen vor und erörtern Sie Chancen wie Grenzen dieser beiden Ansätze!
3. Entwerfen Sie eine katholische Religionsstunde, die sich an einer der zu Teilaufgabe 2. dargestellten Konzeptionen orientiert, um Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums ein neutestamentliches Gleichnis als „anstößige Geschichte“ zugänglich werden zu lassen!

Thema Nr. 3
Der Korrelationsdidaktik und ihrem Anliegen kommt bis heute Relevanz zu.
1. Stellen Sie die Kerngedanken von Korrelation dar, zeigen Sie die theologischen Hintergründe dieses Prinzips auf und skizzieren Sie dessen Rezeption in der Religionspädagogik!
2. Gegen Korrelation wurden in der religionsdidaktischen Forschung Einwände erhoben. Beschreiben und bewerten Sie solche grundlegenden Bedenken! Setzen Sie sich mit der These auseinander, dass der Anspruch von Korrelation im heutigen Religionsunterricht nur bedingt umgesetzt werden kann und durch die Idee eines „learning from religion“ ersetzt werden sollte!
3. Entwerfen Sie unter Bezug auf den gültigen Lehrplan für katholische Religionslehre an Gymnasien in Bayern drei Unterrichtsbausteine, durch die Schülerinnen und Schüler zu Korrelation eingeladen werden! Machen Sie deutlich, wie dies die Unterrichtsbausteine zu leisten versuchen!

Prüfungstermin: Frühjahr 2019

Thema Nr. 1

Interreligiöse Kompetenz ist heute unabdingbar.
1. Legen Sie veränderte gesellschaftliche und kirchliche Voraussetzungen dar, von denen her die Notwendigkeit interreligiösen Lernens im schulischen Religionsunterricht einsichtig gemacht werden kann!
2. Interreligiöses Lernen gründet sich auf entsprechende Lernprinzipien und ein angemessenes Methodenrepertoire. Erläutern Sie solche Prinzipien interreligiösen Lernens und bringen Sie diese mit geeigneten Methoden in Verbindung!
3. Entwerfen Sie eine Unterrichtssequenz (Umfang: 3 Unterrichtsstunden), bezogen auf den gültigen Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an Gymnasien in Bayern, die geeignet ist, die interreligiöse Kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern! Stellen Sie dabei ausdrücklich Beziehungen zu Teilaufgabe 2. her, indem Sie deutlich machen, welche Lernprinzipien Sie verfolgen und welche Methoden Sie hierfür heranziehen!

Thema Nr. 2

Wie jedes andere Unterrichtsfach zeichnet sich auch der Religionsunterricht durch Ziele bzw. Kompetenzen aus.
1. Legen Sie dar, welche Ziele der Religionsunterricht gemäß dem Synodenbeschluss von 1974 zum Religionsunterricht und dem Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ (2005) zu verfolgen hat! Entfalten Sie diese Ziele inhaltlich näher und diskutieren Sie, inwieweit sie im heutigen Religionsunterricht erreichbar sind!
2. In der heutigen Diskussion ist an die Stelle des Zielbegriffs der Kompetenzbegriff getreten. Stellen Sie detailliert dar, über welche Facetten ein angemessener Begriff von religiöser Kompetenz verfügen sollte! Geben Sie dabei Rechenschaft über die Bedeutung des Begriffs religiös!
3. Wählen Sie eine religiöse Kompetenz aus und zeigen Sie anhand einer Doppelstunde, die sich am gültigen Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an Gymnasien in Bayern orientiert, auf, wie die von Ihnen gewählte Kompetenz besonders gefördert werden kann!

Thema Nr. 3

Religionsunterricht muss heute „mehr sein als Reden über Religion“.
1. Erläutern Sie diese These mit Rückgriff auf die gesellschaftliche Entwicklung sowie auf entsprechende kirchliche Aussagen zum Religionsunterricht und begründen Sie den Mehrwert von performativen Unterrichtselementen im Religionsunterricht des Gymnasiums!
2. Skizzieren Sie Grenzen, die berücksichtigt werden müssen, damit ein performativer Religionsunterricht die Rahmenbedingungen eines schulischen Unterrichtsfaches nicht überschreitet!
3. Konkretisieren Sie Ihre Ausführungen an einer dreistündigen Unterrichtssequenz zu einem frei gewählten Themenfeld des katholischen Religionsunterrichts an bayerischen Gymnasien!

Prüfungstermin: Herbst 2018

Thema Nr. 1

„Kinder können auf ihre Weise gut mit Symbolen und Ritualen umgehen, auch wenn sie diese kognitiv noch nicht in ihre Polyperspektivität auflösen.“ (Georg Langenhorst)

1. Zeigen Sie im Rekurs auf einschlägige Theorien auf, wie sich der Begriff „Symbol“ angemessen bestimmten lässt, und überprüfen Sie die Stimmigkeit von Georg Langenhorsts These im Lichte zweier entwicklungspsychologischer Modelle (z.B. Jean Piaget und James W. Fowler)!
2. Beschreiben Sie zwei grundlegende symboldidaktische Konzeptionen in ihren Vorannahmen, Zielen und unterrichtspraktischen Konsequenzen und erörtern Sie Chancen wie Grenzen dieser Ansätze!
3. Umreißen Sie für den katholischen Religionsunterricht eine Unterrichtsstunde, die Kindern der 5. Jahrgangsstufe eines bayerischen Gymnasiums ein elementares religiöses Symbol zugänglich werden lässt und dabei Georg Langenhorsts Annahme beherzigt!

Thema Nr. 2

Geschichte – überflüssig oder unabdingbar im Religionsunterricht?

1. Begründen Sie gegenüber durchaus ernsthaft gemeinten Vorschlägen, man könne in der Schule auf geschichtliche Themen verzichten, die Notwendigkeit und Ziele der Auseinandersetzung mit kirchengeschichtlichen Fragestellungen im Religionsunterricht!
2. Erläutern Sie zentrale Prinzipien einer aktuellen Didaktik der Kirchengeschichte!
3. Veranschaulichen Sie die genannten Zieloptionen und Prinzipien an einer konkreten Unterrichtsstunde des katholischen Religionsunterrichts an einem bayerischen Gymnasium!

Thema Nr. 3

Der Religionsunterricht soll Schülerinnen und Schüler befähigen, sich zu Fragen des Glaubens begründet positionieren zu können.

1. Zeigen Sie im Rekurs auf Ergebnisse empirischer Studien, wie es um den Glauben heutiger Jugendlicher bestellt ist, und diskutieren Sie, inwiefern James W. Fowlers Stufen der Glaubensentwicklung helfen, diese Ergebnisse zu deuten!
2. Klären Sie, inwiefern im Religionsunterricht Glaube gelehrt bzw. gelernt werden kann, und entfalten Sie vor diesem Hintergrund Potenziale der verschiedenen Varianten einer Theologie von/für/mit Kindern bzw. Jugendlichen!
3. Konkretisieren Sie zum Themenbereich „Atheismus“ eine am gültigen Lehrplan orientierte Unterrichtsdoppelstunde, in der Schülerinnen und Schüler im katholischen Religionsunterricht an bayerischen Gymnasien herausgefordert werden, ihre eigene, glaubensbezogene Position zu klären!

Prüfungstermin: Frühjahr 2018

Thema Nr. 1

„Korrelation bleibt das grundlegende Prinzip religiösen Lernens, insbesondere für den Religionsunterricht – bis auf Widerruf.“ (Georg Langenhorst)

1. Erläutern Sie im Rekurs auf einschlägige Autoren und Dokumente, was „Korrelation“ einerseits in theologischer und andererseits in didaktischer Hinsicht bedeutet!
2. Nehmen Sie begründet zu obiger These von Georg Langenhorst Stellung! Berücksichtigen Sie dabei auch Einwände, die gegen eine korrelative Religionsdidaktik vorgebracht werden!
3. Zeigen Sie an einer Doppelstunde zum Lehrplanthema „Die Welt ist unvollendet: Konflikte, Schuld und Versöhnung“ (Jahrgangsstufe 8, Lehrplan für das Gymnasium in Bayern) begründet auf, wie sich menschliche Erfahrungen im katholischen Religionsunterricht korrelativ ergründen
lassen!

Thema Nr. 2

Die Auseinandersetzung mit Wertefragen stellt einen zentralen Kontext des katholischen Religionsunterrichts dar.

1. Zeigen Sie im Rekurs auf Ergebnisse empirischer Studien, welche Wertvorstellungen bzw. -haltungen für heutige Jugendliche charakteristisch sind, und skizzieren Sie den spezifischen Beitrag des Religionsunterrichts zur Wertebildung!
2. Erläutern Sie drei verschiedene Modelle, wie Werte und Normen im Religionsunterricht thematisiert
werden können, und beurteilen Sie diese!
3. Konkretisieren Sie den spezifischen Beitrag des katholischen Religionsunterrichts zur Wertebildung der Lernenden anhand einer lehrplankonformen Unterrichtsdoppelstunde an einem bayerischen Gymnasium zu einem Thema und einer Jahrgangsstufe Ihrer Wahl! Berücksichtigen Sie dabei Ihre Darlegungen zu den Teilaufgaben 1. und 2. !

Thema Nr. 3

Die Religionspädagogin Mirjam Schambeck umschreibt als zentrales Ziel biblischen Unterrichts, die Schülerinnen und Schüler in der Begegnung mit biblischen Texten „zu befähigen, Sinn zu konstruieren und dessen intersubjektive Gültigkeit im Dialog mit anderen Verstehern und auch mit dem Text selbst abzugleichen.“

1. Diskutieren Sie Argumente, die für und wider die dargelegte Zielsetzung biblischen Unterrichts sprechen!
2. Beschreiben Sie vier interpretative Zugänge zur Bibel (z. B. struktural, historisch-kritisch, wirkungsgeschichtlich, … ) und zeigen Sie jeweils begründet auf, in welcher Hinsicht diese das Sinnpotenzial biblischer Texte zu ergründen helfen!
3. Entwerfen und erläutern Sie eine lehrplankonforme Unterrichtseinheit zu einem selbst gewählten Bibeltext, die Schülerinnen und Schüler im katholischen Religionsunterricht am Gymnasium dazu anregt, eigene Deutungen zu entwickeln und im Dialog mit den Mitschülerinnen und -schülern auf die Probe zu stellen!

Prüfungstermin: Herbst 2017

Thema Nr.1

Im September 2016 stellte das Meinungsforschungsinstitut YouGov einer deutschlandweiten Personengruppe, für die Repräsentativität beansprucht wurde, die Frage: „ Würden Sie einen gemeinsamen Werteunterricht anstatt eines Religionsunterrichts für alle Schülerinnen und Schüler befürworten oder ablehnen?“ Mit Blick auf einen gemeinsamen Werteunterricht ergaben sich folgende Prozentwerte:

37%47%29%34%12%5%11%5%11%9%
WestOstWestOstWestOstWestOstWestOst
voll und ganz befürworten eher befürworten eher ablehnenganz und gar ablehnen weiß nicht

Quelle: yougov.de (11. 01.2017)

  1. Erläutern Sie die rechtlichen Gegebenheiten des schulischen Religionsunterrichts in der Bundesrepublik Deutschland! Berücksichtigen Sie dabei unter anderem den Wortlaut von Art. 7 Abs. 3 des Grundgesetzes!
  2. Diskutieren Sie zentrale Argumente, die für den Religionsunterricht in der öffentlichen Schule sprechen, und veranschaulichen Sie diese jeweils mit Blick auf das ethische Lernen!
  3. Zeigen Sie an einer konkreten lehrplankonformen Unterrichtsstunde auf, wie der katholische Religionsunterricht am bayerischen Gymnasium eines dieser Argumente mit Blick auf ein ethisches Thema einlösen kann!
 

Thema Nr. 2

Mit wachsendem Alter nimmt die Bedeutung der Bibel für Schülerinnen und Schüler ab. Diese Entwicklung macht sich vor allem in den weiterführenden Schulen, wie z.B. dem Gymnasium, bemerkbar.

  1. Entwerfen Sie ein religionssoziologisch fundiertes Bild der religiösen Situation heutiger junger Menschen und zeigen Sie darauf aufbauend auf, mit welchen Schwierigkeiten Religionslehrerinnen und -lehrer zu rechnen haben, wenn sie mit biblischen Texten arbeiten möchten! Inwiefern bietet diese Situation auch Chancen?
  2. Stellen Sie zwei bibeldidaktische Konzepte genauer vor, die sich für biblisches Lernen im gymnasialen Religionsunterricht besonders eignen! Machen Sie deutlich, inwiefern diese Konzepte mit den in Teilaufgabe 1 aufgeführten Schwierigkeiten produktiv umgehen!
  3. Entwerfen Sie zu den in Teilaufgabe 2 gewählten bibeldidaktischen Konzepten je einen lehrplankonformen Unterrichtsbaustein für den katholischen Religionsunterricht an Gymnasien in Bayern und erläutern Sie, inwiefern hier Grundgedanken dieser Konzepte realisiert werden!

Thema Nr. 3

Spätestens seit der großen Hattie-Studie weist man auch den Religionslehrkräften im religiösen Bildungsprozesseine zentrale Stellung zu.

  1. Beschreiben Sie Kompetenzen, über welche die Religionslehrkraft notwendig verfügen muss!
  2. Begründen Sie auf dem Hintergrund entwicklungspsychologischet Theorien die Forderung, Schülerinnen und Schüler als aktive Subjekte ihrer religiösen Entwicklung ernst zu nehmen, und setzen Sie die in Teilaufgabe 1 dargestellten Kompetenzen dazu in Bezug!
  3. Entwerfen Sie zu einem Themenbereich Ihrer Wahl eine lehrplankonforme Unterrichtsstunde für den katholischen Religionsunterricht am Gymnasium, in der Ihre Ausführungen zu den Teilaufgaben 1 und 2 zum Tragen kommen!
    Erläutern Sie die Gestaltung der entworfenen Unterrichtsstunde entsprechend!
 

Prüfungstermin: Frühjahr 2017

Thema Nr. 1

Geschichte gibt zu denken: 2017 feiern evangelische Christinnen und Christen in Deutschland das Reformationsjubiläum. 500 Jahre nach Luthers so genanntem „Thesenanschlag“ beteiligt sich auch die katholische Kirche am Reformationsgedenken, um trotz der Kirchentrennung auf die Einheit im Glauben zu verweisen.

  1. Entfalten Sie drei Argumente, die für die Thematisierung von Kirchengeschichte im Religionsunterricht sprechen!
  2. Stellen Sie kirchengeschichtsdidaktische Anforderungen dar, die ein Lernprozess erfüllen sollte,der einen stimmigen Beitrag zu kirchengeschichtlich-religiösem Lernen leisten will!
  3. Weisen Sie anhand einer dreistündigen Unterrichtssequenz für den katholischen Religionsunterricht in Jahrgangsstufe 8 am Gymnasium zur Thematik „Martin Luther und die Reformation“ nach, dass kirchengeschichtliche Inhalte Schülerinnen und Schüler zu biographischem Lernen motivieren können!
 

Thema Nr. 2

Der Synodenbeschluss von 1974 bestimmt das Ziel des Religionsunterrichts wie folgt: „Religionsunterricht soll zu verantwortlichem Denken und Verhalten im Hinblick auf Religion und Glaube befähigen.“

  1. Erläutern Sie die beiden Begriffe „Glaube“ und „Religion“ hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede!
  2. Beschreiben Sie die religiöse Situation junger Menschen heute unter Beiziehung religionssoziologischer Daten!
  3. Erörtern Sie die These, dass Religionsunterricht heute keine Glaubensvermittlung sein kann, sondern seine Aufgabe darin besteht, die religiöse Dimension der Wirklichkeit zu erschließen!
  4. Zeigen Sie anhand eines Themas aus dem Lehrplan für das Gymnasium in Bayern, wie die christliche Religion eine spezifische Perspektive auf die Welt zu erschließen vermag! Entwerfen Sie dazu eine Unterrichtsdoppelstunde!
 

Thema Nr. 3

Der Mensch als Subjekt ist Ausgangs- und Zielpunkt religiösen Lernens.

  1. Erläutern Sie die Bedeutung dieser These mit Rückgriff auf theologische und religionspädagogische Argumentationsstränge!
  2. Diskutieren Sie, welche Bedeutung innerhalb eines subjektorientierten Lernkonstrukts die Inhalte eines konfessionellen Glaubens haben, und skizzieren Sie ein religionsdidaktisches Modell, das sich dafür eignet, das Wechselspiel von Inhalts- und Subjektorientierung konstruktiv zu bewältigen!
  3. Konzipieren Sie – ausgehend von Ihren Überlegungen in Teilaufgaben 1. und 2. sowie orientiert am gültigen Lehrplan für das Gymnasium in Bayern – zu einer dogmatischen Fragestellung eine Unterrichtsstunde im Sinne des subjektorientierten Lernens! Zeigen Sie für die einzelnen Lernschritte auf, wie sie Ihren Überlegungen zum subjektorientierten Lernen entsprechen!
 

Prüfungstermin: Herbst 2016

Thema Nr. 1

Wie der Unterricht injedem anderen Fach ist auch der Religionsunterricht auf Ziele bzw. die Vermittlung von Kompetenzen ausgerichtet.

1. Legen Sie dar, welche Ziele Religionsunterricht gemäß dem Synodenbeschluss von 1974 und dem Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ zu verfolgen hat! Entfalten Sie diese Ziele inhaltlich näher und diskutieren Sie, inwieweit sie im heutigen Religionsunterricht erreichbar sind!
2. In der heutigen Diskussion ist an die Stelle des Zielbegriffs der Kompetenzbegriff getreten. Stellen Sie detailliert dar, über welche Facetten ein angemessener Begriff von religiöser Kompetenz verfügen sollte! Erläutern Sie dabei die Bedeutung des Begriffs „religiös“!
3. Wählen Sie einen Bereich religiöser Kompetenz aus und entwerfen Sie eine Doppelstunde im Rahmen des gültigen Lehrplans für das Gymnasium, an der Sie aufzeigen, wie der von Ihnen gewählte Kompetenzbereich besonders gefördert werden kann!

Thema Nr. 2

„Symbolisieren lernen“ zählt zu den Erfordernissen eines zeitgemäßen Religionsunterrichts – nicht zuletzt angesichts der von vielfältigen Codierungsformen geprägten gegenwärtigen Lebenswelt.

1. Begründen Sie, warum ein Lernen mit Symbolen im Religionsunterricht am Gymnasium unverzichtbar ist, und legen Sie dar, was in entwicklungspsychologischer Hinsicht dabei beachtenswert erscheint!
2. Stellen Sie zwei religionsdidaktische Entwürfe zum Lernen mit Symbolen in Grundzügen vor und bewerten Sie diese Entwürfe hinsichtlich der Idee, dass Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht zum Symbolisieren befähigt werden sollen!
3. Konzipieren Sie – ausgehend von Ihren Darlegungen zu Teilaufgabe 1) und 2) sowie orientiert am gültigen Lehrplan für das Gymnasium – zu einem selbst gewählten christlichen Symbol eine Unterrichtsstunde, an der sich zeigt, was „Symbolisieren lernen“ heißen kann!

Thema Nr. 3

„Religion spielt bald überhaupt keine Rolle mehr!“ – „Auch in Zukunft wird es Religion und Religionen geben!“

1. Diskutieren Sie die beiden kontroversen Ansichten unter Einbezug des Religionsbegriffs und positionieren Sie sich selbst!
2. Skizzieren Sie, wie religiöse Bildungsarbeit heute inhaltlich konzipiert sein muss, um die Ausdifferenzierung und Vielgestaltigkeit von Religion konstruktiv aufgreifen zu können!
3. Diskutieren Sie konstruktiv und kritisch denkbare Organisationsmodelle eines Religionsunterrichts in einer pluralen Gesellschaft!

Prüfungstermin: Frühjahr 2016

Thema Nr. 1

Religiöse Bildung ist ohne die ästhetische Komponente nicht denkbar.

1. Begründen Sie, wieso der Aspekt „Ästhetik“ für religiöse Lern- und Bildungsprozesse unverzichtbar ist!

2. Erläutern Sie zentrale Dimensionen ästhetischer Bildung und entfalten Sie davon ausgehend religionsdidaktische Perspektiven für ästhetisches Lernen im Religionsunterricht!

3. Skizzieren Sie zum Thema „Jesus, der Christus“ eine Unterrichtssequenz (drei Unterrichtsstunden unter Berücksichtigung von Zielen, Inhalten und Lernwegen) und belegen Sie daran das Potential älsthetischen Lernens für den Religionsunterricht an Gymnasien!

Thema Nr. 2

Für Gymnasiastinnen und Gymnasiasten ist interreligiöse Kompetenz unabdingbar.

1. Legen Sie heutige gesellschaftliche und kirchliche Voraussetzungen dar, von denen her die Notwendigkeit interreligiösen Lernens im schulischen Religionsunterricht einsichtig gemacht werden kann!

2. Interreligiöses Lernen gründet sich auf entsprechende Lernprinzipien und ein angemessenes Methodenrepertoire. Erläutern Sie solche Prinzipien interreligiösen Lernens und bringen Sie diese mit geeigneten Methoden in Verbindung!

3. Entwerfen Sie ausgehend vom Lehrplan eine Unterrichtssequenz (Umfang: ca. 3 Unterrichtsstunden), die geeignet ist, die interreligiöse Kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern! Stellen Sie dabei ausdrücklich Beziehungen zu Aufgabe 2 her, indem Sie deutlich machen, welche Lernprinzipien Sie verfolgen und welche Methoden Sie hierfür heranziehen!

Thema Nr. 3

Lernen an Biographien? Vorbilder? – „Nur eine Art pädagogischer Lebertran, den jeder mit Widerwillen schluckt“ (Siegfried Lenz, Das Vorbild. Roman 1973, S. 103). Nach Jahrzehnten der Skepsis und weitgehender Ablehnung des Vorbild- oder Modell-Lernens lässt sich seit einigen Jahren eine neue Suche nach Vorbildern und Modellen gelingenden Lebens beobachten.

1. Ordnen Sie den Boom des Vorbild- oder Modell-Lernens in den gesellschaftlichen und religionspädagogischen Kontext der Gegenwart ein!

2. Beschreiben Sie Schwierigkeiten, Chancen und Grenzen des Modell-Lernens für den Religionsunterricht am Gymnasium!

3. Konkretisieren Sie Ihre Ausführungen anhand eines lehrplanrelevanten Unterrichtsbeispiels Ihrer Wahl! Zeigen Sie exemplarisch auf, warum, wie und mit welchen methodischen Bausteinen Modell-Lernen im Religionsunterricht am Gymnasium möglich und sinnvoll werden kann!

Prüfungstermin: Herbst 2015

Thema Nr. 1

Erinnerungsorte – Orten, Personen, Geschichten begegnen

1. Erläutern Sie die Bedeutung kirchengeschichtlichen Lernens aus anthropologischer und theologischer Sicht!

2. Skizzieren Sie zwei kirchengeschichtliche Lernwege und begründen Sie deren jeweiligen Wert!

3. Konkretisieren Sie an einem Beispiel Ihre Überlegungen in Bezug auf regionale Kirchengeschichte (z.B. Lernen an Orten, mit Personen, …)!

Thema Nr. 2

Die „Frage nach Gott“ stellt ein zentrales Thema des Religionsunterrichts dar.

1. Entfalten Sie im Rückgriff auf theologische und pädagogische Argumentationen sowie in Bezug auf Ergebnisse ausgewählter Jugendstudien Gründe, die für eine Thematisierung der Gottesfrage im Religionsunterricht sprechen!

2. Erläutern Sie anhand der „Stufen der Entwicklung religiöser Urteilskraft“ (Oser/Gmünder), wie sich das Verhältnis zum Ultimaten im Lebensverlauf entwickeln kann, und leiten Sie daraus Folgerungen ab, was hinsichtlich der Thematisierung der Gottesfrage im Religionsunterricht an Gymnasien beachtenswert erscheint!

3. Konzipieren Sie eine Unterrichtsstunde zum Lehrplanthema „II.3 Verantworteter Gottesglaube: Anfragen, Ablehnung, Annäherungen„, die Ihre Darlegungen zu den Teilaufgaben 1 und 2 berücksichtigt!

siehe dazu: Lehrplanauszug Gymnasium Kath. Religionslehre 11.3

 

Thema Nr. 3

„Religins als Ausdruck menschlichen Denkens und Vorstellens ist ohne das Erzählen nicht möglich.“ (Martin Pranieß)

1. Entfalten Sie Argumente, die grundsätzlich dafür sprechen, die Bibel in heutiger Zeit im Raum der öffentlichen Schule zum Thema werden zu lassen!

2. Erläutern Sie, was Erzählen von anderen Formen menschlicher Mitteilung unterscheidet und welche Bedeutung dem Erzählen in der Bibel selbst zukommt!

3. Zeigen Sie Aspekte auf, die zu beachten sind, um biblische Erzählungen im Unterricht angemessen zu präsentieren und zu ergründen, und konkretisieren Sie Ihre Überlegungen am Beispiel einer Unterrichtsstunde zur Parabel von den Talenten (siehe: Mt 25,14-30)!

Prüfungstermin: Frühjahr 2015

Thema Nr. 1

In der Jugendstudie Baden-Württemberg 2013 benannten 2.396 Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 18 Jahren die „Top 5“ ihrer eigenen Werte:

Unter den „Top 5“ der eigenen Werte nannten:

  • Familie 89%
  • Freunde / Freundinnen 82%
  • Gesundheit 80%
  • Liebe / Partnerschaft 50%
  • Freizeit 45%
  • Erfolg 43%
  • Geld 42%
  • Religion 15%
  • Leistung 15%
  • Umwelt / Natur 10%
  • Schönheit 10%
  • Medien 6%

1. Umschreiben Sie ethische Tendenzen, die im vorgelegten Befund erkennbar werden, und diskutieren Sie deren Bedeutung für den katholischen Religionsunterricht!

2. Stellen Sie anhand von drei moralpädagogischen Konzepten (z.B. Werteerhellung, Empathieschulung,…) dar, worauf ethisches Lernen in der Schule zielt!

3. Erläutern Sie den spezifischen Beitrag des Religionsunterrichts im Kontext einer der ganzen Schule aufgetragenen Moralerziehung und konkretisieren Sie diesen besonderen Beitrag am Beispiel einer Religionsstunde zum Thema „Gewissen konkret: Verantwortung für das Leben übernehmen“ (Jahrgangsstufe 10 des Gymnasiums)!

Thema Nr. 2

„Die Schülerin/den Schüler ernst nehmen“ – so lautet eine häufig in der Religionsdidaktik gebrauchte Formel.

1. Erhellen Sie dieses Postulat aus philosophischer, theologischer und didaktischer Perspektive!

2. Zeigen Sie auf, welche Kompetenzen Religionslehrerinnen und Religionslehrer benötigen, um einen Religionsunterricht zu gestalten, in dem Schülerinnen und Schüler als Subjekte ihrer religiösen Biographie gewürdigt werden!

3. Wo sehen Sie mit Blick auf den Lehrplan für Gymnasien Möglichkeiten, Schülerinnen und Schüler bei der Entwicklung einer eigenen Religiosität zu unterstützen? Erläutern Sie dies an zwei Beispielen genauer!

Thema Nr. 3

Die Plangung des Unpanbaren ist die Aufgabe einer Religionslehrkraft.

1. Erläutern Sie planbare und unplanbare Momente des Religionsunterrichts in der Vorbereitung von Religionsunterricht!

2. Skizzieren Sie die Unterrichtsvorbereitung anhand des Elementarisierungsansatzes unter Berücksichtigung von planbaren und unplanbaren Momenten!

3. Diskutieren Sie Chancen und Grenzen der elementarisierenden Frageperspektiven der Unterrichtsvorbereitung an einem Beispiel Ihrer Wahl!

Prüfungstermin: Herbst 2014

Thema Nr. 1

„Aus dem verdienstvollen Bemühen heraus, die Liebe und Barmherzigkeit Gottes herauszustreichen, haben Theologie und gerade auch Religionspädagogik die Erfahrung der Nachtseiten Gottes weitgehend verdrängt“ (Rudolf Englert)

1. Legen Sie begründet dar, inwiefern eine schulische Auseinandersetzung mit der Bibel der Bildung von Schülerinnen und Schülern überhaupt förderlich sein kann!

2. Benennen Sie theologische und pädagogische Argumente, die dafür sprechen, im Religonsunterricht auch Bibeltexte zur Geltung zu bringen, in denen ‚dunkle‘ und rätselhafte Seiten Gottes aufscheinen!

3. Zeigen Sie an einer Unterrichtsstunde auf, wie ein solcher befremdlicher Bibeltext aus dem Neuen Testament mit Jugendlichen achtsam und sinnvoll bearbeitet werden kann!

Thema Nr. 2

Der Religionsunterricht am Gymnasium soll die „Wahrnehmungs-, Urteils- und Ausdrucksfähigkeit“ der Schülerinnen und Schüler fördern. (Lehrplan für das Gymnasium, Fachprofil Katholische Religionslehre)

1. Erläutern Sie das religionspädagogische Konzept, dem diese Zielbeschreibung verpflichtet ist!

2. Beschreiben und konkretisieren Sie davon ausgehend mögliche Teilaspekte einer religiösen Kompetenz, die auf diese Weise aufgebaut werden soll!

3. Diskutieren Sie, welche Kompetenzen die Lehrenden benötigen, um dieses Zielspektrum religionspädagogisch verantwortet strukturieren zu können!

Thema Nr. 3

Immer wieder wird die Existenzberechtigung des Religionsunterrichts infrage gestellt, nicht zuletzt mit dem Verweis darauf, dass immer weniger Jugendliche kirchlich-konfessionell geprägt sind.

1. Stellen Sie im Rückgriff auf einschlägige (Jugend-)Studien dar, wie es gegenwärtig um die Religiosität Heranwachsender bestellt ist!

2. Entfalten Sie Argumente, aus denen ersichtlich wird, dass Religionsunterricht an öffentlichen Schulen nach wie vor berechtigt ist!

3. Der bayrische Gymnasiallehrplan formuliert zum Unterrichtsthema „Religion in der offenen Gesellschaft“ (Jahrgangsstufe 11) folgende Zielperspektive: „Auf der Basis von eigenen Wahrnehmungen religiöser Phänomene gehen die Schüler sowohl den Einflüllen von Religion auf das persönliche Selbstverständnis als auch auf Kultur und Gesellschaft nach […]. Somit werden sie fähig, Religion […] zu beurteilen sowie […] eigene Positionen zu entwickeln.“

Entfalten Sie zu dieser Zielperspektive eine Sequenz (überblicksartige Darstellung thematischer Schwerpunkte und Intentionen) von sechs Unterrichtsstunden und erläutern Sie sodann, inwiefern diese Unterrichtssequenz das von Ihnen zu den Teilaufgaben 1. und 2. Dargelegte berücksichtigt!

Prüfungstermin: Frühjahr 2014

Thema Nr. 1

„Ich bin religiös, aber nicht gläubig.“

Diese Aussage eines Jugendlichen spiegelt das Empfinden vieler junger Menschen wider, die den gymnasialen Religionsunterricht besuchen.

1. Was meint der Begriff „Religion“? Worin unterscheidet er sich vom Begriff „Glaube“?

2. Beschreiben Sie die religiöse Situation junger Menschen heute unter Beiziehung religionssoziologischer Daten!

3. Religionsunterricht heute kann keine Glaubensvermittlung sein, seine Aufgabe ist es vielmehr, die religiöse Dimension der Wirklichkeit zu erschließen. Was bedeutet dies genauer?

Thema Nr. 2

Erinnerungsorte: Orten, Personen, Geschichten begegnen

1. Erläutern Sie die Bedeutung eines erinnerungsorientierten Lernens aus anthropologischer und theologischer Sicht!

2. Skizzieren und begründen Sie den Wert entsprechender didaktischer Lernwege!

3. Konkretisieren Sie Ihre Überlegung in Bezug auf ein Nahraumprojekt aus der regionalen Kirchengeschichte!

Thema Nr. 3

„Religionslehrerinnen und Religionslehrer unterrichten Schülerinnen und Schüler und Religion“

Erläutern Sie dieses Zitat unter folgenden Aufgabestellungen:

1. Beschreiben Sie präzise und ausführlich die für eine Religionslehrerin bzw. einen Religionslehrer notwendigen Kompetenzen!

2. Begründen Sie auf dem Hintergrund konstruktivistischer Lerntheorien die Forderung, Schülerinnen bzw. Schüler als aktive Konstrukteure ihrer religiösen Entwicklung ernst zu nehmen!

3. Verdeutlichen und konkretisieren Sie den Zusammenhang Ihrer Ausführungen zu den Teilaufgaben 1. und 2. an einem Themenbereich aus dem Lehrplan des Gymnasiums und skizzieren Sie dazu eine Unterrichtsstunde!

Prüfungstermin: Herbst 2013

Thema Nr. 1

Religionskunde versucht aus einer Außenperspektive zu beschreiben, wie Religionen sich selbst verstehen. „Der Bedarf an religionskundlichem Wissen wächst in einer Situation, die einerseits gekennzeichnet ist durch einen kulturellen Traditionsabbruch im Hinblick auf die eigene religiöse Kultur, die wesentlich durch die jüdische und christliche Tradition bestimmt wird, die andererseits die Vielfalt der Religionen im weltweiten Horizont neu ins Bewusstsein treten lässt.“ (Werner Simon)

1. Erläutern Sie die organisatorische Struktur und die inhaltliche Ausrichtung des katholischen Religionsunterrichts gemäß dem Grundgesetz und einschlägigen kirchlichen Dokumenten (z. B. Synodenbeschluss zum Religionsunterricht, Bischofswort „Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“)!

2. Zeigen Sie auf, welche Bedeutung religionskundlichem Wissen für einen solchen Religionsunterricht zukommt und inwiefern ein religionskundlicher Ansatz dort auch an Grenzen stößt!

3. Skizzieren Sie eine Unterrichtsstunde, die eine von Ihnen gewählte Weltreligion (Judentum, Islam oder Buddhismus) religionskundlich zu erschließen sucht!

Thema Nr. 2

Mit dem sogenannten „performativen Lernen“ reagiert die Religionspädagogik auf die im Rückgang begriffene religiöse Primärsozialisation der Lernenden.

1. Stellen Sie anhand religionssoziologischer Befunde den soziokulturellen Kontext dar, der gegenwärtig die Religiosität Heranwachsender prägt, und belegen Sie entsprechende Phänomene unter Rückgriff auf Ergebnisse repräsentativer empirischer Studien!

2. Erläutern Sie in Bezug auf die beiden Hauptrichtungen (Inszenierung bzw. Teilhabe), was „performatives Lernen“ bedeutet und bewerten Sie dieses religionsdidaktische Prinzip in seinen Chancen und Grenzen für religiöses Lernen an der öffentlichen Schule!

3. Veranschaulichen Sie an einem selbst gewählten Beispiel, wie performatives Lernen im Religionsunterricht an Gymnasien religionsdidaktisch verantwortet realisiert werden kann!

Thema Nr. 3

Ästhetisches Lernen – ein zentrales Unterrischtsprinzip auch im Gymnasium?

1. Häufig wird davon gesprochen, dass Ästhetisches Lernen ein unterrichtliches Prinzip sei, das vornehmlich in der Grundschule seinen Platz habe. Erläutern Sie, warum aus gegenwärtigen gesellschaftskulturellen und theologischen Gründen viel dafür spricht, dieses Prinzip auch im Religionsunterricht des Gymnasiums zur Geltung kommen zu lassen!

2. Unterscheiden Sie verschiedene Dimensionen Ästhetischen Lernens!

3. Zeigen Sie zwei unterschiedliche didaktische Realisierungsmöglichkeiten dieses Prinzips auf!

Prüfungstermin: Frühjahr 2013

Thema Nr. 1

Wie jedes andere Unterrichtsfach zeichnet sich auch der Religionsunterricht heute durch seine Kompetenzorientierung aus.

1. Legen Sie dar, welche Aufgaben und Ziele der Religionsunterricht gemäß dem Synodenbeschluss von 1974 und dem Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ zu verfolgen hat! Entfalten Sie diese Aufgaben und Ziele inhaltlich näher und diskutieren Sie, inwieweit sie im heutigen Religionsunterricht erreichbar sind!

2. In der heutigen Diskussion tritt an die Stelle des Zielbegriffs vermehrt der Kompetenzbegriff. Stellen Sie detailliert dar, über welche Facetten ein angemessener Begriff von religiöser Kompetenz verfügen sollte!

3. Wählen Sie religiöse Kompetenzen aus und entwerfen Sie eine Unterrichtseinheit im Rahmen des gültigen Lehrplans für Gymnasien, in der Sie aufzeigen, wie die von Ihnen gewählten Kompetenzen besonders gefördert werden können!

Thema Nr. 2

„Die Bibel ist ein altes Buch, das ständig im Religionsunterricht behandelt wird, mir aber nichts sagt.“ Aussagen dieser Art repräsentieren die Meinung vieler Schülerinnen und Schüler.

1. Belegen Sie, warum biblisches Lernen im Religionsunterricht unverzichtbar ist!

2. Stellen Sie einen aktuellen bibeldidaktischen Ansatz dar und zeigen Sie daran, worauf zu achten ist, damit biblische Texte für die Schülerinnen und Schüler bedeutsam werden können!

3. Konzipieren Sie zu einem selbst gewählten Aspekt aus Gen 1-3 eine Doppelstunde (entweder für die Jahrgangsstufe 8 oder die Jahrgangsstufe 11), an der deutlich wird, wie exegetische Erkenntnisse und bibeldidaktische Prämissen im Religionsunterricht gewinnbringend für Schülerinnen und Schüler zur Geltung gebracht werden können!

Thema Nr. 3

Kirchengeschichte – überflüssig oder unabdingbar im Religionsunterricht?

1. Begründen Sie gegenüber durchaus ernsthaft gemeinten Vorschlägen, man könne in der Schule auf geschichtliche Themen verzichten, die Notwendigkeit und Ziele von kirchengeschichtlichen Fragestellungen im Religionsunterricht!

2. Erläutern Sie zentrale Prinzipien einer aktuellen Didaktik der Kirchengeschichte!

3. Veranschaulichen Sie die genannten Zieloptionen und Prinzipien an einem konkreten unterrichtlichen Vorhaben!

Prüfungstermin: Herbst 2012

Thema Nr. 1

Die christliche Tradition lebt von „Zeugen des Glaubens“, insofern Glaube auf eine authentische Weitergabe angewiesen ist. Nicht zuletzt deshalb bezieht sich Religionsunterricht bei vielen Themen auf biographische Momente.

1. Charakterisieren Sie in Abgrenzung zu „Vorbild-Lernen“ und zu „Modell-Lernen“ biographisches Lernen als religionsdidaktisches Prinzip!

2. Begründen Sie, warum biographisches Lernen im Religionsunterricht angesichts einer postmodernen Gesellschaft zunehmend bedeutsam wird!

3. Skizzieren Sie – ausgehend von einem geeigneten Lehrplanthema Ihrer Wahl – eine Unterrichtssequenz, die verschiedene Nuancierungen biographischen Lernens im Religionsunterricht am Gymnasium berücksichtigt!

Thema Nr. 2

In einer repräsentativen Befragung, die im Jahre 2010 im Auftrag des Bayerischen Rundfunks unter jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahren in Bayern druchgeführt wurde, ergaben sich zur Frage „Welche Werte sind Ihnen momentan wichtig?“ folgende Zustimmungswerte:

                                                           sehr wichtig         wichtig

Treue                                                       62%                  29%

Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit               61%                  33%

Liebe                                                       57%                  28%

Verlässlichkeit                                     49%                  44%

Respekt vor anderen Menschen    49%                  43%

….

Genuss, Streben nach Luxus           17%                  40%

Macht(streben)                                     8%                    21%

Religosität, Glaube                              8%                    17%

                              Quelle: on3-Jugenstudie „Dein 2020“ (2010) 5

1. Umschreiben Sie ethische Trends und Tendenzen, die im vorgelegten Befund erkennbar werden, und diskutieren Sie deren Bedeutung für den katholischen Religionsunterricht!

2. Zeigen Sie nachvollziehbar auf, welche Zielsetzungen ein Religionsunterricht verfolgt, der eine „autonome Ethik im christlichen Horizont“ (Alfons Auer) zu fördern sucht!

3. Stellen Sie anhand von drei moralpädagogischen Konzepten (z.B. Wertekommunikation, Emapthieschulung, …) dar, wie ethisches Lernen in der Schule ermöglicht werden kann!

4. Konkretisieren Sie eines dieser Konzepte am Beispiel einer Unterrichtsstunde zum Thema „Menschenrechte“ (12. Jahrgangsstufe)!

Thema Nr. 3

„Was in der Bibel über die Wunder Jesu berichtet wird, glaubt doch niemand!“ (Schüler, Jahrgangsstufe 8)

1. Skizzieren Sie das altorientalische Weltbild, das den Rahmen für ein angemessenes Verständnis der biblischen Wundererzählungen abgibt!

2. Diskutieren Sie den Einsatz von Wundererzählungen im Gymnasium unter Bezug auf entwicklungspsychologische Erkenntnisse!

3. Zeigen Sie an einer Wundererzählung methodische Möglichkeiten bei der Arbeit mit Wundererzählungen im Religionsunterricht des Gymnasiums auf!

Prüfungstermin: Frühjahr 2012

Thema Nr. 1

In der Shell-Jugendstudie von 2010 zeigten sich 32 Prozent der katholischen Jugendlichen davon überzeugt, dass es einen persönlichen Gott gibt. 

1. Erläutern Sie die organisatorische Struktur schulischen Religionsunterrichts gemäß den geltenden Verfassungstexten und entfalten Sie die Position einschlägiger kirchlicher Dokumente (z.B. Synodenbeschluss zum Religionsunterricht, Bischofswort „Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“) zur Konfessionalität des katholischen Religionsunterrichts!

2. Diskutieren Sie Herausforderungen, die sich angesichts des dargelegten Shell-Befundes für die konfessionelle Ausrichtung des schulischen Religionsunterrichts ergeben! 

3. Stellen Sie ein bibeldidaktisches Konzept vor, das Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichsten Einstellungen fruchtbar Zugänge zur heiligen Schrift eröffnet! 

4. Konkretisieren Sie dieses Konzept am Beispiel einer Unterrichtsstunde zu einem neutestamentlichen Thema!

Thema Nr. 2

„Auch der Tod macht vor der Schule nicht Halt!“

1. Skizzieren Sie Situationen, in denen Leid und Tod in der Schule auf besondere Weise präsent werden können!

2. Stellen Sie Möglichkeiten dar, wie mit diesen Situationen im schulischen Alltag und Religionsunterricht umgegangen werden kann! Beziehen Sie dabei die Handlungsvollzüge von Kirche mit ein!

3. Erörtern Sie spezifische Kompetenzen, die Lehrkräfte oder in der Schulpastoral verantwortliche Personen in solchen Situationen benötigen!

Thema Nr. 3

„Wichtig ist, dass die Bedeutung der Sprech- und Ausdrucksformen des Glaubens sich nicht hauptsächlich in distanzierter Betrachtung, sondern in ihrem Vollzug, im Probieren erschließt.“ (Die deutschen Bischöfe: Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen, 2005, S. 25)

1. Welche Konsequenzen für den Religionsunterricht an Gymnasien ergeben sich aus dieser zentralen Vorgabe des Positionspapiers der Deutschen Bischöfe? Welcher Bezug lässt sich zu den Forderungen nach einer „performativen Religionsdidaktik“ ziehen? Welche Chancen und Grenzen der Umsetzung sehen Sie?

2. Beziehen Sie die genannte Äußerung auf Erkenntnisse der aktuellen soziologischen und entwicklungspsychologischen Jugendforschung!

3. Verdeutlichen Sie an einem auf den aktuellen Lehrplan bezogenen Beispiel Ihrer Wahl, wie es didaktisch-methodisch gelingen kann, die im Zitat benannte Vorgabe konkret umzusetzen!

Prüfungstermin: Herbst 2011

Thema Nr. 1

„Heute steht der Religionsunterricht verstärkt vor der Herausforderung, einen Zugang zu gelebten Glaubensformen und religiöser Praxis didaktisch zu erschließen. Deshalb sind einzelne Themenkreise mit einem kirchlichen Festkalender verbunden, der Verknüpfungen mit katholischer Festkultur und ihrer zeitlichen Rhythmisierung enthält.“ – Lehrplan für das Gymnasium in Bayern (2009), Fachprofil Katholische Religionslehre, S. 3.

1. Wie kann man die Notwendigkeit begründen, heute „einen Zugang zu gelebten Glaubensformen und religiöser Praxis“ zu begründen? Welche Chancen und welche Grenzen sind mit dieser Forderung verbunden?

2. Verankern Sie die genannte Forderung im Kontext unterschiedlicher Konzeptionen und Prinzipien der Religionsdidaktik!

3. Konkretisieren Sie Ihre Ausführungen an einem lehrplanrelevanten Beispiel aus dem Bereich des Kirchenjahres!

Thema Nr. 2

Konstruktivismus versus Instruktivismus

1. Erläutern Sie die zentralen Eckdaten des pädagogischen Konstruktivismus in Abgrenzung zu instruktivistischen Vorstellungen von Bildung!

2. Diskutieren Sie die Bedeutung, Reichweite und Grenzen des Konstruktivismus für religiöse Lernprozesse, besonders im Jugendalter!

3. Beschreiben Sie Kennzeichen eines konstruktivistisch orientierten Religionsunterrichts und konkretisieren Sie das an einer Unterrichtsstunde zu einem Thema nach freier Wahl!

Thema Nr. 3

Religiöse Bildungsprozesse finden im Kontext gesellschaftlicher Voraussetzungen statt, die oft mit dem Begriff „Säkularisierung“ bezeichnet werden.

1. Erläutern Sie den Begriff „Säkularisierung“!

2. Zeigen Sie auf, warum die von Ihnen beschriebenen Aspekte auf religiöses Lernen in der Schule Einfluss haben können!

3. Entwickeln Sie ein Modell wie der Religionsunterricht auf diese Bedingungen konzeptuell in Zukunft reagieren sollte!

Prüfungstermin: Herbst 2010

Thema Nr. 1

Jugendliche sind in der Pubertät auf der Suche nach Identitä!

1. Stellen Sie Erik H. Eriksons Identitätskonzept dar! Konkretisieren Sie dabei in besonderem Maße die für den schulischen Unterricht am Gymnasium relevanten Phasen!

2. Zeigen Sie auf, inwieweit die Identitätsfrage für die spezifisch religiöse Entwicklung und Bildung von Bedeutung ist!

3. Skizzieren Sie auf der Basis eines Lehrplanthemas Möglichkeiten, wie im katholischen Religionsunterricht des Gymnasiums die Identitätsfindung der Jugendlichen unterstützt werden kann!

Thema Nr. 2

„Der Religionsunterricht macht mit Formen gelebten Glaubens vertraut und ermöglicht Erfahrungen mit Glaube und Kirche“. So legt das Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ (2005) eine der drei großen Aufgaben des katholischen Religionsunterrichts fest.

1. Erläutern Sie diese Aussage vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Situation des katholischen Religionsunterrichts am Gymnasium sowie mit Blick auf die veränderte religiöse und gesellschaftliche Situation der Gegenwart (z. B. im Vergleich zur Situation von 1974 und dem Beschluss der Würzburger Synode)!

2. Erötern Sie, inwiefern der so genannte „Performative Religionsunterricht“ den „neuen Herausforderungen“ und speziell der oben zitierten Aufgabe des katholischen Religionsunterrichts am Gymnasium gerecht werden kann!

3. Konkretisieren Sie Ihre Ausführungen, indem Sie zwei unterschiedliche Umsetzungsmöglichkeiten für den gymnasialen Religionsunterricht skizzieren (z. B. eine Unterrichtsstunde und ein Projekt oder die Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung einer Exkursion und einer Stundensequenz)!

Thema Nr. 3

Religiöses Lernen im katholischen Religionsunterricht ist nicht denkbar ohne konstitutiven Bezug auf die Bibel als Heilige Schrift der Christen.

1. Zeigen Sie auf, welche Aufgaben angesichts der heutigen sozioreligiösen Situation mit Blick auf biblisches Lernen im katholischen Religionsunterricht zu beachten sind!

2. Entfalten Sie Argumente, die dafür sprechen, die Bibel in heutiger Zeit im Raum der öffentlichen Schule zum Thema werden zu lassen!

3. Beschreiben Sie zwei bibeldidaktische Konzeptionen in ihren Vorannahmen, Zielen und unterrichtspraktischen Konsequenzen und erörtern Sie Chancen wie Grenzen dieser beiden Ansätze!

4. Skizzieren Sie eine konkrete Unterrichtseinheit, welche einen biblischen Text ihrer Wahl gemäß einer der angeführten Konzeptionen mit Jugendlichen zu erschließen vermag!

Prüfungstermin: Frühjahr 2020

Thema Nr.1
Bisweilen wird die Existenzberechtigung des Religionsunterrichts in Frage gestellt, nicht zuletzt mit dem Verweis darauf, dass immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene religiös geprägt sind.
1. Stellen Sie im Rückgriff auf einschlägige (Jugend-)Studien dar, wie es gegenwärtig um die Religiosität Jugendlicher und junger Erwachsener bestellt ist!
2. Entfalten Sie Argumente, aus denen ersichtlich wird, dass Religionsunterricht an beruflichen Schulen nach wie vor von Bedeutung ist!
3. Der bayerische Fachlehrplan für Katholische Religionslehre an Berufsschulen formuliert zum Lernbereich „Christentum und Lebenspraxis“ (10. Jahrgangsstufe) folgende Kompetenzerwartung: ,, Die Schülerinnen und Schüler […] deuten Lebenserfahrungen aus christlicher Sicht und leiten daraus Formen der Lebensgestaltung ab. “ Entfalten Sie zu dieser Kompetenzerwartung eine Sequenz von drei Unterrichtsstunden und erläutern Sie, inwiefern diese Unterrichtssequenz das von Ihnen zu den Teilaufgaben 1. und 2. dargelegte berücksichtigt!

 

Thema Nr. 2
1. Beschreiben Sie Herausforderungen der postmodernen Schülerwelten, die die Bibeldidaktik heute im Blick haben muss! Erläutern Sie Gründe, warum biblisches Lernen heute im Religionsunterricht unverzichtbar ist!
2. Erläutern Sie zwei aktuelle bibeldidaktische Ansätze in ihren Vorannahmen, Zielen und unterrichtspraktischen Konsequenzen!
3. Entwerfen Sie einen Unterrichtsbaustein für den katholischen Religionsunterricht an beruflichen Schulen zu einem selbst gewählten Bibeltext und berücksichtigen Sie dabei einen der in Teilaufgabe 2. gewählten bibeldidaktischen Ansätze!

 

Thema Nr. 3
Religionsunterricht soll Schülerinnen und Schüler zu religiöser Kompetenz befähigen.
1. Entfalten Sie Aufgaben und Ziele des Religionsunterrichts an Berufsschulen, der die religiöse Heterogenität seiner Schülerinnen und Schüler ernst nimmt! Berücksichtigen Sie bei Ihren Ausführungen religionsdidaktische Theorien und zentrale Aussagen kirchlicher Dokumente zum Religionsunterricht!
2. Stellen Sie im Rekurs auf zwei verschiedene Modelle religiöser Kompetenz dar, inwiefern Religionsunterricht zu deren Umsetzung einen Beitrag leisten kann und wo es diesbezüglich eventuell Grenzen gibt!
3. Veranschaulichen Sie an einer Unterrichtsdoppelstunde zu einem selbst gewählten Themenbereich des katholischen Religionsunterrichts an bayerischen Berufsschulen, wie Schülerinnen und Schüler im Rahmen religionsunterrichtlichen Lernens mindestens zwei Dimensionen eines Kompetenzmodells vertiefen können!

 

 

Prüfungstermin: Frühjahr 2019

Thema Nr. 1

Symbolorientiertes Lernen als Grundprinzip zur Erschließung von Religion:
1. Zeigen Sie auf, in welchen Bereichen von Religion sich die vielfältige Verwendung von Symbolen zeigt, und erläutern Sie die Bedeutung von Symbolen für die christliche Religion!
2. Skizzieren Sie im Überblick die Entwicklung der Symboldidaktik in den 1990er Jahren als Alternative zur Korrelationsdidaktik hin zur Entwicklung von symboldidaktischen Konzepten! Erläutern Sie Zielsetzungen und Wege eines Symbollernens im Religionsunterricht der beruflichen
Schulen heute!
3. Entwickeln Sie für den katholischen Religionsunterricht an einer beruflichen Schule ein lehrplankonformes Unterrichtsbeispiel zu einem Symbol Ihrer Wahl! Verdeutlichen Sie anhand dieses Unterrichtsbeispiels, wie ein kritischer Umgang mit Symbolen im katholischen Religionsunterricht
an der von Ihnen gewählten beruflichen Schule gefördert werden kann!

 

Thema Nr. 2

Ethisches Lernen stellt einen inhaltlichen Schwerpunkt des Religionsunterrichts in den beruflichen Schulen dar.
1. Erläutern Sie die Relevanz des ethischen Lernens im katholischen Religionsunterricht an beruflichen Schulen unter Berücksichtigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen!
2. Stellen Sie vier unterschiedliche Modelle ethischen Lernens vor und wägen Sie deren Vor- und Nachteile ab!
3. Entwickeln Sie für den katholischen Religionsunterricht an einer beruflichen Schule eine Unterrichtssequenz (3-4 Unterrichtsstunden) zu einem selbst gewählten Lehrplanthema, anhand der Sie aufzeigen, wie es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht werden kann, verantwortungsvoll
ethisch handeln zu lernen!

 

Thema Nr. 3

Die religiöse Pluralität ist ein Faktum in der heutigen Gesellschaft.
1. Begründen Sie unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Entwicklungen und einschlägiger Jugendstudien die Notwendigkeit für interreligiöses Lernen im Religionsunterricht!
2. Erörtern Sie Grundlagen des interreligiösen Lernens! Stellen Sie Chancen und Schwierigkeiten dar, die mit interreligiösem Lernen verbunden sein können, und beschreiben Sie notwendige Kompetenzen von Pädagoginnen und Pädagogen, die mit den Schülerinnen und Schülern interreligiöses Lernen verwirklichen möchten!
3. Entwerfen Sie zu einem von Ihnen gewählten Thema des Lehrplans für eine berufliche Schule eine Doppelstunde, in der Schülerinnen und Schüler im katholischen Religionsunterricht die Möglichkeit des interreligiösen Lernens haben!

 

 

Prüfungstermin: Frühjahr 2018

Thema Nr. 1

Die Relevanz von interreligiösen Lernprozessen wird immer wichtiger.

1. Erläutern Sie den konzeptionellen Wandel von einer „Didaktik der Weltreligionen“ hin zu einem Ansatz „interreligiösen Lernens“! Stellen Sie zwei unterschiedliche Ansätze interreligiösen Lernens dar!
2. Führen Sie Begründungen für interreligiöses Lernen im Religionsunterricht der beruflichen Schulen an und erörtern Sie grundlegende Lerndimensionen!
3. Erarbeiten Sie ein Lernarrangement für die Thematisierung einer konkreten Weltreligion! Wenden  Sie dazu einen Ansatz an und beschreiben Sie konkrete Lehr- und Lernschritte!

 

Thema Nr. 2

„ Warum soll an Berufsschulen Religionsunterricht eigentlich konfessionell erteilt werden?“
Derartige Fragen häufen sich in den letzten Jahren.

1. Belegen Sie im Rückgriff auf Ergebnisse verschiedener Jugendstudien, welche Rolle Religion(en) und Glaube bei Heranwachsenden gegenwärtig spielt! Ordnen Sie diesen Befund in eine religionssoziologische Theorie (z.B. Säkularisierungstheorem, Deinstitutionalisierungsthese, .. ) ein!
2. Begründen Sie, warum es Religionsunterricht in der Berufsschule geben muss! Gehen Sie dabei an geeigneten Stellen auch auf die Bedeutung der konfessionellen Ausrichtung dieses Unterrichtsfachs ein!
3. Entfalten Sie zwei Unterrichtsstunden zur Thematik „Konfession“! Stellen Sie in diesem Zusammenhang neben Inhalten, Lernwegen und Sozialformen auch Kompetenzen vor, die die Schülerinnen und Schüler in der Auseinandersetzung mit dieser Thematik erwerben sollen!

 

Thema Nr. 3

Gerade der Religionsunterricht an beruflichen Schulen sieht sich mit der Forderung konfrontiert, Werte zu vermitteln.

1. Beschreiben Sie den Stellenwert und die Ziele ethischen Lernens im Religionsunterricht an beruflichen Schulen!
2. Erläutern Sie, welche Voraussetzungen zu berücksichtigen sind und welche besonderen Lernwege sich anbieten!
3. Konkretisieren Sie die Gestaltung von ethischen Lernprozessen an einem ausgewählten Lehrplanthema der bayerischen Berufsschule!

 

 

Prüfungstermin: Herbst 2016

Thema Nr. 1

Die Kirchen halten entschieden am konfessionellen Religionsunterricht fest, gewähren aber verschiedene Möglichkeiten der Öffnung und eine breite Palette von konkreten Kooperationsmöglichkeiten.

1. Der konfessionelle Religionsunterricht steht an beruflichen Schulen vor einer Reihe an Problemen. Skizzieren Sie die Idee des konfessionellen Religionsunterrichts und zeigen Sie heutige Problembereiche aufl
2. Erläutern Sie Möglichkeiten einer konfessionellen-kooperativen Zusammenarbeit im Religionsunterricht an Berufsschulen, berücksichtigen Sie dabei Chancen und Grenzen!
3. Skizzieren Sie eine konfessionell-kooperativ ausgerichtete Unterrichtssequenz zu einem selbst gewählten Inhaltsbereich des Lehrplans!

 

Thema Nr. 2

„Formen gelebten Glaubens“ im Religionsunterricht an beruflichen Schulen?

1. Begründen Sie sowohl in theologischer als auch in pädagogischer Hinsicht, dass Religionsunterricht berechtigter Weise ein ordentliches Unterrichtsfach an beruflichen Schulen ist!
2. Setzen Sie sich mit der Forderung, dass Religionsunterricht mit „Formen gelebten Glaubens vertraut machen soll“, auseinander und prüfen Sie, inwiefern performativ ausgerichtete Lerngelegenheiten Möglichkeiten bieten, dieser Forderung nachzukommen!
3. Verdeutlichen Sie – unter Berücksichtigung Ihrer Darlegungen zu den Teilaufgaben 1) und 2)- an zwei performativ ausgerichteten Unterrichtsbausteinen, wie Berufsschülerinnen und -schüler im Religionsunterricht mit Formen gelebten Glaubens vertraut gemacht werden können und welche Grenzen dabei zu beachten sind!

 

Thema Nr. 3

Ein guter Religionsunterricht enthält Konstruktionen und Instruktionen!

1. Erläutern Sie zentrale Eckdaten des pädagogischen Konstruktivismus!
2. Diskutieren Sie Bedeutung, Reichweite und Grenzen von Konstruktionen und Instruktionen für religiöse Lernprozesse!
3. Skizzieren Sie Kompetenzen einer vorwiegend konstruktivistisch unterrichtenden Lehrperson und konkretisieren Sie diese Kompetenzen sowie die Umsetzung von Konstruktionen und Instruktionen an einer Unterrichtsstunde zu einem Thema Ihrer Wahl!

 

 

Prüfungstermin: Frühjahr 2016

Thema Nr. 1

Die Relevanz von interreligiösen Lernprozessen wird immer wichtiger.

1. Erläutern Sie den konzeptionellen Wandel von einer „Didaktik der Weltreligionen“ hin zu einem Ansatz „interreligiösen Lernens“! Stellen Sie zwei unterschiedliche Ansätze interreligiösen Lernens dar!

2. Führen Sie Begründungen für interreligiöses Lernen im Religionsunterricht der beruflichen Schulen an und erörtern Sie grundlegende Lerndimensionen!

3. Erarbeiten Sie eine Doppelstunde für die Thematisierung einer konkreten Weltreligion! Wenden Sie dazu einen Ansatz an und beschreiben Sie konkrete Lehr- und Lernschritte!

 

Thema Nr. 2

„Die Bibel? Ein altes Buch, das mich kaum interessiert und mir irgendwie keine Hilfe für meine alltäglichen Probleme ist!“ Aussagen dieser Art repräsentieren die Meinung vieler Schülerinnen und Schüler.

1. Nennen und erläutern Sie Gründe, warum biblisches Lernen im Religionsunterricht unverzichtbar ist!

2. Beschreiben Sie einen bibeldidaktischen Ansatz in seinen Vorannahmen, Zielen und unterrichtspraktischen Konsequenzen und bewerten Sie, inwiefern dieser Ansatz dazu beitragen kann, dass Schülerinnen und Schüler ablehnende Haltungen gegenüber einem Lernen mit der Bibel revidieren!

3. Konzipieren Sie zu einer selbst gewählten neutestamentlichen Perikope zwei Unterrichtsstunden, die den von Ihnen unter Teilaufgabe 2) skizzierten bibeldidaktischen Ansatz realisieren!

 

Thema Nr. 3

Die Gretchenfrage „Nun sag`, wie hast Du`s mit der Religion?“ ist nach wie vor aktuell.

1. Beschreiben Sie unter Rückgriff auf Ergebnisse empirischer Studien sowie im Rekurs auf religionssoziologische Theorien, mit welchen Entscheidungen und Vorkenntnissen bezüglich Religion und Kirche man gegenwärtig  bei Heranwachsenden rechnen kann!

2. Stellen Sie die Aufgaben eines gegenwärtigen Religionsunterrichtes dar, mit denen das Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ (2005) auf diese Ausgangslage reagiert!

3. Konzipieren Sie eine Doppelstunde, welche die Schülerinnen und Schüler motiviert, über „Religion(en) und ihre Bedeutung für mich“ nachzudenken!

 

Prüfungstermin: Herbst 2014

Thema Nr. 1

Ethisches Lernen als Ziel des Religionsunterrichts

1. Diskutieren Sie die spezifischen Leistungen und Grenzen von verschiedenen Modellen einer Werteeziehung!

2. Erläutern Sie formale und inhaltliche Ziele einer Werteerziehung in der Schule!

3. Veranschaulichen Sie an einem konkreten Unterrichtsvorhaben, mit welchen unterrichtlichen Verfahren Sie die genannten Zielspektren anstreben können!

 

Thema Nr. 2

Mit dem sogenannten „performativen Lernen“ reagiert die Religionsdidaktik darauf, dass immer weniger Schülerinnen und Schüler auf Erfahrungen mit gelebter Religiosität zurückgreifen können.

1. Zeigen Sie anhand der Ergebnisse empirischer Studien auf, wie es um die Religiosität Heranwachsender gegenwärtig bestellt ist und legen Sie dar, inwiefern „performatives Lernen“ eine Option der Reaktion darauf darstellt!

2. Erörtern Sie die Chancen und Grenzen für den Religionsunterricht an beruflichen Schulen, die sich ergeben, je nachdem, ob performatives Lernen verstärkt eher im Sinne einer Inszenierung oder eher im Sinne einer Teilhabe-Ermöglichung umgesetzt wird!

3. Veranschaulichen Sie an einem selbst gewählten Beispiel, wie performatives Lernen im Religionsunterricht an beruflichen Schulen verantwortet realisiert werden kann!

 

Thema Nr. 3

„Keine Religion ohne Symbole“, lautet ein viel zitiertes Diktum.

1. Erläutern Sie die Bedeutung von Symbolen für die christliche Religion und legen Sie dar, was im Religionsunterricht an beruflichen Schulen in entwicklungspsychologischer Hinsicht bei einem Lernen mit Symbolen beachtenswert ist!

2. Vergleichen Sie zwei religionsdidaktische Entwürfe zum Symbollernen und stellen Sie dabei heraus, warum und mit welchen Intentionen Symbole im Religionsunterricht thematisiert werden sollten!

3. Konzipieren Sie zu einem selbst gewählten christlichen Symbol eine Unterrichtssequenz (drei bis vier Unterrichtsstunden) zu dem religionsdidaktischen Entwurf aus Teilaufgabe 2, der Ihnen für den Religionsunterricht an beruflichen Schulen am bedeutsamsten erscheint!

 

Prüfungstermin: Frühjahr 2014

Thema Nr. 1

„Die Bibel? Ein altes Buch, das mich kaum interessiert und mir irgendwie keine Hilfe für meine alltäglichen Probleme ist!“ Aussagen dieser Art repräsentieren die Meinung vieler Schülerinnen und Schüler.

1. Nennen und erläutern Sie Gründe, warum biblisches Lernen im Religionsunterricht unverzichtbar ist!

2. Beschreiben Sie einen bibeldidaktischen Ansatz in seinen Vorannahmen, Zielen und unterrichtspraktischen Konsequenzen und bewerten Sie, inwiefern dieser Ansatz dazu beitragen kann, dass Schülerinnen und Schüler ablehnende Haltungen gegenüber einem Lernen mit der Bibel revidieren!

3. Konzipieren Sie zu einer selbst gewählten neutestamentlichen Perikope zwei Unterrichtsstunden, die den von Ihnen unter Teilaufgabe 2. skizzierten bibeldidaktischen Ansatz realisieren!

 

Thema Nr. 2

Die Gretchenfrage „nun sag‘, wie hast Du`s mit der Religion?“ ist nach wie vor aktuell.

1. Beschreiben Sie unter Rückgriff auf Ergebnisse empirischer Studien sowie im Rekurs auf religionssoziologische Theorien, mit welchen Einstellungen und Vorkenntnissen bezüglich Religion und Kirche man gegenwärtig bei Heranwachsenden rechnen kann!

2. Stellen Sie die Aufgaben eines gegenwärtigen Religionsunterrichts dar, mit denen das Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“ (2005) auf diese Ausgangslage reagiert!

3. Konzipieren Sie eine Doppelstunde, welche die Schülerinnen bzw. Schüler motiviert, über „Religion(en) und ihre Bedeutung für mich“ nachzudenken!

 

Thema Nr. 3

Das Korrelationsprinzip

1. Skizzieren Sie die Herkunft und den Begriff der Korrelation!

2. Erläutern Sie die Entwicklung der Korrelation als religionsdidaktisches Leitprinzip in der katholischen Religionspädagogik!

3. Stellen Sie Einwände gegen das Korrelationsprinzip dar und diskutieren Sie Aktualisierungen wie das Konzept der Dekonstruktion!

 

Prüfungstermin: Herbst 2013

Thema Nr. 1

Unter dem Titel „Lernen aus Widersprüchen“ verweist eine religionsdidaktische Publikation auf die Bedeutung von Dilemmageschichten hinsichtlich ethischer Lernprozesse im Religionsunterricht!

1. Stellen Sie das Stufenmodell (von Lawrence Kohlberg) zur Entwicklung des moralischen Urteilens dar und zeigen Sie auf, inwiefern die Kenntnis dieses Modells für die Gestaltung ethischer Lernprozesse im Religionsunterricht an beruflichen Schulen bedeutsam ist!

2. Skizzieren Sie verschiedene Modelle von ethischem Lernen und bewerten Sie diese in ihrer Relevanz für den Religionsunterricht!

3. Entfalten Sie eine Doppelstunde zu einem selbst gewählten Dilemma und zeigen Sie daran wichtige Ziele ethischen Lernens an beruflichen Schulen auf!

 

Thema Nr. 2

Für viele Jugendliche sind stabile Freundschaften ein anzustrebendes Leitbild. Um dieses Ziel zu erreichen ist aus christlicher Sicht die Bildung ihrer Identität notwendig.

1. Legen Sie dar, wie der Religionsunterricht die Identitätsbildung fördern kann!

2. Stellen Sie didaktische Besonderheiten dar, die es bei der Identitätsbildung an beruflichen Schulen zu beachten gilt!

3. Entwerfen Sie eine Unterrichtssequenz (Lehrplan z.B. Jahrgangsstufe 10, 1.3: Grundzüge des christlichen Menschenbildes kennenlernen; oder Jahrgangsstufe 12/13, 5.1: sich der Bedeutung dauerhafter Bindung für persönliches und gemeinschaftliches Leben bewusst werden), die die Identitätsbildung fördert!

 

Thema Nr. 3

„Bitte mach keinen Heiligen aus mir!“

1. Diskutieren Sie die didaktischen Vor- und Nachteile von Heiligen und Helden des Alltags!

2. Erläutern Sie Ziele eines Umgangs mit fremden Biografien im Religionsunterricht und konkretisieren Sie diese anhand eines konkreten Unterrichtsvorhabens!

3. Diskutieren Sie, inwiefern Religionslehrkräfte Vorbilder sein können!

 

Prüfungstermin: Frühjahr 2013

Thema Nr. 1

Im betrieblichen Alltag ist die Begegnung mit Menschen anderen Glaubens gang und gäbe. Berufsschülerinnen und Berufsschüler müssen daher zum interreligiösen Dialog befähigt sein. Der Religionsunterricht hat deshalb auch die Aufgabe, interreligiöses Lernen zu fördern.

1. Zeigen Sie aus religionsdidaktischer Perspektive Ansatzpunkte für religiöse Lernprozesse in der Lebenswelt Jugendlicher!

2. Stellen Sie wesentliche Merkmale interreligiösen Lernens dar!

3. Entwerfen Sie ein Unterrichtsbeispiel zum Thema interreligiöses Lernen (z.B. Thema „Begegnung mit dem Islam“)!

 

Thema Nr. 2

Mit dem sogenannten „performativen Lernen“ reagiert die Religionsdidaktik darauf, dass immer weniger Schülerinnen und Schüler auf Erfahrungen mit gelebter Religiosität zurückgreifen können.

1. Zeigen Sie auf, was „performatives Lernen“ meinen kann und nehmen Sie dabei Bezug auf die beiden Hauptrichtungen (Inszenierung bzw. Teilhabe)!

2. Bewerten Sie „performatives Lernen“ in seinen Chancen und Grenzen für religiöses Lernen an beruflichen Schulen!

3. Veranschaulichen Sie an einem selbstgewählten Beispiel, wie „performatives Lernen“ im Religionsunterricht an beruflichen Schulen verantwortet umgesetzt werden kann!

 

Thema Nr. 3

Die Frage nach Gott zu beantworten, ist eine Biographie-Aufgabe, die sich fast jedem Menschen irgendwann einmal stellt. Insofern gehört die Gottesfrage zum Kerninhalt des Religionsunterrichts.

1. Legen Sie im Bezug auf religionssoziologische und entwicklungspsychologische Erkenntnisse dar, was hinsichtlich der Frage nach Gott im Religionsunterricht an beruflichen Schulen beachtenswert erscheint!

2. Entfalten Sie, was das religionsdidaktische Prinzip des sog. „biographischen Lernens“ will!

3. Konzipieren Sie zwei Unterrichtsstunden, die veranschaulichen, wie die Gottesfrage im Sinne eines biographischen Lernens im Religionsunterricht an beruflichen Schulen thematisiert werden kann!

 

Prüfungstermin: Herbst 2012

Thema Nr. 1

Die Entwicklung von Wertvorstellungen und des ethischen Urteilsvermögens bei Jugendlichen ist ein Ziel des Religionsunterrichts.

1. Legen Sie dar, welche gesellschaftlichen Entwicklungen die Auseinandersetzung mit Werten und Normen erforderlich machen!

2. Stellen Sie dar, wie im Unterricht Werte und Normen behandelt werden können! Berücksichtigen Sie dabei den entwicklungs- und denkpsychologischen Status von Schülerinnen und Schülern an beruflichen Schulen!

3. Entwickeln Sie ein Unterrichtsbeispiel zur Entwicklung von Wertvorstellungen (z.B. 10.4 Aggressivität – Gewalt – Gewaltlosigkeit)!

 

Thema Nr. 2

„Wenn der Tod in die Schule einbricht“

1. Skizzieren Sie Situationen, in denen Leid und Tod in der Schule auf besondere Weise präsent werden können!

2. Erläutern Sie Möglichkeiten, diesen Grenzsituationen im Schulalltag zu begegnen und sie zu bewältigen versuchen, und beziehen Sie dabei die Handlungsvollzüge von Kirche mit ein!

3. Erörtern Sie die spezifischen Kompetenzen, die die Lehrer und Verantwortlichen einer Schulpastoral in solchen Situationen benötigen, und beschreiben Sie mögliche unmittelbare und langfristige Hilfestellungen, die sinnvoll und erforderlich sind, um solche Situationen zu bewältigen!

 

Thema Nr. 3

2005 erschien das Bischofswort „Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen“.

1. Beschreiben Sie die veränderte Situation von Jugendlichen und von (Religions-)Unterricht heute, wie sie auch das Bischofswort zugrundelegt!

2. Stellen Sie die drei Kernaufgaben heutigen Religionsunterrichts gemäß des Bischofsworts ausführlich dar!

3. Zeigen Sie an einem Lehrplanthema Ihrer Wahl, wie es die Arbeit an einer der drei Kernaufgaben fördert! Entwickeln Sie dazu eine kurze Unterrichtssequenz!

 

Prüfungstermin: Frühjahr 2012

Thema Nr. 1

Religiöse Bildung ist ohne die ästhetische Dimension nicht denkbar.

1. Erläutern Sie zentrale Dimensionen ästhetischer Bildung und entfalten Sie davon ausgehend wesentliche Aspekte, die ästhetisches Lernen im Religionsunterricht fokussieren sollte!

2. Diskutieren Sie Chancen und Grenzen ästhetischen Lernens, wenn es darum geht, religiöse Bildungsprozesse an beruflichen Schulen zu entfalten!

3. Skizzieren Sie – ausgehend von einem geeigneten Lehrplanthema Ihrer Wahl – eine Unterrichtssequenz, die das Potential ästhetischen Lernens für den Religionsunterricht an beruflichen Schulen verdeutlicht!

 

Thema Nr. 2

Immer wieder wird die Existenzberechtigung von Religionsunterricht an beruflichen Schulen infrage gestellt, nicht zuletzt mit dem Verweis darauf, dass immer weniger Jugendliche kirchlich-konfessionell sozialisiert sind.

1. Stellen Sie im Rückgriff auf einschlägige (Jugend-)Studien dar, wie es gegenwärtig um die Religiosität Heranwachsender bestellt ist!

2. Präsentieren und entfalten Sie Argumente, aus denen ersichtlich wird, dass religiöse Bildung an beruflichen Schulen nach wie vor wichtig ist!

3. Legen Sie anhand einer Unterrichtssequenz zum Thema „Gott  – eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens?!“ dar, wie ein religiöser Bildungsprozess an beruflichen Schulen angelegt sein kann, der das von Ihnen zu den Teilaufgaben 1. und 2. Dargelegte berücksichtigt!

 

Thema Nr. 3

Für den Religionsunterricht an beruflichen Schulen ist das Prinzip der Handlungsorientierung immer mehr in den Mittelpunkt gerückt.

1. Begründen Sie aus theologischer und humanwissenschaftlicher Sicht die Bedeutung der Handlungsorientierung für den Religionsunterricht an beruflichen Schulen!

2. Erläutern Sie wesentliche Prinzipien der Handlungsorientierung, die für den Religionsunterricht an beruflichen Schulen Geltung haben können!

3. Zeigen Sie anhand eines Unterrichtsbeispiels (z.B.: Jahrgangsstufe 12/13: 3 Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit; 3.3 Christliche Soziallehre als Ausfaltung der Menschenrechte verstehen), wie die Handlungsorientierung den Unterricht gestalten kann!

 

Prüfungstermin: Herbst 2011

Thema Nr. 1

Die Kirchen halten entschieden am konfessionellen Religionsunterricht fest, gewähren aber verschiedene Möglichkeiten der Öffnung und der Kooperation.

1. Religionsunterricht als konfessioneller Religionsunterricht steht an beruflichen Schulen vor einer Reihe an Problemen. Skizzieren Sie die Idee des konfessionellen Religionsunterrichts und zeigen Sie heutige Problembereiche auf!

2. Erläutern Sie Alternativmodelle zu einem konfessionellen Religionsunterricht!

3. Diskutieren Sie Ziele und inhaltliche Zugänge eines alternativen Modells für den Religionsunterricht an beruflichen Schulen!

 

Thema Nr. 2

Seit einiger Zeit lässt sich bei nicht wenigen Jugendlichen ein unverkrampftes Zugehen auf die Bibel beobachten. Es wirkt auf sie wie ein fremdes, aber doch neugierig machendes Buch. Wie können im Religionsunterricht Verständnis geweckt und bleibendes Interesse an der Bibel grundgelegt werden?

1. Erläutern Sie die Bedeutung der Bibel für den Religionsunterricht!

2. Stellen Sie wesentliche religionsdidaktische Grundlagen für den Religionsunterricht an beruflichen Schulen dar!

3. Zeigen Sie anhand einer Unterrichtssequenz (z.B. Lehrplan BS, Jahrgangsstufe 12/13.1: Frage nach dem Sinn des Lebens), wie biblisches Lernen gestaltet werden kann!

 

Thema Nr. 3

Die Begegnung mit Menschen anderer Religionen ist im beruflichen Alltag gang und gäbe. Dem Religionsunterricht fällt in dieser Situation die Aufgabe zu, durch interreligiöses Lernen die Befähigung zum Dialog und zur Verständigung zu fördern.

1. Skizzieren Sie die theologischen Grundlagen des interreligiösen Dialogs und zeigen Sie deren Bezug zur fachdidaktischen Diskussion auf!

2. Verdeutlichen Sie die fachdidaktischen Prinzipien, die der Gestaltung interreligiöser Lernprozesse im Religionsunterricht zugrunde liegen!

3. Entwickeln Sie eine Unterrichtssequenz (z.B. Lehrplan BS 12/13.4: Beitrag zum Frieden), die Möglichkeiten interreligiösen Lernens aufzeigt!

 

Prüfungstermin: Frühjahr 2011

Thema Nr. 1

In der Denkschrift „Bildung neu denken“ (2003) wird die Abschaffung der allgemeinbildenden Fächer und damit auch des Religionsunterrichts an Beruflichen Schulen gefordert.

1. Nennen und erklären Sie die rechtlichen, pädagogischen und theologischen Grundlagen für den Religionsunterricht!

2. Welche Bedeutung hat die religiöse Bildung für Berufsschülerinnen und Berufsschüler?

3. Zeigen Sie anhand eines Unterrichtsbeispiels (z. B. 11. Jhg., 4.3: Religiosität als Ausdruck der Suche nach ethischer Orientierung verstehen), wie religiöse Bildung inhaltlich und methodisch realisiert werden kann!

 

Thema Nr. 2

Auch wenn die Bibel zu den wichtigsten Themen des Religionsunterrichts gehört, hat die Bibel für viele Schülerinnen und Schüler einen faden Geschmack und ist mit dem Gefühl von Langeweile verbunden. Ansätze biblischen Lernens müssen sich diesem Spagat stellen.

1. Stellen Sie zwei unterschiedliche bibeldidaktische Ansätze dar und arbeiten Sie deren Vor- und Nachteile für einen subjektorietierten Religionsunterricht heraus!

2. Führen Sie Begründungen für biblisches Lernen im Religionsunterricht an und zeigen Sie auf, wie diese durch einen Ansatz Ihrer Wahl eingelöst werden!

3. Erarbeiten Sie ein Lernarrangement für ein von Ihnen gewähltes Thema, das den von Ihnen gewählten Ansatz in konkrete Lehr- und Lernschritte übersetzt. Erläutern und begründen Sie die einzelnen Lernschritte!

 

Thema Nr. 3

Gerade der Religionsunterricht an beruflichen Schulen sieht sich mit der Forderung konfrontiert, Werte zu vermitteln.

1. Beschreiben Sie den Stellenwert und Ziele ethischen Lernens an beruflichen Schulen!

2. Erläutern Sie, welche Voraussetzungen zu berücksichtigen sind und welche besonderen Lernwege sich anbieten!

3. Erläutern Sie den Einsatz und die Bedeutung von Dilemmageschichten im Rahmen ethischer Lernprozesse!